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Das aus dem Eichsfeld
kommende und in Richtung der Unstrut dahin plätschernde Flüsschen
Helme nimmt unterwegs auch aus dem Harz kommende kleinere Wasserläufe
auf. Um bei Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen zu
verhindern, dass dadurch die Hochwassergefahr im Tal der Goldenen
Aue stark zunimmt, wurde in den Jahren 1962 bis 1966 zwischen
Berga und Kelbra eine Talsperre errichtet.
Vor ihrem reichlich 4 Kilometer langen Hauptdamm, der sich 7 Meter
über die Talsohle erhebt, bildete sich innerhalb kurzer Zeit
ein etwa 6 Quadratkilometer großer Stausee.
Der Stausee Kelbra war geboren. Südlich der Autobahn
A38, zwischen Nordhausen
und Sangerhausen gelegen, verläuft durch den Stausee die Landesgrenze
zwischen Sachsen-Anhalt und dem Freistaat
Thüringen.
Mit einer mittleren Wassertiefe von nur 3,5 Meter dient er neben
der Fischerei und Bewässerung vor allem der Erholung und sportlichen
Betätigung.
Von der kleinen Stadt Kelbra, im Osten des Stausees
gelegen, sind bequem der lange Sandstrand mit dem Strandbad und
der etwa 300 Stellplätze bietende Campingplatz mit einer
eigenen Hafenanlage, zu erreichen.
Der Badestrand besitzt einen FKK-Bereich, verfügt über
einen Ruder- und Tretbootverleih, eine Wasserrutsche und einen kleinen
Streichelzoo. Segler und Windsurfer finden auf dem See oft ideale
Bedingungen vor. Der Besuch des Strandbades ist seit kurzem unentgeltlich
möglich.
Auf dem Campingplatz werden in den Sommermonaten Bungalows und Wanderhütten
zur Vermietung angeboten. Ein Restaurant und ein Imbiss sichern
eine gute Versorgung der zahlreichen Camper und Tagesgäste.
Surf- und Segelschulungen können besucht werden und Kutterfahrten
finden statt.
In den vergangenen Jahren wurde der Stausee Kelbra darüber
hinaus als sehr gutes Badegewässer eingestuft, was seine Stellung
als beliebtes Freizeit- und Naherholungsgebiet in Thüringen
sogar noch steigerte.
Wer eine Radtour um den Stausee durchführen
möchte, kann den angebotenen Fahrradverleih nutzen. Damit ist
auch ein Abstecher in die Kleinstadt Kelbra zu verbinden, die schon
seit dem 13. Jahrhundert Stadtrecht genießt. Sehenswert sind
einige historische Gebäude wie das Rathaus, Teile des bereits
im 12. Jahrhunderts erbauten Storkauer Hofs oder die aus dem 9.
Jahrhundert stammende Kirche St. Martin. Nicht zu vergessen der
schöne Fachwerkbau der Apotheke.
Eine hübsche Promenade führt aus der Stadt hinaus in Richtung
Kyffhäusergebirge,
in dem das Kyffhäuserdenkmal
und die Barbarossahöhle
einen Besuch wert sind. In etwa je knapp 20 Kilometer Entfernung
sind die Sehenswürdigkeiten in und um Bad
Frankenhausen und das Erlebnisbergwerk und das Residenzschloss
in Sondershausen zu erreichen. Weitere interessante Ausflugsziele
stellen die Heimkehle Uftrungen, als eine der eindrucksvollsten
und größten deutschen Karsthöhlen und die Königspfalz
Tilleda, als einzige vollständig ausgegrabene Pfalz, dar.
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