Ursprünglich fand der Zwiebelmarkt
auf dem Frauenplan und in der heutigen Schillerstraße statt.
Nachdem im Jahr 1872 eine "Zwiebelmarktordnung" erlassen
wurde, fand er seither regelmäßig an ein bis drei Tagen
im Oktober statt, wobei er sich vom Frauenplan auf weitere Plätze
und Straßenzüge der Weimarer Altstadt ausdehnte. Heute
sind der Marktplatz, Goethe-, Herder- und Theaterplatz sowie der
Schlossvorplatz fest in das Geschehen integriert.
Zum bleibenden Symbol des Marktes hat sich der ursprünglich
von den Heldrunger Zwiebelbauern kunstvoll gestaltete Zwiebelzopf
entwickelt, der sich bis heute einer großen Beliebtheit erfreut.
Er verfügt über eine eigene kleine Geschichte. So wurde
die Zwiebelrispe im Jahr 1886 für 20 Pfennige zum Kauf angeboten,
zu Zeiten der ehemaligen DDR waren die begehrten Zwiebelzöpfe
oft früh am Morgen bereits ausverkauft und heute findet jährlich
ein Wettstreit um den längsten Zwiebelzopf statt, dessen Erlös
bei einer abschließenden Versteigerung einem guten Zweck zugeführt
wird.
Mittlerweile lebt der Weimarer
Zwiebelmarkt von und mit weiteren Traditionen. So wird die Eröffnung
regelmäßig mit dem Anschnitt eines großen Zwiebelkuchens
vollzogen, dessen würziges Aroma gemeinsam mit denen des Speckkuchens
und der Thüringer Bratwurst den Appetit der Besucher anregen.
Das Zwiebelinchen stellte lange Zeit das Maskottchen des Volksfestes
dar und wird noch heute vor allem von den kleinsten Marktbesuchern
als beliebtes Bastelobjekt geschätzt. Bei den Kindern erfreut
sich übrigens das Kinderzwiebelfest auf dem Kulturhof
Mon Ami einer großen Beliebtheit.
Seit 1990 wird auch eine Zwiebelmarktkönigin gekürt,
die gern Auskünfte zur Geschichte des Weimarer Zwiebelmarktes,
zu Besonderheiten der Zwiebel und zu den beliebtesten Zwiebelgerichten
gibt.
Nun sollte sich der Besucher, der vielleicht zum
ersten Mal zu diesem Anlass nach Weimar kommt (wie übrigens
bis zu 300.000 weitere Gäste), den Markt nicht ausschließlich
von Zwiebeln beherrscht vorstellen. Neben den zahlreichen, meist
prachtvoll geschmückten Verkaufsständen mit mancherlei
markttypischen Erzeugnissen, finden auf zahlreichen Bühnen
und auf den Plätzen und Straßen vielgestaltige kulturelle
Veranstaltungen und Aktivitäten statt. Sie reichen vom Mittelaltermarkt
und Volksbelustigungen wie dem Riesenrad über Kleinkunst und
Comedy bis hin zu den Klängen von Jazz, Blues, Rock oder Volksmusik.
Wer sich sportlich beweisen möchte, der kann am fest in den
Zwiebelmarkt integrierten Stadtlauf teilnehmen und ein großes
Feuerwerk bildet einen der Höhepunkte des beliebten Thüringer
Volksfestes.
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und Ereignisse in Thüringen »
Unterkünfte für einen Urlaub in Weimar
(mit Sterne-Restaurant)
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Das hochausgezeichnete Restaurant
mit dem einzigen Sterne-Restaurant in ganz Thüringen (Stand
2007) befindet sich im Herzen der Goethe- und Schillerstadt
Weimar. Das 5-Sterne Hotel ist von Apolda etwa 20 km bzw. weniger
als eine halbe Autostunde entfernt. |
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Das Wellnesshotel ist gut 10 km
von der Glockenstadt Apolda entfernt und erfreut sich aufgrund
seiner zentralen Lage einer großen Beliebtheit. Neben
der Therme und des Kurparks befinden sich auch die Trinkhalle,
die Solequelle und das Gradierwerk in unmittelbarer Nähe
zum Hotel. |
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