Seit dem 28. August 1722 wurde das jährliche
Schießen mit der Armbrust auf einen hölzernen
Vogel zum eigentlichen Anliegen dieses Festes. Begleitet von Märkten,
Theateraufführungen, Spielen und Feuerwerken, von Musikanten,
Feuerschluckern und Gauklern fand das Rudolstädter Vogelschießen
in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens statt. Viel später
erst kamen die Schausteller mit Karusellen, Schaukeln und Kettenfliegern
hinzu, von denen einige noch jetzt neben Achterbahn oder Autoscooter
das Publikum amüsieren.
Bis in die frühen 50er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts
fand das Vogelschießen auf dem Oberanger statt. Dann erfolgte
der Umzug auf die südöstlich des Stadtzentrums befindliche
Bleichwiese und bereits in den Jahrzehnten der ehemaligen DDR entwickelte
sich das Volksfest zu einem überregionalen Ereignis.
1996 wurde der Platz vergrößert und bald wurden jährlich
bis zu 500.000 Besucher gezählt, die das an neun Tagen
im August stattfindende Fest besuchten.
Nun ist auch Platz vorhanden für große
attraktive Fahrgeschäfte, die im jährlichen Wechsel zu
den bei Jung und Alt beliebtesten Attraktionen zählen. Aber
auch die kleinen Highlights wie der Bieranstich, das Skatturnier
oder die Live-Musik und die Eventgastronomie in den Festzelten gehören
zum festen Bestandteil des Vogelschießens. Dieses selbst findet
in alter Tradition mit der Armbrust am letzten Wochenende statt,
an dem auch ein Festumzug unter Teilnahme verschiedener Schützenvereine
die Besucher aus Nah und Fern erfreut.
12 Jahre fehlen noch (Stand 2010), bis das Rudolstädter Vogelschießen
sein 300. Jubiläum feiern kann. Bis dahin und sicher auch darüber
hinaus wird die hier gebotene Vielfalt und der dem Fest eigene Charme
weiterhin die Besucher nach Rudolstadt
locken und in ihren Bann ziehen. Warum also nicht einen spontanen
Kurzurlaub in Thüringen
bzw. ein verlängertes Wochenende in Rudolstadt verbringen.
Zu sehen und zu erleben gibt es genug.
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und Ereignisse in Thüringen »
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