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Im Jahr 2000 begann der Bau des bis heute letzten
großen Talsperrenprojekts in Deutschland, das gleichzeitig
als eines der größten Bauvorhaben der letzten 20 Jahre
gilt. Die nahe des Ortes Unterweißbach gelegene Talsperre
Leibis-Lichte staut mit der Lichte einen relativ kleinen Nebenfluss
der Schwarza. Obwohl
die Planungen für dieses Projekt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung
in Teilen Thüringens und zum Hochwasserschutz bereits in den
70er Jahren des zurückliegenden Jahrhunderts begannen, führten
Streitigkeiten zwischen Befürwortern und Gegnern der Talsperre
und zwischenzeitlich veränderte Rahmenbedingungen zu dieser
langen Vorbereitungszeit.
Voraussetzung war die vollständige Beseitigung
des etwa 100 Einwohner zählenden Dorfes Leibis im Stauraum
der Talsperre und die Umsiedlung von dessen Bewohner, die 1999 abgeschlossen
war.
Von 2002 bis 2005 erfolgte der Bau der gewaltigen Staumauer, die
eine Höhe von 102,5 Metern erreicht und damit nach der Staumauer
der Rappbode-Talsperre die zweithöchste in Deutschlands ist.
Sie besteht aus über 1.000 riesigen Betonblöcken, dessen
größter ein Volumen von 1200 Kubikmetern besitzen und
staut bei Vollstau etwa 40 Millionen Kubikmeter Wasser.
Als eine Besonderheit der Leibis-Lichte-Talsperre
gilt die Tatsache, dass ihr über drei Tunnel und ein sogenanntes
Verbindungsbauwerk Wasser zugeführt und auch entnommen wird.
Großer Wert wurde auf die Realisierung zahlreicher ökologischer
Maßnahmen gelegt, die der Kompensierung der durch die Baumaßnahmen
entstandenen Eingriffe dienen. Zu ihnen gehören die Renaturierung
mehrerer Fließgewässer, die Umgestaltung größerer
Waldflächen und sogar das Aussetzen von 40 Auerhühnern
im Lichtetal, die zu einer in Thüringen vom Aussterben bedrohten
Art gehören.
Mit der Talsperre
Deesbach besitzt die Leibis-Lichte-Talsperre eine bereits 1990
fertiggestellte Vorsperre. Betrieben wird sie von der Thüringer
Fernwasserversorgung, die ausschließlich aus Oberflächenwasser
circa 40 Prozent des Bedarfs an Trinkwasser in Thüringen abdeckt.
Dessen Schutz ist auch der Grund dafür, dass
die Staumauer nur über einen steilen Pfad oder mit der Lichtetalbahn
erreichbar ist. Diese verkehrt im Sommerhalbjahr ab Unterweißbach
an die Staumauer und zurück. Vor Beginn der Fahrt können
sich die Gäste an einem Modell der Talsperren-Anlage in der
Talsperrenmeisterei erste Informationen geben lassen. Diese werden
während und nach der Fahrt hinsichtlich der Entstehungsgeschichte,
technischer Besonderheiten und der sie umgebenden wunderschönen
Landschaft ausführlich ergänzt.
Von Unterweißbach aus, das unmittelbar an
das wildromantische Schwarzatal grenzt, ist der Weg nicht weit,
um die Schwarzatalbahn oder die von Obstfelderschmiede aus verkehrende
Oberweißbacher
Bergbahn zu erreichen. Im benachbarten Sitzendorf können
die Porzellanmanufaktur und das Bauernmuseum besucht werden. Nicht
weit entfernt befinden sich auch das Haflingergestüt in Meura
sowie der 1890 erbaute und als Aussichtsturm dienende Fröbelturm.
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Unterkünfte in der Nähe der Leibis-Lichte Talsperre
(3 Sterne)
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Das mit 3 Sternen ausgezeichnete
Hotel liegt in dem heilklimatischen Kurort Masserberg, inmitten
des Thüringer Waldes. Das Hotel zeichnet sich unter anderem
durch ein eigenes Restaurant, einen Aussichtsturm und den unweit
vom Hotel verlaufenden Rennsteig aus. |
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