Auch in Thüringen hinterlässt die Fußball-WM der Frauen ihre sichtbaren Spuren
Donnerstag, den 30. Juni 2011Um hierfür den Beweis anzubringen, würde ich den Leser bitten, sich in die südlichste Gemeinde des Freistaates Thüringen, ins rund 1.000 Einwohner zählende Dorf Hellingen zu begeben. In ihm lebt ein 61-jähriger Frührentner, der eine neben seinem Wohnhaus befindliche große Scheune seit 2005 zu festlichen Anlässe wie Weihnachten oder Ostern aber auch zu Anlässen wie der gegenwärtig stattfindenden Fußball-WM der Frauen in eine gern und viel besuchte Attraktion umwandelt.
Mit wahrlich viel Talent und Geschick hat er in diesen Tagen seine Scheune zur “Fußballscheune” umfunktioniert, der bereits gemeinsam mit ihrem Eigentümer die Ehre zuteil wurde, vom DFB-Vizepräsidenten Rainer Milkoreit besucht zu werden, der dem findigen Frührentner diesem Anlass auch ein Originaltrikot der deutschen Nationalmannschaft der Frauen mit den Unterschriften aller Nationalspielerinnen überreichte.
Nachdem schon die Giebelwand mit teils beweglichen Motiven die Lust zum Eintreten erweckt, bildet im Inneren der dekorierten Scheune unter den Fahnen aller 16 teilnehmenden Nationen der 71- Jahre alte Kramer-Traktor eine Art Mittelpunkt des Geschehens. Auf ihm haben die Mitglieder der Frauen-Nationalmannschaft in Form von Puppen, die mit von den von seiner Ehefrau genähten Trikots bekleidet sind, Platz gefunden. Teilweise beweglich angeordnet, werden sie auch in dieser Form an dem am 3. Juli in Poppenhausen stattfindenden Oldtimertreffen teilnehmen.
Daneben bilden inmitten von über 100 Fußbällen weitere beweglich gestaltete Szenen aus dem Trainings- und Wettkampfalltag professioneller Fußballerinnen die sehenswerte Ausstellung, die noch bis zum 17. Juli 2011 jeweils an den Nachmittagen für Besucher geöffnet ist.
Dabei wird der Blick auf die ebenfalls vorhandene Imitation des Pokals für die siegreiche Mannschaft der WM die sicher bei allen vorhandene Hoffnung bestärken, dass er unseren Frauen bald als Original gehören möge.

