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Weit ins Mittelalter zurück reicht die Entstehungsgeschichte
der Bergkirche St. Marien zu Schleiz.
Bereits im 12. Jahrhundert wurde an dieser Stelle eine Kapelle errichtet,
die zwei Jahrhunderte später im Zuge kleinerer Umbauten zur
Marienkirche erklärt wurde. Etwa um das Jahr 1500 erfolgten
weitere Um- und Ausbauten, in deren Verlauf der spätgotische
Hohe Chor und der markant in die Landschaft blickende schlanke Turm
errichtet wurden. Die noch heute als schönstes Grabmal der
Kirche geltende steinerne Tumba Heinrich des Mittleren entstand.
Der Wendelstein und die Kanzel wurden gebaut. Am späteren Innenausbau,
der im Barockstil erfolgte, beteiligte sich eine Reihe vermögender
Persönlichkeiten. Es entstanden die Emporen, eine Schädlich-Orgel
wurde eingeweiht und eine Innenausmalung erfolgte. Mehrere Schnitzwerke
dienten der Darstellung religiöser Szenen in Verbindung mit
damals lebenden Personen.
In all den zurückliegenden Jahrzehnten erfolgten rund um die
Kirche bereits Begräbnisse. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde
der Friedhof neu angelegt und mit dem Torhaus und der Bergkirchnerei
komplettiert.
Das Städtchen Schleiz und seine etwas außerhalb liegende
Bergkirche sind über die Autobahn A9 - Abfahrten Dittersbach
oder Schleiz - als auch mit dem Busverkehr aus verschiedenen Richtungen
gut zu erreichen. Besichtigungen des Innenraums der Bergkirche sind
allerdings nur im Sommerhalbjahr täglich, außer montags,
in den Nachmittagsstunden möglich. Für Besuchergruppen
können Besuche darüber hinaus auf Anmeldung ermöglicht
werden. Führungen zu den auf dem Bergfriedhof befindlichen
zahlreichen Grabdenkmalen finden ganzjährig statt.
Beim heutigen Eintritt in die Bergkirche ist der
Besucher meist sehr überrascht von der für diese Region
untypischen opulenten barocken Ausstattung. Neben den bereits erwähnten
Ausstattungsgegenständen erregen der kunstvolle Kronleuchter,
der reich verzierte Pfarrstand, die Totenbildnisse Heinrich des
I. und des XI. sowie mehrere Epitaphe die bewundernde Aufmerksamkeit
des Betrachters.
Im Verlauf der umfassenden Renovierung der Kirche um das Jahr 1980,
erhielt das Innere der Kirche vor allem eine farbliche Auffrischung
und verschiedene Gemälde eine teilweise Ergänzung. Im
Kirchenschiff wurden zahlreiche, bis dahin unbekannte Gräber
entdeckt. 2007 wurde eine neue Orgel, angelehnt an die Ausführung
der im 2. Weltkrieg beschädigten alten Orgel, geweiht.
Eine abschließende Bemerkung gilt den drei Glocken mit einem
Durchmesser zwischen 1,20 und 1,80 Meter und bis zu 2,2 Tonnen Gewicht.
Sie wurden 1922 in einer Apoldaer Glockengießerei gefertigt
und künden zu den jeweiligen Anlässen von der Schönheit
der gotischen Bergkirche in Schleiz weit ins Land.
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Unterkünfte bei Schleiz
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