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Ihr 68 Meter hoher Turm ragt als Wahrzeichen der
Einheitgemeinde Günthersleben- Wechmar weit ins Land der Drei
Gleichen, die Kirche St. Viti. Sie selbst gilt als eine
der größten Dorfkirchen Thüringens.
Die Weihe der Kirche erfolgte im Jahr 1843, wobei
sie, wie so viele ihrer Art ein Nachfolger vorheriger Bauwerke war.
Eine Mitte des 15. Jahrhunderts an gleicher Stelle errichtete Pfarrkirche
trug bereits den Namen des Heilgen Veit, des Schutzpatrons gegen
die Feuergefahr. Selbige wurde mehrfach umgebaut und durch Feuer
und Blitzschlag beschädigt. Als 1817 auch noch die Turmspitze
einem erneuten Blitzschlag zum Opfer fiel, waren die letzten Jahre
der baufälligen Kirche angebrochen, so dass sie 1832 abgerissen
wurde.
An ihrer Stelle begann neun Jahre später auf
einem achteckigen Grundriss der Neubau der heutigen Kirche
St. Viti, die im November 1843 geweiht wurde. Ihre Fassaden
bestehen aus Sandstein, das Dach ist mit blauem Schiefer gedeckt.
An ihrer Ostseite erhebt sich vor der Fassade mit drei rundbogigen
Portalen eine Treppenanlage und mittig darüber der mit einer
spitzen Haube bewehrte Turm. Auf halber Höhe besitzt er einen
Rundgang, von dem aus sich ein schöner Blick in die den Ort
umgebende Landschaft ergibt.
Der Innenraum des als größter Zentralbau des 19. Jahrhunderts
in Thüringen geltenden Bauwerks bietet rund 1.000 Besuchern
Platz. Zwei umlaufende Emporen, in die Altar und Kanzel an der
Westseite der Kirche eingebunden sind, umgeben das Kirchenschiff,
das schlicht aber ansprechend gestaltet ist.
Das Erscheinungsbild des Altarraums wird von dem
großen, aus dem Jahr 1843 stammenden Buntglasfenster beherrscht,
das den Grafen Gleichen mit seinen beiden Frauen darstellt.
Links und rechts davon sind auf zwei mit je einem Rundbogen versehenen
Gemälden Martin Luther und Philipp Melanchthon dargestellt.
Unter dem Buntglasfenster ragt die fünfeckige Kanzel mit weiteren
Gemälden an ihrer Verkleidung in den Raum. Auch der darunter
befindliche Altar wird von zwei großen Gemälden flankiert,
die die Geburt und die Auferstehung Christi darstellen.
Die Orgel von St. Viti stammt aus dem Jahr 1856.
Eine nicht alltägliche Besonderheit ist auf
dem Friedhof der Kirche zu beobachten. Hier wurde im Jahr 1870 ein
aus Wechmar
stammender, gefallener Soldat beerdigt und neben einem Holzkreuz
auf seinem Grab eine kleine Eiche gepflanzt. Deren Stamm hat nach
nunmehr 140 Jahren das Holzkreuz teilweise in sich eingeschlossen
um es so zu Lebzeiten der Eiche nie wieder frei zu geben.
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Unterkünfte im Umland der Sankt Viti Kirche zu Wechmar
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