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Einer von 17 noch erhaltenen Bismarcktürmen
in Thüringen ist der am nördlichen Stadtrand der Glockenstadt
Apolda. Mit seiner leicht konisch verlaufenden, mit einem Gurtgesims
verzierten viereckigen Gestalt, die auf einer über einen kurzen
Treppenaufgang zu erreichende podestähnlichen Terrasse ruht,
seinem steinernen Zinnenkranz und der die Turmspitze krönenden
Feuerschale hebt er sich jedoch von den meisten seiner Artgenossen
etwas ab.
Sein Bau wurde auf Beschluss des Apoldaer Bismarck-Vereins
im Jahr 1899, wenige Monate nach dem Ableben des bis 1890 regierenden
ersten Reichskanzlers des Deutschen Kaiserreichs, beschlossen. Wie
bei vielen ähnlichen Vorhaben in dieser Zeit, fehlte auch hier
das erforderliche Geld und auch das geeignete Bauland. So vergingen
bis zum Beginn der Bauarbeiten fünf Jahre, bis durch Spenden
und eine Schenkung die nötigen Voraussetzungen geschaffen waren.
Auf der am Rand Apoldas gelegenen Mattstedter Höhe erfolgte
nach einer Bauzeit von lediglich sechs Monaten Ende September 1904
die feierliche Einweihung des aus verschiedenen Kalksteinarten gefertigten
Bauwerks. Lediglich die, die Spitze des Bismarckturmes krönende
Feuerschale, mit 2,5 Meter Durchmesser wurde aus Sandstein gefertigt.
Die Projektierung und Bauausführung erfolgte durch Baumeister
und -firmen der Region.
Im Inneren führten 93 Stufen auf Treppen aus Stein und Eisen
auf die Aussichtsplattform, an deren unteren Ecken vier Wasserspeier
angebracht sind. Der Eingangsbereich des Turmes wurde mit verschiedenen
Wappen und Reliefs geschmückt, die Bismarck und dem Großherzogtum
Sachsen-Weimar-Eisenach huldigten.
Die Höhe des Turmes beträgt knapp 24 Meter.
In der Folgezeit durchlebte der Apoldaer Bismarckturm
eine recht bewegte Geschichte. Im 2. Weltkrieg diente er zeitweise
zur Luftraumüberwachung, 1949 erfolgte seine Umbenennung in
Friedensturm und später wurde er als Fernsehumsatzstation
genutzt. Dabei war er immer nur zeitweise für den Aufstieg
auf die Aussichtsplattform geöffnet. Nach Jahren eines Dornröschenschlafes
wurde der Turm 2004 saniert und es wurden mehrere neue Relieftafeln
an ihm angebracht.
In den zurückliegenden Jahren, wieder unter dem Namen Bismarckturm
bekannt, war die Besteigung des Turmes zumindest an den Wochenenden
des Sommerhalbjahres möglich, wobei diese mit einem schönen
Ausblick auf Apolda und das Weimarar Land belohnt wird.
Mit den beiden im neugotischen Stil errichteten
Kirchen St.-Bonifatius und der Lutherkirche besitzt die Stadt Apolda
zwei weitere sehenswere Bauwerke. Auch das Glocken- und Stadtmuseum
ist einen Besuch wert.
Bei einer Wanderung auf der Apolda umgebenden Ringpromenade sind
unter anderem die Bonifatiusquelle und das Ilmschlösschen in
Niederroßla zu erkunden. Mit den Dornburger
Schlössern und der Wasser- und Ordensburg Liebstedt, die
als einzig erhalten gebliebene Durchgangsburg Europas gilt, befinden
sich zwei sehenswerte Ausflugsziele in der Umgebung der Stadt. Dies
gilt auch für das Gradierwerk Louise und die TOSKANA-Therme
im staatlich anerkannten Heilbad
Bad Sulza.
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Ergänzende Informationen
Weitere Informationen und einige Fotos von diesem Bismarckturm finden
Sie hier »
Unterkünfte in der Nähe vom Bismarckturm in Apolda
(mit Sterne-Restaurant)
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Das hochausgezeichnete Restaurant
mit dem einzigen Sterne-Restaurant in ganz Thüringen (Stand
2007) befindet sich im Herzen der Goethe- und Schillerstadt
Weimar. Das 5-Sterne Hotel ist von Apolda etwa 20 km bzw. weniger
als eine halbe Autostunde entfernt. |
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Das Wellnesshotel ist gut 10 km
von der Glockenstadt Apolda entfernt und erfreut sich aufgrund
seiner zentralen Lage einer großen Beliebtheit. Neben
der Therme und des Kurparks befinden sich auch die Trinkhalle,
die Solequelle und das Gradierwerk in unmittelbarer Nähe
zum Hotel. |
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