Auf dem Thüringer Klimaweg

Am 30. März 2012 war es soweit - eine bunte Schar von etwa 100 Wanderfreunden, zu der auch der als Schirmherr der Wanderung fungierende Landrat des Ilmkreises Dr. Benno Kaufhold gehörte, begab sich auf die offizielle Erstbewanderung des Klimaweges in Geraberg.
In der reizvollen Mittelgebirgslandschaft von prächtigen Mischwaldbeständen und bis etwa 900 Meter hohen Bergen wurde der Thüringer Klimaweg im Rahmen eines touristischen Förderprogramms der Freistaates Thüringen angelegt.
Unterstützung erfolgte außerdem von zahlreichen Betrieben aus der Umgebung, dem Deutschen Wetterdienst und auch von Privatpersonen.

Die Standardroute des Klimawegs hat eine Länge von 6,1 Kilometern und beginnt in der Nähe mehrerer Parkplätze im Ostteil der Gemeinde Geraberg. Nach einem Flachstück zum “Einlaufen” erfolgt ein erster kleinerer Anstieg nach etwa einem Kilometer Fußmarsch, der aber im Vergleich zu dem am Kilometer drei folgenden Anstieg ein wahres Kinderspiel darstellt. Immerhin sind dabei auf kurzer Distanz etwa 100 Höhenmeter zu bezwingen, wobei am Ende der Steigung an der Schwedenhütte so mancher Wanderfreund zu spüren glaubte, dass hier oben die Luft schon merklich “dünner” geworden ist. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, den Anstieg auf einer ebenfalls markierten, flacheren Ausweichroute zu umgehen.

Etwa 20 Informationstafeln geben auf dem mit einem “K” gekennzeichneten und als Lehrpfad gestalteten Klimaweg anschaulich Auskünfte über bestimmte außergewöhnliche Wettererscheinungen, deren Auswirkungen auf das Gebiet Thüringens und über Klimadaten und Klimaveränderungen. Zusätzlich zu dem am Deutschen Thermometermuseum in Geraberg befindlichen Großthermometer, dem weltgrößten Stab-Ausdehnungsthermometer, dessen Standort vom Klimaweg tangiert wird, wurde in der Nähe des Sportplatzes am Klimaweg ein zweites 11,11 Meter hohes Flüssigkeitsthermometer errichtet. Obwohl am Tag der Eröffnung des Wegs die Skalenbeleuchtung noch fehlte und die Anlage um das Riesenthermometer noch nicht sehr gepflegt und unvollendet erschien, wird seine imposante Erscheinung sicher künftig zu den Höhepunkten einer Begehung des Lehrpfades werden.

Als Fazit dieser Erstbegehung bleibt für mich persönlich die Erkenntnis, dass es sich lohnt, den Weg in Ruhe und ungestört in absehbarer Zeit nochmals zu absolvieren, um dabei die zahlreichen verfügbaren Informationen besser aufnehmen und verarbeiten zu können, wobei es darüber nachzudenken lohnt, so “ganz nebenbei” dann auch dem Deutschen Thermometermuseum einen Besuch abzustatten.

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