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Am Fuß der zum Burgenensemble der "Drei
Gleichen" gehörenden Wachsenburg
liegt das der Wachsenburggemeinde angeschlossene Dorf Holzhausen.
Jeder Besucher, der sich aus Richtung Arnstadt diesem Ort nähert,
wird an der Ortseinfahrt an einem Kreisverkehr von einer zwei Meter
hohen und vier Meter langen Bratwurstskulptur begrüßt,
was diesem Verkehrsknotenpunkt den Namen Bratwurstkreisel
eingebracht hat.
Einen besseren Wegweiser konnte das in Holzhausen im Mai 2006 eröffnete
1. Deutsche Bratwurstmuseum wohl kaum erhalten, das im Verein
Freunde der Thüringer Bratwurst e.V. einen rührigen und
verantwortungsvollen Träger und Förderer fand.
In diesem kleinen aber feinen Museum erfährt
die, neben den Klößen als Nationalspeise der Thüringer
gehandelte, Bratwurst eine Würdigung auf ganz besondere Art.
Vom Lieferanten ihres Hauptbestandteils, dem Schwein, über
die Ausrüstung eines Schlachters, den Geräten zu ihrer
Herstellung bis hin zu Dokumenten, Bildern und mancher Anekdote
und Kuriosität wird im Bratwurstmuseum alles über diese
nicht nur in Thüringen
beliebte Speise für zwischendurch anschaulich dargestellt.
Da fehlen der Stammbaum unseres Hausschweins ebenso wenig wie der
Fleischwolf oder die Füllmaschine und die Nachbildung einer
mittelalterlichen Klosterküche aus dem 15. Jahrhundert gibt
einen Einblick in die Küchenausrüstung zum Zeitpunkt der
ersten urkundlichen Erwähnung der Bratwurst im Thüringer
Raum im Jahr 1404.
Die "Entstehungsgeschichte" der Bratwurst
reicht jedoch viel weiter zurück, findet sich doch im römischen
Kochbuch von Apicius aus dem 1. Jahrhundert vor unserer Zeit bereits
ein Bratwurstrezept. Anfang des 14. Jahrhunderts baute man in Nürnberg
ein Bratwurstglöcklein an die Moritzkapelle an, bevor dann
1404 im Arnstädter Jungfrauenkloster die wahrscheinlich ersten
Thüringer Bratwürste hergestellt und verspeist wurden.
Jahrhunderte mussten vergehen, bis schließlich im Jahr 2003
die Zuerkennung der geografisch geschützten Angabe Thüringer
Rostbratwurst im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft
verkündet wurde.
Das zwischen Volksfesten und der Bratwurst heute
und schon vor vielen Jahren ein schier untrennbarer Zusammenhang
besteht, dokumentieren ein im Museum gezeigtes Modell des Arnstädter
Wollmarktes und eine Kopie des Panoramas der Thüringer
Kirmes mit einem Bratwurstmann, das 1910 auf der Weltausstellung
in Brüssel gezeigt wurde.
So wird die Rolle der Bratwurst in Kunst, Kultur und Geschichte
anschaulich und in eindrucksvoller Weise im Bratwurstmuseum Holzhausen
dargestellt und nach einer Voranmeldung ist auch deren Verkostung
jederzeit möglich.
Neben diesen ständig ausgestellten Objekten finden im Bratwurstmuseum
auch regelmäßige Veranstaltungen statt. Hierzu zählen
unter anderem die Rostkultur, das Museumsfest und die Bratwurstiade.
Ein Besuch des Bratwurstmuseums kann bequem mit
einem Aufenthalt in Erfurt
,
Gotha oder
Arnstadt
oder einer Wanderung zu den Burgen der Drei
Gleichen kombiniert werden - schließlich steht bei Bedarf
immer und fast überall eine echte Thüringer Rostbratwurst
zur Stärkung zur Verfügung.
Kontakt zum 1. Deutschen Bratwurstmuseum:
1. Deutsches Bratwurstmuseum
Hinter dem Gute 2
99310 Wachsenburggemeinde / OT Holzhausen
Telefon: 03628/604412 oder 0172/3631326
Web: www.bratwurstmuseum.net
Mail: info@bratwurstmuseum.net
Öffnungszeiten & Eintrittspreise des Bratwurstmuseums
(Stand Februar 2011)
Öffnungszeiten:
April - Oktober
Dienstag - Sonntag: 11.00 - 17.00 Uhr sowie an
Feiertagen: 11.00 - 17.00 Uhr
November - März
Jederzeit nach Voranmeldung
Eintrittspreise für das Bratwurstmuseum:
Erwachsene: 3,00 €
Kinder & Schüler (bis 18 Jahre): 1,50 €
Gruppen (ab 10 Personen): 2,50 € pro Person
Kinder bis 4 Jahre haben freien Eintritt
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Unterkünfte in der Umgebung des Bratwurstmuseums
mit 4 Sternen
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Wellnesshotel befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft
zur thüringischen Landeshauptstadt Erfurt und ist ein idealer
Ausgangspunkt für Ausflüge in den Thüringer Wald
sowie in die bequem erreichbaren Städte Weimar, Gotha,
Arnstadt und Eisenach. |
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