Monatsarchiv für Oktober 2011

Wenn die Kraniche ziehen

Freitag, den 28. Oktober 2011

Manch Älterer unter uns erinnert sich sicherlich noch an den im Jahr 1957 produzierten sowjetischen Film, der unter diesem Titel ein Familienschicksal in der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges schildert.
Auslöser für diese Erinnerung könnten die jährlich an den Ufern des Kelbraer Stausees zu beobachtenden Kraniche sein, die hier in großen Schwärmen eine Rast auf ihrem langen Weg ins südliche Europa einlegen.
Jedes Jahr zwischen September und November finden sich hier tausende der stolzen Vögel ein, die sich tagsüber auf den umliegenden Äckern an den liegen gebliebenen Körnern eine kleine Fettreserve anfressen, um ihren Weiterflug erfolgreich fortsetzen zu können. Nachts schlafen sie am liebsten am Rand des Stausees auf den leicht überfluteten Wiesen der Goldenen Aue, wodurch Störungen ihrer Ruhe weitestgehend ausgeschlossen sind.

Um dieses beeindruckende Schauspiel möglichst vielen interessierten Menschen erlebbar zu machen, finden in jedem Jahr zu dieser Zeit geführte Wanderungen statt, bei denen eine Beobachtung der bis zu 40.000 zur gleichen Zeit rastenden Kraniche möglich wird. Allerdings ist eine Annäherung auf weniger als 500 Meter kaum möglich, denn dann ergreifen die scheuen Tiere die Flucht.

Wie bereits in den vergangenen Jahren führte anlässlich des “Tag des Kranichs 2011″, der dieses Mal auf den 22. Oktober fiel, der Harzklub-Zweigverein Auleben e.V. eine von Aulebener Schloss führende Rund-Wanderung auf drei verschiedenen Routen zu den Kranichen durch. Bei sehr schönem Wetter führte diese vorüber an den weidenden Auerochsen und den kleinen Konikpferdchen in die Nähe der Rastplätze der Vögel auf den Auenwiesen. Die lauten Rufe der Kranichgemeinschaft gaben dabei ständig die richtige Richtung an. Keiner der Wanderfreunde wurde von dem sich bietenden beeindruckenden Schauspiel enttäuscht und die mitgebrachten Ferngläser wanderten dabei von Hand zu Hand.

Am und im Schloss Auleben, dessen Eigentümer einst Wilhelm und Theodor Humboldt waren, und das heute noch über eine zu besichtigende Humboldtstube verfügt, gingen die Wanderungen auf den unterschiedlich langen Routen bei einem deftigen Imbiss oder bei hausgebackenem Kuchen und diversen Getränken zu Ende. Wer noch mehr über das Verhalten der Kraniche erfahren wollte, der bekam die Möglichkeit, sich einen interessanten, vom Harzklub erstellten Film anzuschauen.
Bleibt nur noch dem Harzklub Auleben ein herzliches “Danke schön” zu sagen für die Organisation und Durchführung dieser gelungenen Veranstaltung.

Weihnachten wirft seinen Schatten voraus

Dienstag, den 25. Oktober 2011

In den Supermärkten sieht man es schon allenorten, dass es bis Weihnachten nicht mehr all zu lange hin sein kann. Und wenn Weihnachten nicht mehr fern ist, beginnt auch die zeit der Weihnachtsmärkte. Neben dem Christkindlesmarkt in Nürnberg oder dem Striezelmarkt in Dresden zählen alljährlich auch Thüringer Weihnachtsmärkte zu den schönsten und bekanntesten in Deutschland. Allen voran ist sicher der Erfurter Weihnachtsmarkt zu nennen, der auf dem Domplatz mit dem Erfurter Dom und der Severikirche im Hintergrund eine fantastische Kulisse bildet.
Und da eben dieser Weihnachtsmarkt zu den bekanntesten in Deutschland gehört, löckt er Jahr für Jahr 1000de Besucher aus dem In- und Ausland nach Thüringen. Wer von weither anreist und sich die Strapazen auf der Autobahn ersparen will, der kann auch bequem mit dem Flieger anreisen. Günstige Flüge von und nach Thüringen finden sich am Flughafen Erfurt Weimar mit Air Berlin, Lufthansa, Cirrus oder Germania sowie an den umliegenden Airports in Leipzig, Dresden oder Hannover.
Wer die Flughäfen von Erfurt oder Weimar zur Weihnachtszeit ansteuern möchte, der sollte sich jedoch rechtzeitig um einen Flug bemühen. Schließlich gehören die Advent-Wochenenden neben der Zeit des Krämerbrücken Festes zu den besucherstärksten Tagen in Erfurt.

Auf Liszt folgt Luther

Montag, den 24. Oktober 2011

Bestimmte 2011 mit dem Themenjahr “Franz Liszt - Ein Europäer in Thüringen” das kulturelle Leben in Thüringen, so plant der Freistaat für das Jahr 2012 ein Themenjahr mit dem Titel “Reformation und Musik“. Dabei wird sich Thüringen als Kernland der Reformation darstellen und mit etwa 200 Veranstaltungen würdig in die bis zum Jahr 2107 verlaufende Lutherdekade der Evangelischen Kirche Deutschlands einordnen.
Thüringens Kultusminister Matschie erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Reformation mit ihren Chorälen und Liedern einen wichtigen Grundstein für die europäische Musikkultur gelegt habe.

So sollen im Rahmen des Themenjahrs 2012 mehrere Festivals und Konzertreihen an bedeutende Musiker wie Bach und Telemann erinnern und soll die Vielfalt von Chor- und Gesangsbüchern in Ausstellungen dokumentiert werden.
Anlässlich der Eröffnung des Themenjahrs am 18. Januar 2012, soll in der Erfurter Thomaskirche ein neues Luther-Chorbuch mit zeitgenössischen Vertonungen von Texten des Reformators vorgestellt werden.

Unabhängig vom geplanten Themenjahr aber trotzdem recht passend zum gleichen Thema, kann in diesem Zusammenhang auf die Anfang September diesen Jahres erfolgte Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels an sieben Lutherstätten in Thüringen verwiesen werden. Dabei geht es bei diesem Siegel nicht um die Architektur eines bestimmten Bauwerks, sondern um dessen ideelle Bedeutung für Demokratie und europäische Identität und Einheit.
Die Auszeichnungen gingen an die um das Jahr 1180 erbaute Georgenkirche Eisenach, in der Luther um das Jahr 1500 mehrfach predigte und an das über 500 Jahre alte Lutherhaus in Eisenach in dem Luther zur etwa gleichen Zeit Lateinschüler war. Weiter gehören zu den ausgezeichneten Stätten das Collegium maius an der Erfurter Universität, das Augustinerkloster Erfurt sowie die St. Bartholomäi-Kirche in Altenburg. Schließlich vervollständigen die Wartburg und das Panorama-Museum in Bad Frankenhausen die Einrichtungen in Thüringen, die wesentliche Lebensstationen Luthers nachzeichnen.

Neben den sieben Lutherstätten in Thüringen wurden 15 weitere Reformationsstätten in neun Bundesländern mit dem Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.

Kommt es wirklich so schlimm?

Mittwoch, den 12. Oktober 2011

Diese Frage muss erlaubt sein, wenn man den gestern vom Bauminister Christian Carius (was hat der wohl mit der Bevölkerungsentwicklung zu tun?) in Erfurt vorgestellten Demografiebericht 2011 zur Kenntnis nimmt.
Die vom Landesamt für Statistik aus den Daten des Bundesamtes für Statistik errechneten Prognose-Werte für das Land Thüringen ergeben eine mehr als düstere Zukunft was die Bevölkerungsentwicklung betrifft.

So wird die Einwohnerzahl in Thüringen ebenso wie die in Sachsen-Anhalt im Zeitraum bis zum Jahr 2030 um 17,5 Prozent und in den kommenden 50 Jahren um katastrophal klingende 40 Prozent zurück gehen. Das bedeutet im Klartext einen Rückgang der Bevölkerung von zur Zeit etwa 2,2 Millionen auf rund 1,8 Millionen im Jahr 2030 und auf rund 1,35 Millionen im Jahr 2060. Diese vorausgesagte Entwicklung hat ihre Ursache zu circa 15 Prozent in einer weiteren Abwanderung und zu rund 85 Prozent in einer zu niedrigen Geburtenrate.
Während heute die Frauen in Thüringen im Durchschnitt je 1,46 Kinder - und damit immerhin mehr als im Bundesdurchschnitt - bekommen, wären etwa vier Kinder pro Frau erforderlich, um die zu erwartenden Sterbefälle auszugleichen.
Diese erschreckend wirkenden Zahlen haben ihre Ursache auch dem Umstand zu verdanken, dass die Zahl der jungen Frauen, die in Thüringen leben werden, in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich um weitere 100.000 auf nur noch 280.000 zurückgehen wird.

Was die regional unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung innerhalb Thüringens betrifft, so ist diese unter den Gesichtspunkt einer weiter fortschreitenden Landflucht zu sehen. Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern könnten demnach mit einer wesentlich günstigeren Entwicklung rechnen, wobei auch hierbei die Ausnahmen die Regel bestätigen. Dies wird am Beispiel Suhls deutlich, für das ein Bevölkerungsschwund in den nächsten 20 Jahren um über 40 Prozent prognostiziert wird. Ein Einwohnerzuwachs wir dagegen für Erfurt, Jena, Weimar, Hildburghausen und Nordhausen erwartet.

Was die vorhersehbare Veränderung der Altersstrukur betrifft, so wird die Zahl der 20- bis 25-Jährigen weiter stark zurückgehen, während sich der Anteil der über 80-Jährigen wesentlich erhöht. Der gravierendste Anstieg des Durchschnittsalters wird für den Kyffhäuserkreis mit plus 20 Jahren und für die Stadt Suhl mit plus 12 Jahren erwartet.

Bleibt also als Schlussfolgerung und Beantwortung der eingangs gestellten Frage nur die Antwort mit einem klaren “Ja”. Es sei denn, man würde sich dazu durchringen, in Thüringen für einige Jahre den Fernsehempfang einzustellen und die Nutzung des Internet zu untersagen. Vielleicht würde dann die Geburtenrate… ?

Thüringenurlaub im Herbst

Sonntag, den 9. Oktober 2011

Der Thüringenurlaub bietet viele Möglichkeiten eine traumhafte Zeit in wunderschöner Landschaft zu verbringen. Gerade im Herbst, wenn sich die Bäume färben kann man die letzten wärmenden Sonnenstrahlen bei schönen Wandertouren und Ausflügen, in der unberührten Natur genießen. Abschalten vom stressigen Alltag, endlich frei durchatmen, die Aussicht und die schönsten Plätze genießen und nach einem herrlichen Tag an dem man vieles gesehen und erlebt hat, in einem rustikalen Gasthof die kulinarischen Köstlichkeiten der Region genießen, was gibt es schöneres? In Thüringen, dem Thüringer Wald und der Rhön gibt es zahlreiche Wander- und Radwege auf denen man diese schöne Region Deutschlands am besten erkunden kann. Wer nicht durch die Natur wandern oder radeln möchte, kann auch eine Städtetour machen. Gerade im Herbst ist vieles in den Städten herbstlich schön geschmückt und ein Urlaub in Thüringen kann auch in den schönsten Städten der Region schön sein, wie in Erfurt, Weimar, Jena oder Eisenach. Hier wird kulturell vieles geboten und die Städte haben zahlreiche lohnenswerte Sehenswürdigkeiten. Zwischen den einzelnen Orten erwarten den Reisenden wunderschöne hügelige Landschaften und urige Waldgaststätten, die mit Thüringer Spezialitäten den Urlaub auch für Leib und Seele perfekt machen.

Nächtigungsmöglichkeiten in Thüringen
Übernachtungsangebote für einen Urlaub gibt es in Thüringen genug. Für jeden Anspruch wird sich die passende gemütliche Unterkunft finden lassen, egal ob Ferienwohnung, Ferienhaus oder Hotels, die Auswahl ist riesig. Eine komfortable Ferienwohnung und eine gemütliche Pensionen können den Urlauber genauso begeistern, wie luxuriöse Hotels mit Wellnessangeboten, Sauna und Pool. Im rustikalen Ferienhaus ist man unter sich, unabhängig von vorgegebenen Essenszeiten und kann die Ruhe der Natur und die wunderschöne Landschaft im Herbst genießen.