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Aus Platzgründen bezog das Deutsche
Bienenmuseum 1956 die umgebauten Räumlichkeiten eines
ehemaligen Gasthofs in Oberweimar. Gebäudeschäden führten
1972 zur Schließung des Museums, das nach einer Rekonstruktion
des Gebäudes erst 1994 wieder eröffnet werden konnte.
Nachdem auch sein Außenbereich saniert wurde, musste das Bienenmuseum
von 2003 bis 2005 aus finanziellen Gründen erneut geschlossen
werden, bis es seither mit einer Dauerausstellung und mit der Durchführung
zahlreicher Sonderveranstaltungen und -ausstellungen unter Trägerschaft
des Landesverbandes Thüringer Imker e.V. einen regelmäßigen
Museumsbetrieb sichern kann.
Das jeweils von Mittwoch bis Sonntag geöffnete
Bienenmuseum zeigt rund 1.500 Exponate, die vom imkerlichen
Gerät über Bienenprodukte bis hin zu Dokumenten und Erinnerungsstücken
reichen.
Die einzelnen Themenschwerpunkte umfassen dabei die Biologie der
Biene von deren erdgeschichtlicher Entwicklung bis zur Organisation
des Bienenstaates, die Geschichte der Imkerei sowie die Imkerei
in der heutigen Zeit.
Neben einer Sammlung von Bienenwohnungen aus verschiedenen Zeitepochen
bildet die ausgestellten Figurenbeuten, die das Weimarer Museum
als weltgrößte Sammlung besitzt, eine besondere Attraktion
der Dauerausstellung. Bei ihnen handelt es sich um teilweise überlebensgroße,
geschnitzte und meist bunt bemalte hölzerne Figuren, deren
Innenleben eine Bienenwohnung bzw. eine Bienenstock enthält.
Ihre Herstellung verkörperte im 18. und 19. Jahrhundert in
Thüringen,
Böhmen, Sachsen und Schlesien eine eigene Form der Volkskunst.
Eine weitere Rarität von besonderem historischen
Wert verkörpert der um das Jahr 1637 erbaute Wachshammer.
Er ist in restaurierter Form in einem dem ursprünglichen Gebäude
angepassten Bauwerk zu besichtigen. Er diente bis ins Jahr 1936
dazu, das bei der Honigernte anfallende Wachs samt Wabenresten von
seinen Verunreinigungen zu trennen und dadurch reines Bienenwachs
zu erhalten.
Die durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzte
Dauerausstellung des Bienenmuseums verfolgt das Ziel, die Aspekte
der Bienenzucht mit anderen Bereichen des Lebens, wie Ernährung,
Ökologie oder Volkskunst zu verbinden. Eine besondere "Kinderstrecke"
bedient dabei die Ansprüche unserer Jüngsten.
Der Museumshof mit Bienenhäusern, einer Radschleuder
und einem Wanderwagen sowie der Weidegarten mit vielen für
Bienen lebensnotwendigen Pflanzen, runden im Außengelände
den Ausstellungskomplex ab.
Und im Hofladen kann das von den Bienen produzierte Produkt
des Honigs sowohl in den klassischen Geschmacksrichtungen als auch
in Form von Löwenzahn-, Robinien- oder Heidehonig erworben
werden.
Schließlich soll noch auf den jährlichen
Bienenmarkt hingewiesen werden, der immer am "Tag des
Imkers" stattfindet und zahlreiche Besucher auf das Museumsgelände
führt.
Kontaktdaten
Deutsches Bienenmuseum Weimar
Ilmstraße 3
99425 Weimar
Öffnungszeiten & Eintrittspreise vom Deutschen Bienenmuseum
(Stand Juni 2011)
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag: 10.00 17.00 Uhr (vom 1. April bis 31.
Oktober: 10.00 18.00 Uhr)
Weitere Termine nach Absprache
Montag & Dienstag ist Ruhetag
Eintrittspreise:
Erwachsene: 2,50 €
ermäßigt (Rentner, Studenten, Arbeitslose): 2,00 €
Kinder & Jugendliche von 5 bis 16 Jahre sowie Schüler bis
18 Jahre: 1,00 €
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Unterkünfte im Umland des Deutschen Bienenmuseums in Weimar
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