Monatsarchiv für April 2011

1. Mai in Thüringen

Donnerstag, den 28. April 2011

Auf vier Ereignisse, die alle an diesem 1. Mai 2011 und in einem Fall vor 91 Jahren in Thüringen stattfinden beziehungsweise stattfanden, möchte ich an dieser Stelle hinweisen.

Blicken wir zuerst zurück ins Jahr 1920. Nach dem Erlass eines entsprechenden Reichsgesetzes erfolgte am 1. Mai dieses Jahres vor 91 Jahren die Bildung des Landes Thüringen aus sieben vordem bestehenden Kleinstaaten. Diesem Akt und der weiteren Entwicklung Thüringens zum heutigen Freistaat widmet sich ab dem 03. Mai 2011 im Archivgebäude der Weimarer Marstallstraße die Kabinettsausstellung “Thüringens Wege in die Demokratie”.

Zeitiger als in manch vergangenem Jahr werden am 1. Mai Thüringens Freibäder eröffnet. Zumindest das Wetter hat seine Mitwirkung ja bereits angekündigt.

Zur aktiven Erholung auf dem Festland lädt dagegen der 4. Erlebniswandertag am Thüringer Meer ein.
Vom gemeinsamen Treffpunkt am 1. Mai 10.00 Uhr in Walsburg führt die “Große Erlebnistour” über etwa zwölf Kilometer entlang der Saale an das Kraftwerk Wisenta.
Die “Kleine Erebnistour” hat ihren Umkehrpunkt im Ferienland Crispendorf und führt über reichlich sechs Kilometer.
Auf beiden Routen warten einige Erlebnisstationen und kleinere Überraschungen auf die hoffentlich zahlreichen Teilnehmer.

Und schließlich ist da noch der 1. Mai als traditioneller Tag der Mai-Kundgebungen, der in Thüringen in diesem Jahr unter dem Motto “Das ist das Mindeste! Faire Löhne - Gute Arbeit - Soziale Sicherheit” steht. Dies ist auch und besonders unter dem Aspekt der ab dem 1. Mai in mehreren osteuropäischen Ländern geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit zu sehen.
Unterstützt von Linken und der SPD ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund zu insgesamt 17 Kundgebungen auf, darunter die auf dem Erfurter Anger, am Jenaer Pulverturm und vor dem Sömmerdaer Rathaus.

Also dann: “Komm lieber Mai und mache, die Menschen wieder froh!”

Oberhof versus Oberstdorf

Dienstag, den 26. April 2011

Eher durch Zufall ist mir heute aufgefallen, dass die Orte Oberhof in Thüringen und Oberstdorf in Bayern mehr gemeinsam haben, als einen ähnlich klingenden Namen. Daher habe ich diese “Entdeckung“ zum Anlass genommen, mal etwas tiefer in die Materie einzutauchen.

Dabei habe ich festgestellt, dass sich sowohl Oberhof, als auch Oberstdorf auf einer Höhe von etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel erstrecken, was dazu führt, dass beide Orte ähnliche klimatische Verhältnisse aufweisen. So steht bei Oberhof der Status eines staatlich anerkannten Luftkurortes dem Status eines heilklimatischen Kurortes und Kneippkurortes auf Seiten von Oberstdorf gegenüber.
Darüber hinaus handelt es sich dank der klimatisch ähnlichen Verhältnisse bei beiden Gemeinden um beliebte Wintersportorte. In Oberhof (im Thüringer Wald gelegen) befinden sich Trainingsanlagen für Biathlon, Rennrodeln und Skilanglauf sowie zwei Skisprung-Schanzen. In Oberstdorf (in den Allgäuer Alpen) bestehen Möglichkeiten für Skilanglauf, diverse Indoor-Wintersportarten, Skiabfahrtslauf und darüber hinaus ebenfalls fürs Skispringen und sogar fürs Skifliegen.

Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Wintersportorte ist die Tatsache, dass sowohl Oberhof, als auch Oberstdorf zu den beliebtesten Urlaubsorten in ihrer Region gehören. Oberhof ist der beliebteste Anlaufpunkt für einen Urlaub im Thüringer Wald und Oberstdorf zählt zu den beliebtesten Urlaubsorten im Allgäu und den deutschen Alpen. Entsprechend groß ist auch das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Oberhof kommt mit etwa 3 ½ tausend Betten auf knapp 0,5 Millionen Übernachtungen. Und hier liegt auch einer der bedeutendsten Unterschiede der beiden Urlaubsorte. Mit knapp 20.000 Betten finden sich fast 6 mal so viele Schlafstätten in Hotels, Pensionen und natürlich Ferienwohnungen in Oberstdorf, die es auf gut 5 mal so viele Übernachtungen bringen.

Sonderführungen gewähren Einblicke in die Kapelle des Weimarer Stadtschlosses

Donnerstag, den 21. April 2011

Im Jahr 2008 verabschiedete die Klassik Stiftung Weimar einen Masterplan “Kosmos Weimar”, der für den Zeitraum bis zum Jahr 2017 ein Gesamtinvestitionsprogramm in Höhe von etwa 150 Millionen Euro vorsieht.
Als Hauptaufgabe des darunter fallenden Sonderprogramms von Bund und Land, das mit jeweils 45 Millionen Euro von beiden Beteiligten ausgestattet ist, wird die denkmalgerechte Wiederherstellung des Stadtschlosses Weimar einschließlich seiner Erstausstattung betrieben. Mit den dafür erforderlichen 40 Millionen Euro wird das Stadtschloss gleichzeitig zum Zentrum der Stiftung ausgebaut.

Jetzt bietet die Klassik Stiftung Weimar ab dem heutigen 20. April an jedem Mittwoch Nachmittag bis einschließlich dem 08. Juni 2011 jeweils 15 Personen im Rahmen einer Führung die Möglichkeit, sich über den Stand der restauratorischen Arbeiten in der Kapelle des Stadtschlosses zu informieren.

Die Geschichte der Kapelle beginnt eigentlich im Jahr 1774, als das Stadtschloss bei einem Brand arg zerstört wurde und auch die darin befindliche Hofkirche zerstört wurde. Danach fanden für mehrere Jahrzehnte die Gottesdienste des Weimarer Hofes in der Jakobskirche statt.
Erst nachdem die zerstörten Flügel des Stadtschlosses weitestgehend wieder errichtet waren, begann in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts der Neubau einer Schlosskapelle in einer Art Pavillon an der Südseite des Westflügels. Die mit massigen Rundbogenarkaden gestaltete Kapelle wurde 1847 geweiht.

Großherzogin Maria Pawlowna war es, die in der Folgezeit wertvolle Ausstattungsstücke für die Schlosskapelle stiftete. Malereien wurden eingebracht und König Wilhelm I. stiftete ein Altarkreuz.

Leider wurde durch den folgenden Bau des Südflügels der Lichteinfall in die Kapelle deutlich verringert. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde sie einige Jahre für Konzertveranstaltungen genutzt, bis sie schließlich durch Einbringen einer hohen Stahlkonstruktion in ein Büchermagazin verwandelt wurde.

In Vorbereitung der nun begonnenen Restaurierung konnte festgestellt werden, dass sowohl Teile des Stuckmarmors an den Säulen als auch der Wandmalereien unter der heutigen Oberfläche vorhanden sind.
Inwieweit wie geplant, der Zustand aus den Jahren 1868/69 in der Folgezeit durch die Tätigkeit der Restauratoren wiederhergestellt werden kann, muss die Freilegung der einzelnen Schichten zeigen.

Wer in den folgenden Wochen die Möglichkeit eines Besuches der Schlosskapelle des Weimarer Stadtschlosses nutzt, wird sicher mit interessanten Einblicken in die Vergangenheit der Kapelle rechnen können.

Stationen des Papstbesuchs in Thüringen im September 2011

Mittwoch, den 13. April 2011

Beginn und Ende des Papstbesuchs in Thüringen finden auf dem Erfurter Flughafen statt. Auf ihm trifft er während seines Aufenthalts in Deutschland vom 22. bis zum 25. September am 23. September aus Berlin kommend ein, wird von Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht begrüßt, um tags darauf in Richtung der NATO-Airbase in Lahr bei Freiburg den Freistaat wieder zu verlassen.

Inzwischen hat die Deutsche Bischofskonferenz das Besuchsprogramm vorgeschlagen und Benedikt XVI. hat dem wohl zugestimmt. Die offizielle Begrüßung des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche auf thüringischem Boden wird demzufolge im Mariendom, der Kathedrale des Bistums Erfurt erfolgen.
Der im Jahr 1182 geweihte Dom, der später bei Umbauten um gotische und barocke Elemente erweitert wurde, seinen berühmten Glasgemälde-Fensterzyklus im Chor erhielt und mit der 1497 gegossenen Gloriosa über die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt verfügt, wird diesem Ereignis ein würdiger Rahmen sein.

Das evangelische Augustinerkloster wird danach Gastort eines ökumenischen Spitzentreffens mit den Vertretern der Evangelischen Kirchen in Deutschland sein. Martin Luther, der hier etwa sieben Jahre seines Lebens als Mönch verbrachte, dürfte jedoch mit einer offiziellen Rehabilitierung weiterhin nicht rechnen können.
Als noch offen gilt die Art des Überwindens der quer durch die Altstadt Erfurts führenden Route vom Dom zum Augustienerkloster. Sollte dies im “Papamobil” erfolgen, könnten die Erfurter und ihre Gäste den Papst ganz aus der Nähe erleben.

Am späten Nachmittag wird der Besuchstag mit einem Hubschrauberflug ins Eichsfeld, zur Wallfahrtskapelle Etzelsbach zu Ende gehen.
In ihrer heutigen Gestalt als Kirche wurde sie in den Jahren 1897 bis 1898 an Stelle der zu klein gewordenen Kapelle Etzelsbach errichtet. Ihr Name leitet sich sicher vom hinter der Kapelle fließenden Etzelsbach ab.
In der heutigen Zeit findet zu ihr alljährlich eine “Pferdewallfahrt” statt, bei der die Pferde der Pilger nach dem Wallfahrtshochamt gesegnet werden.

Der Aufenthalt von Benedikt XVI. geht am 24. September mit einer zweistündigen Messe auf der Zwischenterrasse der Domtreppe vor der prächtigen Kulisse des Erfurter Domplatzes zu Ende.

Wohin bei Kinder-Events oder Klassenfahrten in Thüringen?

Donnerstag, den 7. April 2011

Kindergeburtstage oder ein Schülerausflug stehen ja meist vom Termin her fest. So besteht nur ein geringer Spielraum, sich auf bestimmte Wetterlagen einstellen zu können. Um deshalb relativ unabhängig vom Wetter ein Highlight für unsere Kinder zu schaffen, sollen hier in aller Kürze vier geeignete Stätten in Thüringen vorgestellt werden, die ein bleibendes Erlebnis versprechen.

TOLLiKIZ - das größte Kinderzimmer Mittelthüringens

Erfurts Alte Mittelhäuser Straße hält für Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahre ein sehr aktions- und abwechslungsreiches Spielerlebnis jenseits von Spielkonsole, Fernseher oder Computer bereit.
Hier wird in einem tollkühnen Kinderzimmer, in das auch die Eltern Zutritt haben, auf Trampolin, an der Kletterwand, in der Hüpfburg oder in der Tunnelrutsche ausgiebig getobt. Eine Mini-Kart-Bahn und ein Soccerfeld erlauben sportliche Wettkämpfe und im Kleinkinderbereich wird der dazu benötigte Nachwuchs vorbereitet.
Ein gemütlich gestalteter Erwachsenenbereich verkürzt den begleitenden Eltern bei Speis und Trank die Wartezeit. Geöffnet ist das TOLLiKIZ von Montag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr und an den Wochenenden von 11 bis 19 Uhr.

Kletterwald KOALA

In 07589 Lederhose erwartet ein Hochseilgarten mit über 100 Elementen und zahlreichen Parcours unterschiedlicher Schwierigkeiten neben sportlich ambitionierten Erwachsenen auch unsere Kinder.
Alle, die älter als fünf Jahre oder größer als 1,20 Meter sind, können hier von April bis in den Monat Oktober, täglich außer montags, ihr Talent beim Klettern und Hangeln erproben.
Abgesehen vom Kleinkinderparcours, der ohne Sicherheitsausrüstung begangen werden kann, garantieren Helm, Gurt, (eigene) Handschuhe, ein Sicherheitsseil und das vor Ort vorhandene Sicherheitspersonal ein unfallfreies agieren auf den Netzen und Balken, Seilen und Fässern, mit denen die unterschiedlich langen und mit unterschiedlichen Schwierigkeiten versehenen Kinderparcours ausgestattet sind.
Besonders beliebt und gern in Anspruch genommen ist dabei der Seilbahn-Spaßparcours.

Kerzenziehen in Thüringen

Sowohl im “Kerzenstall Holzdorf” in Legefeld bei Weimar als auch im “Kerzencafé Erfurt” in der Walkmühlstraße sind der Kreativität der Kinder beim Kerzenziehen und der Gestaltung von Kerzen faktisch keine Grenzen gesetzt.
Da auch die Bewirtung mit Kaffee, Kakao und Kuchen im Kerzencafé möglich ist, ist dies ein idealer Ort, um einen Kindergeburtstag zu feiern, bei dem die Gäste und das Geburtstagskind zwei Paar selbst angefertigte Kerzen mit nach Hause nehmen dürfen.

Weimarhaus

Dieses Erlebnismuseum in der Weimarer Schillersatraße ist besonders für Schülergruppen oder Schulklassen geeignet. Den Schülern wird auf einer multimedialen Zeitreise die Geschichte der Klassikerstadt nahe gebracht und ihnen wird mittels Licht-, Ton- und Videoanimation sowie Wachsfiguren und Theaterkulissen das Leben und Wirken der Vertreter der Deutschen Klassik bildhaft vorgestellt.