Orangerie in Gotha soll in neuem Glanz erstrahlen

Nach einer wechselhaften und nicht nur erfreulichen Vergangenheit, stehen die Sterne für die Orangerie in Gotha wieder besser. Das bereits Mitte 2006 in einer Fernsehshow gewonnene Preisgeld für die Sanierung der Gothaer Orangerie wurde nun, im November 2007, zumindest teilweise ausgezahlt und kann so endlich für die Sanierung genutzt werden. Erste Erfolge sollen bereits Ende 2008 der Öffentlichkeit präsentiert werden, wenn der Südflügel als Schau- Orangerie seine Tore öffnet. Die vollständige Sanierung wird dann jedoch noch nicht abgeschlossen sein. Diese wird weitere finanzielle Mittel und viel Geduld bedürfen.

Die Ursprünge der barocken Orangerie in Gotha gehen übrigens auf einen herzoglichen Küchengarten zurück, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Als erstes Gebäude wurde das südliche Treibhaus errichtet. Anschließend wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts das Lorbeerhaus fertig gestellt. Gut 20 Jahre später wurden die Arbeiten an dem Orangenhaus und dem nördlichen Treibhaus abgeschlossen. Im Krieg beschädigt und nach dem Krieg vorübergehend als Bibliothek genutzt, wurde im zwischenzeitlich sanierten Lorbeerhaus ab 1960 ein Café betrieben, das 1985 seine Pforten allerdings wieder schließen musste. Somit wurde die Orangerie in Gotha mehr als 50 Jahre nicht in ihrer eigentlichen Bestimmung genutzt, und das obwohl es sich um eine der bedeutendsten Orangerien des 18. Jahrhunderts handelt.

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