|
Laut Statistik existieren weltweit noch 172 Bismarcktürme,
von denen 146 ihren Standort in Deutschland haben. Die übrigen
verteilen sich auf fünf weitere Länder Europas sowie auf
je ein Exemplar in Chile und Kamerun.
Somit befindet sich der Bismarckturm in Jena in einer illustren
Gesellschaft von Türmen, die alle zu Ehren des ersten Deutschen
Reichskanzlers Otto von Bismarck erbaut wurden.
In Jena
war es die Studentenschaft, die gemeinsam mit Teilen der Bürgerschaft
den Bau eines Bismarckturmes im Jahr 1905 anregte. Verantwortlich
für den Entwurf zeichnete der Architekt Prof. Kreis, der insgesamt
etw 50 der Bismarktürme entwarf. Nachdem auch die Baukosten
durch größtenteils Spenden gesichert waren, erfolgte
im Mai des Jahres 2006 die Grundsteinlegung auf dem Tatzend-Berg
in der Nähe von Jena. Bis zu dieser Zeit befand sich an diesem
Ort eine künstlich angelegte Turmruine, die Malakoff.
In den folgenden drei Jahren wurde ein 21 Meter hoher Rundturm errichtet,
dessen Konturen sich stark an denen des Grabmals des Gotenkönigs
Theoderich in Ravenna orientieren. Als Baumaterial fanden Kalksteinquader
Verwendung, die im unteren Teil des Turmes einen etwa 4 Meter hohen
Unterbau mit einem Durchmesser von 14 Metern bilden. Er wird durch
18 umlaufende Säulen, die einen Balkon tragen, eingegrenzt.
Auf ihm erhebt sich der rund 3 Meter schlankere Turmschaft, der
mit einer auf neun Deckpfeilern ruhenden Aussichtsplattform abschließt.
Jeder der Pfeiler trägt einen steinernen Adler. In einer auf
der Turmspitze installierten Feuerpfanne war zu bestimmten Anlässen
eine Befeuerung mit Holz und Teer möglich.
Auf den, den unteren Teil des Bismarckturms abschließenden
Balkon sowie die Aussichtsplattform führt im Turminneren eine
Steintreppe.
Ein von 1925 bis 1994 im Turm installierter Wasserbehälter
wurde wieder entfernt und bei den um das Jahr 2000 stattfindenden
Sanierungsarbeiten wurden in die Öffnungen an der Aussichtsgalerie
und an den Seiten des Turmes Fenster eingesetzt.
Der danach zeitweise ganzjährig geschlossene
Turm kann gegenwärtig zu bestimmten Terminen, die auf der Internetseite
des Vereins Berggesellschaft Forsthaus veröffentlicht werden,
wieder bestiegen werden. Der Blick über Jena bis hin zur Kunitzburg
und dem Jenzig lohnt auf jeden Fall die kleine Mühe.
Bei einem Aufenthalt in der Stadt Jena ist ein Besuch in dem mit
circa 10.000 Pflanzen besetzten Botanischen Garten ebenso interessant
wie der des Zeiss-Planetariums oder eines der zahlreichen Museen,
wie der des Optischen- oder des Schott Glasmuseums.
In einem Umkreis von maximal 15 Kilometer können vom Bismarckturm
aus die Klosterkirche in Thalbürgel, eine beeindruckende romanische
Pfeilerbasilika, die mittelalterliche Wasserburg Kapellendorf oder
die hoch über der Saale thronenden Dornburger
Schlösser besucht werden. Und schließlich wartet
in der Töpferstadt
Bürgel das Keramik-Museum auf interessierte Besucher.
Zurück zur Übersicht: Bauwerke
in Thüringen » / Bismarcktürme
in Thüringen »
Unterkünfte in der Nähe vom Bismarckturm in Jena
(mit Sterne-Restaurant)
 |
|
Das hochausgezeichnete Restaurant
mit dem einzigen Sterne-Restaurant in ganz Thüringen (Stand
2007) befindet sich im Herzen der Goethe- und Schillerstadt
Weimar. Das 5-Sterne Hotel ist von Apolda etwa 20 km bzw. weniger
als eine halbe Autostunde entfernt. |
 |
|
Das Wellnesshotel ist gut 10 km
von der Glockenstadt Apolda entfernt und erfreut sich aufgrund
seiner zentralen Lage einer großen Beliebtheit. Neben
der Therme und des Kurparks befinden sich auch die Trinkhalle,
die Solequelle und das Gradierwerk in unmittelbarer Nähe
zum Hotel. |
|