Archiv der Kategorie ‘Sport‘

Die schönsten Radwanderwege in Thüringen

Freitag, den 16. März 2012

Bald beginnt sie wieder - die Zeit der Radwanderer, die mit ihrem eigenen oder auch angemieteten fahrbaren Untersatz per Muskelkraft (die inzwischen durch eine mögliche Unterstützung mittels eines zusätzlichen Motors zu minimieren ist) ihre Heimat oder ihr Urlaubsgebiet erkunden werden.
Thüringen ist dazu bestens geeignet, verfügt es doch über eine Vielzahl an Radwegen, die sich entweder auf das Gebiet des Bundeslandes beschränken oder dieses durchkreuzen.

Einer der bekanntesten dürfte wohl der Rennsteig-Radwanderweg sein, der zum großen Teil parallel zu seinem berühmten Namensgeber, dem Rennsteig-Höhenwanderweg verläuft. Nicht jeder möchte ihn auf seiner ganzen Länge von 195 Kilometern bewältigen und kann sich so zwischen Hörschel und Blankenstein bestimmte Etappen selbst auswählen. Als Tipp ist hinzuzufügen, dass die zu überwindenden Höhenunterschiede nicht so dramatisch sind, wie man annehmen könnte, denn mehr als drei Viertel der Wegstrecke verläuft zwischen 700 und 850 Meter Höhe.

Ein Radweg der neben einer beeindruckenden Natur besonders viele bekannte aber auch weniger bekannte Sehenswürdigkeiten berührt, ist der Ilmtal-Radweg. Er verläuft zwischen Allzunah am Rennsteig und Kaatschen-Weichau an der Saale auf einer Strecke von 125 Kilometern und bietet zwischen Start- und Zielort über 600 Meter Höhenunterschied. Auf dieser Strecke lassen sich das Schaubergwerk in Langewiesen ebenso erkunden wie die Klassikerstätten in und um Weimar oder das Wielandgut in Oßmannstedt.

Mit dem etwa nur 32 Kilometer langen Unstrut-Werra-Radweg bietet sich eine Radtour für eventuell nur einen Tag an. Zu überwinden sind etwa 200 Meter Höhenunterschied. Je nach persönlicher Interessenlage stehen hierbei die Müntzer-Gedenkstätte in Mühlhausen, der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich, das Opfermoor bei Niederdorla oder auch die Burg Normannstein bei Treffurt für einen Abstecher zur Auswahl.

Zwischen dem Rennsteig- und dem Unstrut-Radweg verläuft auf 75 Kilometer Länge der Gera-Radwanderweg. Er bietet dem Radler die Möglichkeit, entlang des Flusses Gera mit Arnstadt und Erfurt die beiden ältesten Städte Thüringens kennenlernen zu können. Daneben kann das an der Strecke liegende Barockschloss Molsdorf besucht werden und ist der Blick auf das Burgenensemble der Drei Gleichen zu genießen.

Schließlich sollen wenigstens dem Namen nach noch der fast 200 Kilometer lange Saale-Radwanderweg, der etwa 300 Kilometer lange Werratal-Radweg, der wesentlich kürzere Orla-Radwanderweg und der auf weiten Teilen durch Thüringen führende Unstrut-Radweg Erwähnung finden.
All diese und weitere regionale Radwanderwege in Thüringen erwarten nun wie jedes Jahr wieder die “Ritter der Pedalen”.

Eine Woche Winterferien lockt in den Schnee

Mittwoch, den 1. Februar 2012

In wenigen Tagen ist es wieder soweit - vom 06. bis zum 11. Februar haben die Schüler in Thüringen Gelegenheit, den in diesem Winter erst recht spät gefallenen Schnee für ihre Freizeitaktivitäten zu nutzen. Da die gegenwärtigen, meist zweistelligen Minusgrade auf kein nahendes Tauwetter schließen lassen, sollte der Ferientermin also gerade richtig liegen.

Was aber ist den Schülern in dieser kommenden Woche zu empfehlen?
Wer Kenntnisse in den Wintersportdisziplinen erlangen oder festigen und erweitern möchte, dem wäre ein Besuch in einer der Ski- und Snowboardschulen anzuraten. Sie bieten besonders in dieser Ferienwoche meist zusätzliche Kurse für Kinder und Jugendliche an und können unter anderem in Neuhaus am Rennweg, Masserberg, Steinach oder Tabarz genutzt werden.

Einen ganz besonderen Ferienspaß verspricht das in Cursdorf, Oberhof und in Siegmundsburg angebotene Snowtubing. Bei diesem können sich sowohl Jung als auch Alt auf aufgeblasenen Kunststoffreifen auf eine rasante Talfahrt begeben, wobei speziell in Siegburg vier eingebaute Steilkurven für ein extra Spektakel sorgen. Hier, wie auch in Neuhaus a.R. erleichtert ein Schlepplift den Weg zum jeweiligen Neustart.

Wer dagegen zu den ganz mutigen Wintersportlern zählen will, dem steht einer Teilnahme am Skispringen für Jedermann ab acht Jahre im Wintersportort Lauscha nichts im Weg.
In Gruppen zu sechs bis 15 Personen werden Kurse für einen oder zwei Tage angeboten. Diese beginnen entweder mit einigen Sprüngen mit Sicherung am Seil im benachbarten Steinach oder bei entsprechender Selbsteinschätzung direkt mit einem freien Sprung, der natürlich von einem ausgebildeten Trainer begleitet wird.
Zu bemerken bliebe für dieses Angebot jedoch, dass eine Teilnahme nicht ohne Kosten möglich ist.

Das Erleben eines besonderen Highlights des Winters verspricht der Besuch der Deutschen Meisterschaft im Schlittenhunderennen am 11. und 12. Februar in Frauenstein am Rennsteig. Neben dem Beobachten der über 1.000 Schlittenhunde und der Rennen selbst können an die Vierbeiner auch Streicheleinheiten vergeben werden. Kindern ab acht Jahre steht außerdem die Teilnahme an einem Kinderrennen offen.

Also dann frohe Ferien und allen Schülern sei geraten, nicht an dem täglich zu vernehmenden “Gejammere” der Älteren über die “große Kälte” teilzunehmen.

Wirtschaftsausschuss des Landtages besuchte Oberhof

Freitag, den 7. Oktober 2011

Geht es nun endlich los? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, die aktiv oder passiv mit dem Geschehen in und um Oberhof verbunden sind, bereits seit längerem. Nachdem nach einer Phase mehr oder weniger hilfreicher Diskussionen das Handlungskonzept “Wintersport- und Tourismuszentrum Oberhof” im vergangenen Jahr verabschiedet wurde, war es um Oberhof und seine Probleme wieder recht ruhig geworden.
Das soll nun, nachdem am zurückliegenden Dienstag der Wirtschaftsausschuss des Thüringer Landtages mit seinem Ausschussvorsitzenden Gerold Wucherpfennig im Ort weilte, schnell anders werden. Die Voraussetzungen zur Umsetzung des vorliegenden Handlungskonzeptes seien nun geschaffen, wobei auch die Frage der Bezuschussung mit nötigen Geldern durch das Land geklärt worden sei.

Vorrang solle dabei zunächst der Umbau und die Wiederinbetriebnahme der Rennsteigtherme haben. In zwei Etappen soll sie Ende 2012 beziehungsweise im Lauf des Jahres 2013 ihren Betrieb wieder aufnehmen. Parallel dazu werde an der Schaffung des neuen Stadtzentrums gearbeitet, wobei der Schwerpunkt hierbei in den Kernbereichen Stadtplatz und Kurpark liege.
Der Ausbau des Fallbachhanges als alpines Skigebiet wird ebenso in Angriff genommen, zumal das Problem der Versorgung der geplanten Beschneiungsanlagen mit Wasser nun geklärt werden konnte.
Schließlich stehe auch die Erweiterung der Sportstätten am Grenzadler mit auf der Liste der abzuarbeitenden Maßnahmen.

Scheinen jetzt auch viele der bisherigen Probleme geklärt zu sein, so sollte es nun darauf ankommen, geeignete Strukturen für die Koordination und Durchführung der erforderlichen Maßnahmen zu schaffen. Urlauber, Sportler und Sportbegeisterte und nicht zuletzt die bewohner Oberhofs selbst hoffen darauf, dass Oberhof dann bald wieder die Rolle übernehmen kann, die dem beliebten Wintersport- und Ferienort zusteht: Touristischer Aushängeschild des Landes Thüringen zu sein.
Wer sich vom Fortschreiten der Arbeiten selbst überzeugen möchte, dem sein ein Urlaub in Oberhof oder in einem der anderen Urlaubsorte im Thüringer Wald empfohlen. Eine Liste mit Unterkünften wie Hotels, Wellnesshotels und Pensionen im Thüringer Wald findet sich hier.

Auch in Thüringen hinterlässt die Fußball-WM der Frauen ihre sichtbaren Spuren

Donnerstag, den 30. Juni 2011

Um hierfür den Beweis anzubringen, würde ich den Leser bitten, sich in die südlichste Gemeinde des Freistaates Thüringen, ins rund 1.000 Einwohner zählende Dorf Hellingen zu begeben. In ihm lebt ein 61-jähriger Frührentner, der eine neben seinem Wohnhaus befindliche große Scheune seit 2005 zu festlichen Anlässe wie Weihnachten oder Ostern aber auch zu Anlässen wie der gegenwärtig stattfindenden Fußball-WM der Frauen in eine gern und viel besuchte Attraktion umwandelt.

Mit wahrlich viel Talent und Geschick hat er in diesen Tagen seine Scheune zur “Fußballscheune” umfunktioniert, der bereits gemeinsam mit ihrem Eigentümer die Ehre zuteil wurde, vom DFB-Vizepräsidenten Rainer Milkoreit besucht zu werden, der dem findigen Frührentner diesem Anlass auch ein Originaltrikot der deutschen Nationalmannschaft der Frauen mit den Unterschriften aller Nationalspielerinnen überreichte.

Nachdem schon die Giebelwand mit teils beweglichen Motiven die Lust zum Eintreten erweckt, bildet im Inneren der dekorierten Scheune unter den Fahnen aller 16 teilnehmenden Nationen der 71- Jahre alte Kramer-Traktor eine Art Mittelpunkt des Geschehens. Auf ihm haben die Mitglieder der Frauen-Nationalmannschaft in Form von Puppen, die mit von den von seiner Ehefrau genähten Trikots bekleidet sind, Platz gefunden. Teilweise beweglich angeordnet, werden sie auch in dieser Form an dem am 3. Juli in Poppenhausen stattfindenden Oldtimertreffen teilnehmen.

Daneben bilden inmitten von über 100 Fußbällen weitere beweglich gestaltete Szenen aus dem Trainings- und Wettkampfalltag professioneller Fußballerinnen die sehenswerte Ausstellung, die noch bis zum 17. Juli 2011 jeweils an den Nachmittagen für Besucher geöffnet ist.
Dabei wird der Blick auf die ebenfalls vorhandene Imitation des Pokals für die siegreiche Mannschaft der WM die sicher bei allen vorhandene Hoffnung bestärken, dass er unseren Frauen bald als Original gehören möge.

Gleitschirmfliegen in Thüringen

Dienstag, den 17. Mai 2011

Eine noch junge, zugegebenermaßen zumindest was die Kosten für die Ausbildung, das Fluggerät und die erforderliche Ausrüstung betreffen, nicht ganz billige Sportart, ist das Gleitschirmfliegen, das oft auch als Paragleiten bezeichnet wird.
In Europa etwa seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts modern geworden, wurde es anfangs als eine Art Sturzflug von steilen Berghängen praktiziert. Es dauerte jedoch nicht lange, bis dieser attraktive Sport, der unvergleichliche Momente des Gefühls der Freiheit und berauschende Bilder aus der Luft vermitteln kann, sowohl was die Ausrüstung als auch seine unterschiedlichen Techniken betrifft, seine heutigen Formen der Ausübung angenommen hat.

Hauptunterschiede stellen die Bedingungen am Start und die Position des Startenden dar.
So kann der Start von Hang eines Berges oder an einem steilen Küstenabschnitt erfolgen, wobei für den anschließenden Flug größtenteils nur thermische Aufwinde nutzbar sind. Im Unterschied dazu ermöglicht der Start in der Ebene mittels Seilwinde die Nutzung sowohl thermischer als auch dynamischer Aufwinde.
Als Startpositionen sind Vorwärts- oder Rückwärtsstart, mit oder gegen den Aufwind denkbar.

Der Sportler hängt während des Fluges durch Leinen verbunden in einem Gurtzeug unter dem Gleitschirm und verwendet für seine Orientierung in der Luft meist Variometer und GPS-Gerät.
Für die sichere Ausübung dieses Sports ist eine entsprechende Ausbildung mit abschließender Prüfung und dem Erhalt einer Lizenz erforderlich, die man ab einem Alter von 16 Jahren erlangen kann.
Eine Sonderform des Gleitschirmfliegens bildet das Motorschirmfliegen.

Den Einstieg in diese attraktive Sportart findet oftmals über einen Tandemflug statt, der als eine Art “Schnupperangebot” dient.
Wie in vielen Gegenden Deutschlands hat das Gleitschirmfliegen inzwischen auch im Land Thüringen eine erstaunliche Verbreitung erreicht. Das belegen unter anderem die zahlreichen ausgewiesenen Orte, an denen dieser Sport ausgeübt werden kann.

Einige davon sollen stellvertretend kurz erwähnt werden.
Jena und Crawinkel bei Erfurt, Altenbeuthen am Hohenwartestausee, Saalfeld an der Rohrbahn, Sondershausen am Frauenberg oder Lauterbach am Harsberg - von jedem Startplatz aus wird der Gleitschirm dem Sportler herrliche Blicke auf die reizvollen Landschaftsformen Thüringens ermöglichen.
Und wer der Meinung ist, in seinem Bekannten- oder Freundeskreis einer Person ein besonderes Erlebnis zukommen lassen zu wollen, der könnte dies durchaus mit einem Gutschein für einen Tandem-Gleitschirmflug tun.