Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

Restaurierung der Schwarzburger Waffensammlung abgeschlossen

Freitag, den 9. Dezember 2011

Die Schwarzburger Waffensammlung und das diese einst beherbergende Zeughaus stehen seit Donnerstag, den 08. Dezember 2011 wieder für ein zu eröffnendes Museum mit einer historischen Waffensammlung bereit. Die Sanierung des Zeughauses, ein Bau mit weißer Fassade und zwei haubenbewehrten Türmchen, wurde bereits im Frühlahr 2011 abgeschlossen und dabei streng darauf geachtet, dass mit traditionellen Techniken und der Verwendung geeigneter Materialien ein Raumklima geschaffen wurde, das die spätere Einlagerung der wertvollen historischen Waffensammlung problemlos ermöglicht.

Nun ist auch die einst im Zeughaus deponierte, aus etwa 3500 Einzelstücken bestehende wertvolle Waffensammlung im Verlauf von etwa drei Jahren aufwendig restauriert worden. Lediglich etwa 100 herausragende Stücke, unter anderem Fahnen und Sättel warten noch auf eine kostenintensive vollständige Restaurierung.
Entstanden ist die Waffensammlung aus dem Bestand der Rüstkammer im Schwarzburger Schloss, der erstmals 1453 erwähnt wurde. Zu den damaligen Steinbüchsen, Schwertern und Hakenrohren kamen im Laufe der Jahre Geschützrohre und Geschütze sowie Waffenbestände aus dem Bauernaufstand des Jahres 1525 hinzu. Außerdem wurden sie in das Zeughaus der Schlossanlage umgelagert und wuchsen, ergänzt durch über 200 Degen, Munition und seltene Stücke wie beispielsweise den Prunkharnisch des Schwedenkönigs Gustav Adolf, Pikenierharnische aus dem Deißigjährigen Krieg oder kunstvoll verzierte Armbrüste und Jagdbüchsen auf etwa 3000 Stück im Jahr 1708 an.
1925 wurde das Land Thüringen Eigentümer der nun museal genutzten Sammlung.

Durch mehr oder weniger glückliche und zufällige Umstände blieb der größte Teil der Sammlung von der Aufnahme in die an die Sowjetunion zu erbringenden Reparationsleistungen verschont. Seit dem Jahr 1962 werden rund 300 der Exponate in der Zeughausausstellung auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt dem Publikum präsentiert.

Die Besonderheit der nun wieder ausstellungsfähig gewordenen Schwarzburger Waffensammlung liegt weniger in der Größe ihres Bestandes, als vielmehr in der Tatsache, dass sie als die erste fürstliche Schausammlung von Waffen im deutschsprachigen Raum anzusehen ist und damit zu den bedeutendsten historischen Waffensammlungen weltweit gehört.

In den nun folgenden Jahren ist es erforderlich, für die Aufnahme der notwendigen Infrastruktur des Museums, einschließlich Kassen und Toiletten, das ehemalige Torhaus der Schlossanlage wieder neu entstehen zu lassen. Dafür und für die weitere erforderliche Inneneinrichtung des Zeughauses sind rund fünf Millionen Euro von Nöten, die zumindest zum Teil aus Spenden erbracht werden müssen.
Bei einer optimistischen Betrachtung aller noch zu realisierenden Maßnahmen und deren Finanzierungsmöglichkeiten ist mit der Präsentation der kompletten Sammlung im Zeughaus des Schlosses Schwarzburg nicht vor dem Jahr 2015 zu rechnen.
Vielleicht ergeben sich bis dahin auch Möglichkeiten, Schloss Schwarzburg insgesamt wieder attraktiver zu gestalten.

Weiterführende Informationen zu der Schwarzburger Waffensammlung finden sich unter anderem hier:

Traumhafte Fotomotive

Dienstag, den 22. November 2011

Erst vor Kurzem neigte sich die Zeit der bunten Bäume und farbenprächtigen Wälder dem Ende, da erwarten den Besucher wieder zauberhafte Fotomotive in einem Thüringenurlaub. In dieser und der kommenden Woche werden nämlich die zahlreichen Weihnachtsmärkte in Thüringen ihre Pforten öffnen. Der meistfotografierte Weihnachtsmarkt ist sichert der in der Landeshauptstadt Erfurt. Ob vor dem Anger1 oder vor der atemberaubenden Kulisse des Erfurter Doms, dieser Weihnachtsmarkt zählt zu den bekanntesten und schönsten in ganz Deutschland.
Das Urlaubsland Thüringen bietet aber auch zahlreiche weitere Märkte, die mit ihren Tannenbäumen und Pyramiden sowie den weihnachtlich geschmückten Buden und Karussells beliebte Fotomotive sind. Wem ein ganz besonders schöner Schnappschuss gelungen ist, der möchte diesen natürlich auch gern zur Schau stellen. Beispielsweise bei allesrahmen.de gibt es hierfür das richtige Zubehör. Egal ob kunterbunter Herbstwald oder verschneiter Weihnachtsmarkt dort findet sich bestimmt ein passender Rahmen.
Wer weder im Herbst noch zu Weihnachten in Thüringen war (was eigentlich nur an fehlendem Urlaub liegen kann, weil man eigentlich immer gern nach Thüringen reist) für den bietet auch der Winter traumhafte Fotomotive. Die erste Wahl wird zu dieser Zeit sicher auf den Thüringer Wald treffen. Mit seinen verschneiten Bergen und sich unter der Schneelast biegenden Tannen bietet ein Urlaub im Thüringer Wald Jahr für Jahr romantische Motive für das Familienalbum.
Untern Strich lässt sich jedenfalls feststellen, dass die Zeit für eine Fotosafari durch Thüringen kaum günstiger sein könnte.

Ostpro-Messe findet am kommenden Wochenende in Erfurt statt

Donnerstag, den 3. November 2011

Manch einer tut die Besinnung auf das alltägliche Leben in der ehemaligen DDR als nostalgische Schwärmerei oder gar als Stasi-verherrlichendes Gebaren ab. Warum aber soll sich ein Mensch, der Jahrzehnte im Osten Deutschland gelebt und gearbeitet hat, nicht gern und auch positiv über bestimmten Dingen in diesem Lebensabschnitt äußern, die er dabei als gut und erhaltenswert wahrgenommen hat.
Wenn ich zum Beispiel an die in der DDR hergestellten und verfügbaren Lebensmittel denke, fällt mir so manches Produkt ein, was ich zumindest in den Jahren nach der Wende vermisst habe und über das ich mich später gefreut habe, als es wieder auf dem Markt erschien. Und vieles davon schmeckt mir heute noch ausgenommen gut und kann die zahlreichen Konkurrenzprodukte meist erfolgreich hinter sich lassen.

Dass es dabei nicht nur mir so ergeht, beweist die seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführte Messe für Ostprodukte, die Ostpro, die am kommenden Wochenende erstmals in der Thüringenhalle Erfurt stattfindet. Damit wird der bisherige Veranstaltungsort in den Hallen der Erfurter Messe verlassen und die erwarteten rund 150 Unternehmen aus den neuen Bundesländern können ihre Produkte, Spezialitäten und Dienstleistungen unter dem Motto “Schauen, Kosten und Kaufen” einem breiten Publikum präsentieren.
Neben Lebens- und Genussmitteln zählen auch Bekleidung, Kosmetika, Spielwaren, Porzellan, Möbel, Haushaltwaren aber auch Sanierungsangebote für Wohnungs- und Hauseigentümer zum Messe-Angebot.

Für nur zwei Euro Eintritt - allein diese Größenordnung weckt bei mir positive Erinnerungen an vergangene Jahre - sind am kommenden Sonnabend und Sonntag auch zahlreiche Unternehmen und Produkte aus Thüringen auf der Ostpro in Erfurt ausfindig zu machen, wobei die beliebten Strickwaren aus Apolda jeweils um 14.00 Uhr sogar ihre eigene Modenschau erhalten. Aber auch der Goldmännchen-Tee, die Altenburger Liköre oder die leckeren Bratwürste brauchen sich wie viele andere Produkte keineswegs zu verstecken.

Und mit der Teilnahme von Unternehmen aus Russland, Polen, Armenien und Tschechien macht die Osrpro die Besucher darauf aufmerksam, dass der Osten an der Oder-Neiße-Grenze noch nicht zu Ende ist.

Thüringen mit dem Auto erkunden

Mittwoch, den 2. November 2011

Ein Urlaub in Thüringen und somit im Herzen Deutschlands steht ohne Zweifel in der Gunst der Reisenden recht weit oben. Zum einen locken die zahlreichen kultur-historisch bedeutsamen Städte wie die Landeshauptstadt Erfurt, die Goethe- und Schiller-Stadt Weimar, der Technologiestandort Jena oder Eisenach, die Stadt der Wartburg und Wirkungsstätte von Martin Luther. Zum anderen fasziniert Thüringen, das ja auch den Beinamen „Grünes Herz von Deutschland“ trägt durch eine einzigartige landschaftliche Vielfalt. Ob Thüringer Wald, südlicher Harz, Hainich, Rhön oder Thüringer Becken; in Thüringen finden sich die verschiedensten Landschaftsformen.
Wer all das auf eigene Faust erkunden will, der muss sein Transportmittel schon sorgfältig auswählen. Sind die Städte mit dem öffentlichen Nahverkehr noch sehr gut vernetzt, sieht es da beispielsweise im Thüringer Wald oder dem Schiefergebirge schon etwas anders aus. Hier würde sich eigentlich eine Reise mit dem Fahrrad empfehlen. Dies setzt jedoch voraus, dass das Wetter mitspielt und man genügend Zeit hat, um alle interessanten Orte zu erkunden. Die erste Wahl des Reisemittels wird da wohl auf das Auto treffen. Schließlich ermöglicht der Pkw größtmögliche Flexibilität und Unabhängigkeit im Thüringenurlaub. Dank zahlreicher Autovermietungen in den Thüringer Städten, kann die Anreise auch individuell mit der Bahn oder auch dem Flugzeug erfolgen. In Thüringen angekommen muss man nur noch den passenden Mietwagen abholen, den man sich eventuell im Vorfeld bereits bei einem Autovermietung Preisvergleich ausgesucht hat, und schon kann der Urlaub beginnen. Sofern man für längere Zeit in einer Stadt bleiben will, kann man den Mietwagen dort für einige Tage abgeben und sich einen neuen Wagen nehmen, wenn man eine andere Stadt erkunden möchte. Das schont den Geldbeutel und so bleibt die Urlaubskasse für andere Aktivitäten gefüllt.

Wenn die Kraniche ziehen

Freitag, den 28. Oktober 2011

Manch Älterer unter uns erinnert sich sicherlich noch an den im Jahr 1957 produzierten sowjetischen Film, der unter diesem Titel ein Familienschicksal in der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges schildert.
Auslöser für diese Erinnerung könnten die jährlich an den Ufern des Kelbraer Stausees zu beobachtenden Kraniche sein, die hier in großen Schwärmen eine Rast auf ihrem langen Weg ins südliche Europa einlegen.
Jedes Jahr zwischen September und November finden sich hier tausende der stolzen Vögel ein, die sich tagsüber auf den umliegenden Äckern an den liegen gebliebenen Körnern eine kleine Fettreserve anfressen, um ihren Weiterflug erfolgreich fortsetzen zu können. Nachts schlafen sie am liebsten am Rand des Stausees auf den leicht überfluteten Wiesen der Goldenen Aue, wodurch Störungen ihrer Ruhe weitestgehend ausgeschlossen sind.

Um dieses beeindruckende Schauspiel möglichst vielen interessierten Menschen erlebbar zu machen, finden in jedem Jahr zu dieser Zeit geführte Wanderungen statt, bei denen eine Beobachtung der bis zu 40.000 zur gleichen Zeit rastenden Kraniche möglich wird. Allerdings ist eine Annäherung auf weniger als 500 Meter kaum möglich, denn dann ergreifen die scheuen Tiere die Flucht.

Wie bereits in den vergangenen Jahren führte anlässlich des “Tag des Kranichs 2011″, der dieses Mal auf den 22. Oktober fiel, der Harzklub-Zweigverein Auleben e.V. eine von Aulebener Schloss führende Rund-Wanderung auf drei verschiedenen Routen zu den Kranichen durch. Bei sehr schönem Wetter führte diese vorüber an den weidenden Auerochsen und den kleinen Konikpferdchen in die Nähe der Rastplätze der Vögel auf den Auenwiesen. Die lauten Rufe der Kranichgemeinschaft gaben dabei ständig die richtige Richtung an. Keiner der Wanderfreunde wurde von dem sich bietenden beeindruckenden Schauspiel enttäuscht und die mitgebrachten Ferngläser wanderten dabei von Hand zu Hand.

Am und im Schloss Auleben, dessen Eigentümer einst Wilhelm und Theodor Humboldt waren, und das heute noch über eine zu besichtigende Humboldtstube verfügt, gingen die Wanderungen auf den unterschiedlich langen Routen bei einem deftigen Imbiss oder bei hausgebackenem Kuchen und diversen Getränken zu Ende. Wer noch mehr über das Verhalten der Kraniche erfahren wollte, der bekam die Möglichkeit, sich einen interessanten, vom Harzklub erstellten Film anzuschauen.
Bleibt nur noch dem Harzklub Auleben ein herzliches “Danke schön” zu sagen für die Organisation und Durchführung dieser gelungenen Veranstaltung.