Monatsarchiv für Dezember 2007

Karstwanderweg im Harz

Sonntag, den 30. Dezember 2007

Der Harz verbindet. Neben der Einrichtung des Naturpark Harz auf dem Territorium von Thüringen und der damit einhergehenden Kooperation mit den benachbarten Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, weitet sich die Zusammenarbeit nun auch auf einen gemeinsam konzipierten Wanderweg aus. Der so genannte Karstwanderweg durchzieht auf einer Länge von etwa 200 Kilometer Teile der drei Bundesländer und verbindet Sehenswertes in der Karstlandschaft des Südharz.

Die vom Karst geprägte Landschaft im Südharz ist in ihrer Art übrigens einzigartig in Europa. Die Besonderheit von Karstlandschaften liegt im Untergrund verborgen und tritt aber hin und wieder auch zu Tage. Mächtige Kipsablagerungen werden hierbei von versickerndem Oberflächenwasser ausgewaschen. Das Wasser dingt in das Gestein ein und löst den Kalk in geringen Mengen aus dem Gestein. Bei diesem Prozeß, der sich über Jahrtausende erstreckt, entstehen Hohlräume, die teils gewaltige Ausmaße annehmen. Ein solcher Hohlraum ist zum Beispiel die Barbarossahöhle bei Rottleben, südlich des Kyffhäuser. Sie ist die größte ihrer Art in ganz Europa. Mit fortschreitendem Alter der Höhle wird der Hohlraum immer größer, bis eines Tages das ganze Gebilde in sich zusammenfällt und die Höhle einstürzt. Die einbrechende Decke hinterläßt in der Landschaft einen so genannten Erdfall, der sich als Kuhle oder Mulde darstellt. Weitere Karsterscheinungen sind zum Beispiel Quellen oder in den Untergrund verschwindende Flüsse.

Dieser abwechslungsreichen Landschaft widmet sich der im südlichen Harz befindliche Karstwanderweg. Mit etwa 200 Informationstafeln, die entlang des Weges aufgestellt sind, können sich interessierte Wanderer umfassend über das Thema Karst informieren. Darüber hinaus werden auch geführte Wanderungen angeboten. Für Radfahrer wurden Strecken mit unterschiedlicher Länge zusammengestellt, die ebenfalls die schönsten und interessantesten Punkte miteinander verbinden

Neben dem Südharz ist auch der Kyffhäuser stark durch den Karst geprägt. So befindet sich einer der schiefesten Kirchtürme Deutschlands in Bad Frankenhausen, am Südrand des Kyffhäusergebriges. Die Ursache für die außergewöhnliche Neigung des Kirchturm ist im Untergrund zu suchen und ist auf die Verkarstung der Region zurück zu führen. Neben dem Anblick des schiefen Kirchturms, lohnt ein Urlaub im Harz und Kyffhäuser aber auch aufgrund der zauberhaften und abwechlungsreichen Landschaft sowie zahlreicher weiterer Sehenswürdigkeiten.

Wanderweg für Katzen entsteht bei Eisenach

Freitag, den 21. Dezember 2007

Der thüringer Nationalpark Hainich ist eine der wenigen Landschaften in Deutschland, in der noch echte Wildkatzen leben. Um den weniger als 100 Tieren auch langfristig das Überleben zu ermöglichen, ist es dringend erforderlich, dass sie sich mit Wildkatzen aus anderen Regionen paaren. Nur so kann über kurz oder lang verhindert werden, dass sich die Katzen ausschließlich untereinander fortpflanzen, was zu einer erhöhten Anfälligkeit von Krankheiten führen kann. Da die nächsten Wildkatzen erst im Thüringer Wald leben und Katzen sich ungern über offenes Gelände wagen, muss ihnen etwas auf die Sprünge geholfen werden.

So wurde im November 2007 bei Eisenach damit begonnen, einen Korridor zu schaffen, den die Wildkatzen zukünftig für ihre Streifzüge in Richtung Thüringer Wald nutzen sollen. Auf einer Breite von etwa 50 Metern werden Bäume und Sträucher so angepflanzt, dass die Wildkatzen sie als Deckung nutzen und dort auch Schlafplätze finden können. Ein erster Schritt ist somit bei Eisenach bereits getan. Hinter diesen Bemühungen steht jedoch ein wensetlich größeres Unterfangen. Zukünftig sollen mit Hilfe solcher Korridore zahlreiche deutsche Mittelgebirge miteinander verbunden werden, um den Wildkatzen eine wesentlich größere Bewegungsfgreiheit zu erlauben, und sie nicht der Gefahr auszusetzen, beim Überqueren von Straßen den Tod zu finden.

Unter anderem sollen über derartige Korridore der Hainich, der Thüringer Wald, der Harz, der Spessart, der Bayerische Wald, der Pfälzer Wald, der Schwarzwald und die Eifel miteinander verbunden werden. Somit ist der Korridor im Umland von Eisenach lediglich der Auftakt für eine bundesweite Initiative, die nach Vorstellung des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zukünftig auch auf benachbarte europäische Länder ausgedehnt werden soll. Einen ersten Eindruck des Korridors, der im Süden des Nationalpark Hainich beginnt kann man sich während eines Urlaub in einem Wellnesshotel in Eisenach verschaffen.

Naturpark Südharz in Thüringen

Dienstag, den 18. Dezember 2007

Nachdem es in den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bereits seit den Jahren 1960 und 2003 einen Naturpark Harz gibt, ist nun auch Thüringen in der Pflicht und steht bereits kurz vor der Einrichtung eines Naturparks. Sofern alles wie geplant klappt, kann der Naturpark Südharz bereits im Jahr 2008 eröffnet werden. Aller Voraussicht nach wir er eine Größe von mehr als 30.000 Hektar haben und sich im Dreiländereck zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen auf thüringischem Territorium erstrecken. Trotz gegenteiliger Befürchtungen, dürfte sich der Naturpark auch zu einem Anziehungspunkt für Touristen und zu einem sehenswerten Ausflugsziel für einen Kurzurlaub in Thüringen etablieren.

Orangerie in Gotha soll in neuem Glanz erstrahlen

Donnerstag, den 13. Dezember 2007

Nach einer wechselhaften und nicht nur erfreulichen Vergangenheit, stehen die Sterne für die Orangerie in Gotha wieder besser. Das bereits Mitte 2006 in einer Fernsehshow gewonnene Preisgeld für die Sanierung der Gothaer Orangerie wurde nun, im November 2007, zumindest teilweise ausgezahlt und kann so endlich für die Sanierung genutzt werden. Erste Erfolge sollen bereits Ende 2008 der Öffentlichkeit präsentiert werden, wenn der Südflügel als Schau- Orangerie seine Tore öffnet. Die vollständige Sanierung wird dann jedoch noch nicht abgeschlossen sein. Diese wird weitere finanzielle Mittel und viel Geduld bedürfen.

Die Ursprünge der barocken Orangerie in Gotha gehen übrigens auf einen herzoglichen Küchengarten zurück, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Als erstes Gebäude wurde das südliche Treibhaus errichtet. Anschließend wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts das Lorbeerhaus fertig gestellt. Gut 20 Jahre später wurden die Arbeiten an dem Orangenhaus und dem nördlichen Treibhaus abgeschlossen. Im Krieg beschädigt und nach dem Krieg vorübergehend als Bibliothek genutzt, wurde im zwischenzeitlich sanierten Lorbeerhaus ab 1960 ein Café betrieben, das 1985 seine Pforten allerdings wieder schließen musste. Somit wurde die Orangerie in Gotha mehr als 50 Jahre nicht in ihrer eigentlichen Bestimmung genutzt, und das obwohl es sich um eine der bedeutendsten Orangerien des 18. Jahrhunderts handelt.

Gourmeturlaub in Thüringen

Freitag, den 7. Dezember 2007

Die wohltuenden Anwendungen in einem Wellnessurlaub, die von entspannenden Massagen über wärmende Packungen zu duftenden Bädern reichen, können in Thüringen auch mit besonderen Erlebnissen für den Geschmackssinn kombiniert werden. Der bekannte und angesehene Restaurantführer Gault Millau hat kürzlich thüringer Restaurants getestet und teilweise mit ausgezeichneten Noten für ihr handwerkliches Können belohnt. Von insgesamt knapp 40 getesteten Restaurants wurden 23 mit 13 oder mehr Punkten ausgezeichnet. Die Skala reicht übrigens bis 20.

Mit die besten Bewertungen erhielten ein Restaurant in Jena und ein Restaurant in Erfurt. Das Scala (Jena) und das Zumnorde (Erfurt) wurden mit jeweils 15 Punkten ausgezeichnet. Übertroffen werden diese Werte nur noch vom Alboth’s im Erfurter Kaisersaal, das 16 der 20 möglichen Punkte erhielt und von dem Restaurant Anna Amalia in Weimar, das mit sage und schreibe 17 Punkten ausgezeichnet wurde. Das Anna Amalia ist übrigens auch das einzige Restaurant in Thüringen, das (und das schon zum wiederholten Male) mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Angebote in dem 5 Sterne Hotel in Weimar, zu dem Anna Amalia gehört, finden Sie übrigens auch auf Urlaubsland-Thueringen.de .

Somit wurde also offiziell bestätigt, dass ein erholsamer und entspannender Wellnessurlaub in Thüringen auch mit besonderen Gaumenfreuden abgerundet werden kann. Neben den genannten Restaurants können Gäste in ihrem Thüringenurlaub aber auch in zahlreichen weiteren Häusern ausgezeichnet speisen und die typische Thüringische Küche genießen.