
Das Thüringer Schiefergebirge ist heute sozusagen in zwei
Naturparks integriert. Zum einen ist es als Westliches Thüringer
Schiefergebirge Bestandteil des Naturparks Thüringer Wald;
zum anderen gehört sein östlicher Teil zum Naturpark Thüringer
Schiefergebirge / Obere Saale. Dabei reichen die Ausläufer
dieser waldreichen Mittelgebirgsregion bis nach Oberfranken in Bayern.
In seiner Gesamtheit reicht das Thüringer Schiefergebirge vom
Schwarzatal im Westen bis nahe an den Verlauf der Autobahn A9 im
Osten. Das größtenteils aus Schiefergestein bestehende
Gebirge wird im wesentlichen aus einer Hochfläche mit einzelnen
Erhebungen gebildet, das nach allen Seiten ohne deutliche Grenzen
ausläuft.
Ton-, Alaun- und Kieselschiefer sowie Diabase und Kalksteine sind
die am häufigsten auftretenden Gesteine. Obwohl der Abbau inzwischen
deutlich reduziert wurde, wird in den traditionellen Schieferabbaugebieten,
wie zum Beispiel um Lehesten noch heute das "Blaue Gold Thüringens",
der Dachschiefer, abgebaut. Schiefergedeckte, blaugraue Häuser
prägen das Erscheinungsbild der Ortschaften in diesen Regionen.
Ein weiteres Markenzeichen ist das "Thüringer Meer",
welches durch die beiden von der Saale gespeisten Stauseen Hohenwarte
und Bleiloch gebildet wird. An der Bleilochtalsperre,
Deutschlands größtem Stausee, finden Badegäste und
Wassersportler vieler Disziplinen ein ideales Revier vor.
Weitere Sehenswürdigkeiten reihen sich von Neuhaus am Rennweg
bis nach Bad Lobenstein quer durch das Ganze Thüringer Schiefergebirge.
Neuhaus ist als größte und höchstgelegene Stadt
am Rennsteig, der hier "Rennweg" heißt, ein idealer
Urlaubsort für Wanderfreunde und Wintersportler. Saalfeld
bietet als eine der ältesten Städte Thüringens eine
sehenswerte Altstadt und die über die Grenzen Deutschlands
hinaus bekannten Feengrotten. Mit der Burg Greifenstein bei Bad
Blankenburg ist eine der größten deutschen Feudalburgen
zu besichtigen während auf technisch interessierte Touristen
das Wasserkraftmuseum in Ziegenrück wartet.
Ein an dieser Stelle letzter Hinweis auf eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten
des Thüringer Schiefergebirges soll der vollständig erhaltenen
Wehranlage von Schloss Burgk gelten, in dem unter anderem auch Prunkgemächer
und die Schlosskapelle mit der Silbermann-Orgel auf Besucher warten.
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