Eine etwas seltsame Frage kurz vor dem Osterfest
Mittwoch, den 31. März 2010Was haben ein Sattelschlepper, ein Pudel und ein Gefahrguttransporter gemeinsam?
Die Antwort auf diese ernst gemeinte Frage löst beim Leser sicher ein leichtes Erstaunen aus, haben doch alle drei, zum Teil recht unterschiedlichen Objekte am Dienstag, dem 30. März und Mittwoch, den 31. März zu Unterbrechungen des Verkehrs auf Thüringens Autobahnen geführt.
Begonnen hat es mit einem brennenden Sattelschlepper, der bei seiner Fahrt auf der A73 in der Nähe von Schleusingen am Dienstag gegen Mittag zur Sperrung der Autobahn in Richtung Bamberg geführt hat. Dessen Fahrer hatte Rauch im Bereich einer Achse der Zugmaschine bemerkt, konnte daraufhin noch auf dem Standstreifen anhalten und sich in Sicherheit bringen, ehe das Feuer die Zugmaschine und den mit Betonteilen beladenen Sattelauflieger völlig zerstörte.
Einige Stunden später informierten Autofahrer die Polizei über einen auf dem Grünstreifen der Autobahn A9 zwischen Triptis und Dittersdorf umherlaufenden Hund. Daraufhin stoppten die eintreffenden Beamten kurzzeitig den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen. Diese Chance nutzte der sich als Pudelwelpe herausstellende Hund zu einem Fluchtversuch in Richtung angrenzendes Gelände. Die im Einsatz befindlichen Polizisten unterstützten anschließend die Besitzerin des jungen Vierbeiners bei dessen Suche. Eine Polizistin entdeckte den Ausreißer schließlich in einem kleinen Teich. Und wie es sich für einen Helfer in der Not gehört, zog diese ihre Schuhe aus, krempelte die Hosenbeine hoch und holte den Pudel aus dem nicht gerade warmen Wasser.
Nach unbestätigten Meldungen ging es danach zurück zur Polizeiinspektion - zum Füße trocknen.
Fehlt noch der Gefahrguttransporter. In dessen Innerem entwickelte sich am frühen Mittwoch Morgen bei der Fahrt auf dem Autobahnabschnitt der A9 zwischen Magdala und Mellingen ein Brand. Die aus Mellingen und Weimar anrückenden Feuerwehren konnten den Brand zwar stoppen, doch gestaltete sich die Bergung der für eine Recyclingfirma in Bernburg bestimmten Fracht recht schwierig, handelte es sich dabei doch um Stoffe mit giftigen Chlorverbindungen. Unter Beachtung der erforderlichen Schutzmaßnahmen wurde die Fracht per Kran in ein Ersatzfahrzeug umgeladen.
Durch die längerfristige Sperrung der Fahrtrichtung Dresden kam es in der Innenstadt von Jena zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Zum Glück liefen trotz der unterschiedlichen Schwere der drei Vorkommnisse alle ohne nennenswerte Personenschäden ab - vorausgesetzt, die hilfreiche Polizistin hat sich keinen Schnupfen geholt.

