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Die Schwarza entspringt wenige Kilometer
westlich von Neuhaus am Rennweg und von Lauscha
in unmittelbarer Nähe zum Rennsteig
im Thüringer
Wald auf etwa 720 Meter Höhe. Ihr Quellwasser, welches
im Sommer wie im Winter mit konstanter Temperatur von +6°C das
Tageslicht erblickt, sprudelte ursprünglich aus einer eingefassten
Quelle. Inzwischen hat sie sich jedoch eine andere, wenige
Meter entfernte Austrittsöffnung gesucht, deren Wasser sich
nach etwa 300 Meter mit dem des Habichtsbachs vereint.
Etwa einen Kilometer danach wird der noch jungfräuliche Lauf
der Schwarza bereits gestoppt, indem sie östlich der Gemeinde
Scheibe-Alsbach eine kleine Talsperre bildet und durchfließt.
Diese dient der Niedrigwasseraufhöhung und der Trinkwasserversorgung.
Die schwarzbraune Färbung des Wassers der
Schwarza in ihrem Oberlauf, die von ihrem dunklen, erzhaltigen Bodengrund
herrührt und durch den dichten Bewuchs ihrer Uferzone unterstützt
wird, gab dem Fluss seinen Namen. Wenige Kilometer danach, bei der
Ortschaft Goldisthal, betreibt das Wasser der Schwarza Deutschlands
größtes Wasserkraftwerk und das gleichzeitig erste drehzahlgeregelte
Pumpspeicherwerk Europas. Im weiteren Verlauf, nach dem Passieren
des Ortes Katzhütte, fließt ihr Wasser durch das etwas
über 50 Kilometer lange Schwarzatal.
In diesem, als eines der schönsten Flusstäler
Thüringens bezeichneten Abschnitt ist die Schwarza von einem
naturnahen Lebensraum mit Steilhangabschnitten mit meist
kühlem und feuchtem Waldbewuchs umgeben und hat sich zumindest
teilweise den Charakter eines Wildbaches bewahrt.
Damit hat sich das Tal der Schwarza, als eines der ältesten
Naturschutzgebiete Thüringens zu einem touristischen Highlight
entwickelt, dessen Attraktivität mit dem Naturlehrpfad "Heinrich
Cotta", einem Olitätenwanderweg und dem Vorhandensein
der artenreichsten Schmetterlingspopulation Europas noch
erheblich aufgewertet wird.
Die Ufer der Schwarza, die in ihrem relativ kurzem
Verlauf von weniger als 55 Kilometer etwa 50 Zuflüsse aufnimmt,
waren in früheren Jahren durch die vorhandenen Erzlagerstätten
von Eisen, Kupfer, Silber und Gold von Eisenhämmern, Pochwerken
und vielen Mühlen besetzt. Noch heute gilt die Schwarza als
goldreichster Fluss Deutschlands, an dem laut Überlieferung
im 16. Jahrhundert bis zu vier Tonnen reines Gold gewonnen wurde.
Dagegen wurde der Holzreichtum entlang der Schwarza zur Harzgewinnung
und der Holzverarbeitung in Pechsiedereien, Sägewerken und
im häuslichen Handwerk genutzt. Ab dem späten 18. Jahrhundert
siedelten sich im Schwarzatal dann erste Porzellanmanufakturen an,
die teilweise bis heute, beispielsweise mit der Manufaktur in Sitzendorf,
einen wichtigen Erwerbszweig darstellen.
Bei ihrem Verlauf durch das Tal fließt die
Schwarza bei Obstfelderschmiede an der Talstation der bei Touristen
hoch geschätzten Oberweißbacher
Bergbahn vorüber und begleitet dann die von Katzhütte
kommende, durch Sitzendorf in Richtung Schwarzburg führende
Schwarzatalbahn auf ihrem Weg. In Schwarzburg umfließt
die Schwarza in einem Bogen das hoch über ihr thronende Schloss
Schwarzburg, was sich leider außer dem bereits restaurierten
Kaisersaal noch größtenteils als Ruine darstellt. Danach
fließt die Schwarza durch das nun breitere Tal in Richtung
Bad
Blankenburg, die Stadt, die jährlich ein Lavendelfest veranstaltet.
Kurz danach erreicht der Fluss den Rudolstädter Ortsteil Schwarza,
bei dem die vorüber fließende Saale
einen Bogen in Richtung Westen beschreibt, so als wolle sie der
hier in sie mündenden Schwarza ein Stückchen entgegen
kommen.
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Unterkünfte in der Nähe der Schwarza
(3 Sterne)
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Das mit 3 Sternen ausgezeichnete
Hotel liegt in dem heilklimatischen Kurort Masserberg, inmitten
des Thüringer Waldes. Das Hotel zeichnet sich unter anderem
durch ein eigenes Restaurant, einen Aussichtsturm und den unweit
vom Hotel verlaufenden Rennsteig aus. |
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