Monatsarchiv für August 2011

Ein paar Gedanken zu einem der Lieblingsthemen der Deutschen - dem Wetter

Mittwoch, den 24. August 2011

Gehören Sie auch zu denjenigen, die morgens nach dem Aufstehen zum Himmel schauen und dann das Wetter mit der Vorhersage vom Vortag vergleichen? Und dabei viel zu oft feststellen müssen, dass gerade Ihr Wohnort wahrscheinlich von der Computerprognose ausgeklammert wurde, weil statt Sonnenschein der Regen plätschert oder das Thermometer am Fenster heute scheinbar keine Lust hat, die vorhergesagten Temperaturen anzuzeigen?
Ja, dann beneidet man förmlich die “Wetterfrösche” darum, dass deren Prognosen von jeder Gewährleistungspflicht ausgeschlossen sind, und sie sich am nächsten Tag nicht einmal dafür entschuldigen müssen, dass statt der angekündigten +25°C gerade mal mickrige +18°C erreicht wurden oder die angekündigte Schlechtwetterfront statt heute erst am übernächsten Tag vorbei schaut.

Aber gut, da wir alle wissen “irren ist menschlich” und in Bezug auf Wettervorhersagen auch die Computer den Status der Menschen einzunehmen scheinen, sehen wir das zum Glück nicht ganz so dramatisch und vertrauen wohl auch hier und da mal einer vom Großvater übernommenen Wetterregel - die allerdings dann auch nicht immer stimmt.

Was mich persönlich zur Zeit jedoch viel mehr stört, ist der Umgang mit den, wie ich finde, viel zu oft und auch zu Unrecht gebrauchten Übertreibungen und auf Wirksamkeit bedachten Äußerungen.
Da wird mittlerweile jedes Sommergewitter zum Unwetter hoch stilisiert, fast jeder angekündigte Regenguss erhält eine Warnung vor Hagelschlag und extremen Niederschlagsmengen und die Ankündigung einer sommerlichen Temperatur von +30°C wird mit einer Hitzewarnung und einem Abgleiten in die Tropenwelt verbunden.
Und selbst im Winter ist es bereits bei -3°C “bitter” kalt und Temperaturen um den Nullpunkt lassen uns gehörig “bibbern”. Schließlich sollten auch starke Schneefälle mit Verwehungen wenigsten fünf Zentimeter Neuschnee produzieren.

Um hierbei keine falsche Meinung entstehen zu lassen - dieses von mir beanstandete Verhalten betrifft nicht nur die Mitarbeiter in den Wetterstationen und -studios, sondern auch die Medien aller Art.
Eines scheint mir dabei recht gefährlich zu sein. Wird diese Tendenz so weitergeführt oder gar noch verstärkt, gewöhnen sich die Menschen recht schnell an den ganz “normalen” Umgang mit Begriffen wie Warnung, Unwetter oder extrem. Sollte es dann aber mal wirklich ernst werden und die Natur tatsächlich “verrückt spielen” wird kaum jemand eine derartige Meldung ernst nehmen und sein Verhalten wirklich darauf einstellen.
Oder irre ich mich da? Wie sehen Sie das?

Ein neuer “Dreinschlag” wird die Drei Gleichen erhellen

Donnerstag, den 18. August 2011

Nur noch zwei Tage, dann ist es wieder einmal soweit. Am Sonnabend, den 20. August anno 2011 werden die “Drei Gleichen” nach längerer Pause wieder einen Dreinschlag in ihre Gemäuer erleben, wie er sich im Jahre 1231 ereignet haben soll.

Die Legende berichtet, dass anno 1231 in der letzten Mainacht, nach einem warmen Frühsommertag sich ein schweres Unwetter ereignet haben soll. Der Nachthimmel über der hügeligen Landschaft hatte sich durch die teifhängenden schweren Gewitterwolken völlig verfinstert. Er wurde nur von zuckenden Blitzen erhellt, auf die gewaltige Donnerschläge folgten. Als die Anwohner aus Sorge um ihre Gehöfte ins Freie eilten, geschah das Unfassbare. Ein einziger Blitz erhellte für kurze Zeit die Nacht und setzte auf einen Schlag die drei auf unterschiedlichen Hügeln postierten Burgen in Brand. Kurze zeit später standen alle drei wie leuchtende Fackeln in der Nacht und deren Feuerschein spiegelte sich gespenstisch in dem unterhalb der Burgen gelegenen See wider.

Seit dieser Nacht, in der die Mühlburg, die Wachsenburg und die Burg Gleichen durch einen Blitz zugleich ein Opfer dessen Flammen wurden, erhielten sie und die sie umgebende Landschaft den Namen “Die Drei Gleichen” - so jedenfalls erzählt die Sage. Und dass diese zumindest nicht gänzlich aus der Luft gegriffen scheint, belegt die unstrittige Tatsache, dass die drei Burgen weder gleich aussehen noch jemals den gleichen Besitzer hatten.

Nun wird am späten Abend des 20. August dieses Szenario mit einem “Dreinschlag” nachgestellt. Mit Hilfe einer Lasershow, der Illumination der Wachsenburg der Mühlburg und der Burg Gleichen und einer pyrotechnischen Inszenierung mit einem dramatischen Abschluss wird den sicher zahlreichen Betrachtern dieses Spektakels ein Eindruck davon vermittelt, was sich in jener Nacht vor 780 Jahren hier abgespielt haben könnte.

Begleitet wird das Ereignis dieses “geplanten Gewitters” von einem spektakulären Programm, welches von den Veranstaltern des Events, der Gemeinde Drei Gleichen und der Wachsenburggemeinde auf Gut Ringhofen bei Mühlberg geboten wird. Ein Open-Air-Konzert “Classic meets Rock” bereitet auf das Ereignis vor, ein mittelalterlicher Geleitzug führt dann die Besucher zum Aussichtsplatz und wenn es schließlich drein geschlagen hat, kann mit der Gruppe Vital noch bis in die frühen Morgenstunden abgetanzt werden.

Schließlich verbindet die Gemeinde Schwabhausen ihre 1225-Jahr-Feier auf dem Festgelände am Kirchberg ebenfalls mit diesem “gewittrigen” Höhepunkt.
Alles in allem lohnt auch kommendes Wochenende wieder ein Kurztripp nach Thüringen, um bei diesem besonderen Spektakel live dabei zu sein.

Südturm der Marienkirche Mühlhausen kann ab sofort bestiegen werden

Mittwoch, den 10. August 2011

Was bisher nur bei einigen Sonderführungen möglich war, wird seit dem gestrigen Montag nun zu einer wöchentlich wiederkehrenden Regelmäßigkeit. An jedem kommenden Montag kann nämlich pünktlich um 14 Uhr der mächtige Süd- oder Mittelturm der Marienkirche bis zur Höhe der Turmbläser-Etage bestiegen werden und kann von dort oben die spektakuläre Aussicht über die Stadt Mühlhausen genossen werden.

Der Turm der Marienkirche, dessen Höhenangaben zwischen 86,50 Meter und 86,95 Meter schwanken, ist der höchste Kirchturm des Freistaates Thüringen und das mit ihm verbundene Bauwerk der gotischen Kirche St. Marien gilt nach dem Erfurter Dom als zweitgrößtes Gotteshaus des Landes.
Dabei trifft der Begriff des “Gotteshauses” nur noch bedingt zu, denn bereits 1975 wurde die Kirche säkularisiert und wird seitdem außer zu Gottesdiensten zu bestimmten Anlässen in verschiedenen Ausstellungsbereichen museal aber auch für Konzertveranstaltungen genutzt.
Ab 1990 erfolgte auch eine umfassende Renovierung und Sanierung des gesamten Gebäudes.

Außer der nun jeweils montags möglichen Besteigung des Turmes ist die Besichtigung der Marienkirche, allerdings kostenpflichtig, ganzjährig möglich.
Dabei kann sich der Besucher sowohl von den Türmen, Portalen und Fassaden als auch von der überwiegend aus dem Mittelalter stammenden prächtigen Ausstattung der hauptsächlich im 14. Jahrhundert erbauten Kirche faszinieren lassen.
Dabei fiel St. Marien von je her eine bedeutende Rolle zu. In ihr wurden die kaiserlichen Rechtsentscheidungen verkündet, der Bauernführer Thomas Müntzer predigte hier, Fürstentage fanden statt und Johann Sebastian Bachs Ratswahlkantate erklang in ihr zum ersten Mal.

Der nunmehr zum Aufstieg freigegebene mächtige Mittelturm zierte nicht von Anfang an den Kirchenbau.
Ursprünglich schmückten die fünfschiffige Hallenkirche nur die zwei kleineren Türme, die sich jetzt rechts und links des Mittelturms befinden. Erst wenige Jahre vor der einsetzenden Reformation wurde mit dessen Bau begonnen, der aber vorerst nicht über den Unterbau hinaus kam.
Nach dem Bauernkrieg erhielt dieser einen provisorischen Fachwerkturm, der 1689 einen Brand zum Opfer fiel. Kurze Zeit danach wurde ein massiver aber ebenfalls noch kleinerer Oberbau errichtet, der erst in den Jahren zwischen 1898 bis 1903 durch den heutigen, knapp 87 Meter hohen neugotischen Turm ersetzt wurde.

Vieles dreht sich heute um Wellness - was aber verbirgt sich dahinter?

Freitag, den 5. August 2011

Ob Wellnesslandschaft, Wellnesshotel, Wellnessurlaub oder Wellness Oase, ob Medical Wellness, Beauty Wellness oder Physio Wellness - Wellness begegnet uns heute in vielfältiger Form und wird inzwischen mit so manchem in Verbindung gebracht, was mit dem Begriff von Wellness nur über Umwege in Zusammenhang zu bringen ist.

Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde der Begriff Wellness in den USA als ein zusammengesetztes Wort basierend auf den Begriffen Well-being und Fitness und Well-being und Happiness definiert. Da der Begriff jedoch urheberrechtlich nicht geschützt wurde, hat sich das Verständnis für Wellness immer wieder leicht verändert oder positiv gesehen auch weiterentwickelt.
So galt in den USA anfänglich ein Zustand aus Wohlbefinden und Zufriedenheit als Hauptbestandteil von Wellness, während gegenwärtig die Methoden und Anwendungen zur Erhöhung des körperlichen, geistigen und seelischen Wohlbefindens im Vordergrund stehen. Dabei spielt der Aspekt des Genießens eine zunehmende Rolle.

So umfasst die Wellness-Branche heute nahezu alles, was auf eine bewusste, gesundheitsfördernde Lebensweise abzielt; von der bewussten Bewegung über die bewusste Ernährung bis hin zur bewussten aktiven und passiven Nutzung von Entspannungs-Methoden.

Selbstverständlich bieten auch die landschaftlich reizvollen Urlaubsregionen in Thüringen eine Vielzahl von Wellness-Momenten an. Ob im Thüringer Wald oder in der Rhön, im Eichsfeld oder im Thüringer Vogtland, im Werratal oder im Thüringer Becken, Wellnesshotels oder Urlaubs-Hotels mit Wellness-Oasen, Thermen mit Wellness-Bereichen oder Kurorte mit Wellness- und Aktivangeboten sind fast überall zu finden.

Dann sollten also all diejenigen, die gesund genussvoll leben möchten nicht zögern und hin und wieder ein Wellnessangebot, in welcher Form auch immer, fürs eigene Wohlbefinden nutzen.