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Seit mehr als tausend Jahren ist in dem flachen Gebiet zwischen
Plothen im Osten und den Orten Dreba, Knau und Bucha im Norden
beziehungsweise Westen, das Vorhandensein großer Wasserflächen
und Teiche bekannt. Den früher hier ansässigen Mönchen
ist es zu verdanken, dass sie durch ihren Bedarf an Fisch an den
zahlreichen Fastentagen dazu veranlasst wurden, immer mehr kultivierte
Teiche anzulegen. Die Zahl der Plothener Teiche erreichte
schließlich eine Größenordnung von um die 2000.
Heute sind in dem bequem über die Autobahn A9 und die Abfahrt
Dittersdorf zu erreichenden Natur- und Landschaftsschutzgebiet noch
etwa 550 Teiche unterschiedlichster Größe vorhanden.
Als sogenannte Himmelsteiche werden sie fast ausschließlich
durch das in dieser Gegend reichlich fallende Regenwasser gespeist.
Viele sind untereinander durch Gräben verbunden.
In dem zuweilen mit der finnischen Seenlandschaft verglichenen Gebiet,
besteht auf zahlreichen Wald- und Wanderwegen die ideale Möglichkeit,
die Ruhe der Natur zu genießen und sich bei Wanderungen, beim
Radfahren, Reiten oder Angeln zu entspannen und zu erholen.
Dabei kann die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt beobachtet werden,
die sich besonders durch die Artenvielfalt der Vögel
auszeichnet. So finden Kiebitze und Spechte, Haubentaucher und Graureiher
sowie der Schwarzstorch und der Fischadler die für sie geeigneten
Reviere.
Mit einer Wasserfläche von 28 Hektar ist der Hausteich das
hier größte Gewässer. An seinem Ufer befinden sich
ein Badestrand, ein Campingplatz
(externer Link zur Website des Campingplatzes an den Plothener Teichen),
eine Jugendherberge sowie das allerdings nur mittwochs geöffnete
Informationszentrum. Seinen Namen verdankt der Teich dem
über 300 Jahre alten, auf Pfählen ruhende Teichhaus, das
inzwischen liebevoll restauriert wurde und unter Denkmalschutz steht.
Sowohl an ihm, wie auch an zahlreichen anderen Plothener Teichen
vorbei, führt ein Naturlehrpfad durch die einmalige
Landschaft. Auf einer wählbaren Länge von fünf oder
neun Kilometern kann der Naturfreund auf seiner Tour über Wiesen
und durch Fichtenwälder, vorbei an mehreren Schutzhütten
und Beobachtungspunkten und mit Unterstützung vieler Informationstafeln
die Schönheiten und Besonderheiten des Plothener Teichgebiets
erkunden.
Im Herbst, wenn begonnen wird die ersten Teiche abzulassen, ergibt
sich die Gelegenheit, das Plothener Starenwunder zu beobachten.
Tausende Stare beziehen dann ihre nächtlichen Rastplätze
auf ihrem Zug nach Süden.
Die Region bietet den Touristen auch zahlreiche Möglichkeiten
zur Übernachtung. In Gasthöfen und auf Bauernhöfen
ist dies ebenso möglich wie in Privatunterkünften oder
auf einem Reiterhof. In den kleinen Dörfern lädt die ländliche
Gastronomie dazu ein, in guter Qualität seinen Appetit und
Durst zu stillen. Dabei mundet ein Karpfen aus einem der Plothener
Teiche besonders gut.
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