Drei schöne Tage im Unstrut-Hainich-Kreis
Montag, den 7. Mai 2012Um es gleich vorweg zu nehmen - das Wetter meinte es mehr als gut mit uns, als ich gemeinsam mit meiner Ehefrau den Start in den Wonnemonat Mai im Unstrut-Hainich-Kreis verbrachte.
Der erste Tag gehörte einem Besuch der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen. Beeindruckend die verschiedenen, oft an die tausend Jahre alten Kirchen, die erbaut aus einem hellen, Travertin genannten Kalkstein ein imposantes Erscheinungsbild ergeben. Kleiner Wermutstropfen für uns, die wir sehr gern das Innere von Kirchen besuchen, das einige von ihnen als artfremdes Museum dienen und somit ohne Eintrittsgeld nicht zu besichtigen waren.
Entlang der schönen Fußgängerzone fanden wir ohne Probleme auch das, was wir zur Stärkung und Abkühlung von innen her benötigten.
Den zweiten Tag verbrachten wir in der Kleinstadt Bad Langensalza, wo wir in einer hübschen Pension auch unser Quartier gefunden hatten. Die fast durchgängig erhaltene Stadtmauer mit den vielen Wehrtürmen und einigen Stadttoren aber auch der Marktplatz mit dem Rathaus sowie die kleinen Gassen mit ihren oft windschiefen Fachwerkhäuschen machen das Fluidum dieser Kurstadt aus. Sehens- und hörenswert sind die Melodie des Glockenspiels am Rathaus, das einen Figurenumlauf der Herren Salza, Hufeland und Klopstock am Giebel täglich um 12.00 und 18.00 Uhr begleitet.
Unser Hauptinteresse galt natürlich den vielen Gärten, die wir bisher nur aus den Beschreibungen kannten. Kleiner als erwartet aber trotzdem sehenswert zeigte sich der Schlosspark am Friederickenschlösschen. Zu unseren Highlights erklärten wir das sehr informativ und vielseitig gestaltete Arboretum und den wunderbar angelegten und sehr gepflegt erscheinenden Japanischen Garten. Der Rosengarten präsentierte sich am Tag seiner saisonalen Eröffnung infolge der noch fehlenden Blüten etwas schmucklos, bietet aber ebenfalls eine sehr schöne Anlage, die zur Zeit der Rosenblüte sicher recht attraktiv wirkt.
Ohne Begründung blieben an diesem Tag der Naturgarten BUND und der Traco Park leider geschlossen. Dieser Umstand und das Erscheinungsbild des Botanischen Gartens trübten leider ein wenig den ansonsten guten Gesamteindruck. Relativ ungepflegt, lieblos wirkend und ohne die erwartete Vielfalt zeigte sich dabei der Botanische Garten, den wir zu unserem persönlichen Pech auch noch als Schlusspunkt unserer Besichtigungstour gewählt hatten.
Am Abreisetag stand ein Besuch des Baumkronenpfads an der Thiemsburg auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein und dem frischen und jungen Grün der zu durchstreifenden Baumwipfel ein unvergessliches Erlebnis.
Mit zahlreichen Informationen am Wegesrand (aber ohne Absturzgefahr), einigen Attraktionen wie der Hängebrücke oder der Baumklettererstation zur Auflockerung und dem Besteigen des 44 Meter hohen Aussichtsturms war dieser Rundgang in den Kronen der Bäume ein prächtiger Abschluss unserer Stippvisite im Unstrut-Hainich-Kreis.

