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Deutsches Bienenmuseum in Weimar

 

Vom Zentrum der Stadt Weimar führt die Belvederer Allee in südlicher Richtung am Ilm-Park entlang in Richtung des Stadtteils Oberweimar. Nachdem die Allee in den Steinbrückenweg übergeht, überquert dieser die Ilm und führt kurz danach am Deutschen Bienenmuseum vorüber.

Vor annähernd 100 Jahren, im Zeitraum zwischen 1907 und 1910, war es vor allem dem deutschen Bienenzüchter und Wissenschaftler Ferdinand Gerstung zu verdanken, dass im Weimarer Museum für Vorgeschichte eine Abteilung als Reichs-Bienenzuchtmuseum eröffnet werden konnte.
1922 erfolgte dessen Umbenennung in Deutsches Bienenzuchtmuseum, das bis 1951 an diesem Ort verblieb.

 

Aus Platzgründen bezog das Deutsche Bienenmuseum 1956 die umgebauten Räumlichkeiten eines ehemaligen Gasthofs in Oberweimar. Gebäudeschäden führten 1972 zur Schließung des Museums, das nach einer Rekonstruktion des Gebäudes erst 1994 wieder eröffnet werden konnte.
Nachdem auch sein Außenbereich saniert wurde, musste das Bienenmuseum von 2003 bis 2005 aus finanziellen Gründen erneut geschlossen werden, bis es seither mit einer Dauerausstellung und mit der Durchführung zahlreicher Sonderveranstaltungen und -ausstellungen unter Trägerschaft des Landesverbandes Thüringer Imker e.V. einen regelmäßigen Museumsbetrieb sichern kann.

Das jeweils von Mittwoch bis Sonntag geöffnete Bienenmuseum zeigt rund 1.500 Exponate, die vom imkerlichen Gerät über Bienenprodukte bis hin zu Dokumenten und Erinnerungsstücken reichen.
Die einzelnen Themenschwerpunkte umfassen dabei die Biologie der Biene von deren erdgeschichtlicher Entwicklung bis zur Organisation des Bienenstaates, die Geschichte der Imkerei sowie die Imkerei in der heutigen Zeit.
Neben einer Sammlung von Bienenwohnungen aus verschiedenen Zeitepochen bildet die ausgestellten Figurenbeuten, die das Weimarer Museum als weltgrößte Sammlung besitzt, eine besondere Attraktion der Dauerausstellung. Bei ihnen handelt es sich um teilweise überlebensgroße, geschnitzte und meist bunt bemalte hölzerne Figuren, deren Innenleben eine Bienenwohnung bzw. eine Bienenstock enthält. Ihre Herstellung verkörperte im 18. und 19. Jahrhundert in Thüringen, Böhmen, Sachsen und Schlesien eine eigene Form der Volkskunst.

Eine weitere Rarität von besonderem historischen Wert verkörpert der um das Jahr 1637 erbaute Wachshammer. Er ist in restaurierter Form in einem dem ursprünglichen Gebäude angepassten Bauwerk zu besichtigen. Er diente bis ins Jahr 1936 dazu, das bei der Honigernte anfallende Wachs samt Wabenresten von seinen Verunreinigungen zu trennen und dadurch reines Bienenwachs zu erhalten.

Die durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzte Dauerausstellung des Bienenmuseums verfolgt das Ziel, die Aspekte der Bienenzucht mit anderen Bereichen des Lebens, wie Ernährung, Ökologie oder Volkskunst zu verbinden. Eine besondere "Kinderstrecke" bedient dabei die Ansprüche unserer Jüngsten.
Der Museumshof mit Bienenhäusern, einer Radschleuder und einem Wanderwagen sowie der Weidegarten mit vielen für Bienen lebensnotwendigen Pflanzen, runden im Außengelände den Ausstellungskomplex ab.
Und im Hofladen kann das von den Bienen produzierte Produkt des Honigs sowohl in den klassischen Geschmacksrichtungen als auch in Form von Löwenzahn-, Robinien- oder Heidehonig erworben werden.

Schließlich soll noch auf den jährlichen Bienenmarkt hingewiesen werden, der immer am "Tag des Imkers" stattfindet und zahlreiche Besucher auf das Museumsgelände führt.


Kontaktdaten

Deutsches Bienenmuseum Weimar
Ilmstraße 3
99425 Weimar

Öffnungszeiten & Eintrittspreise vom Deutschen Bienenmuseum (Stand Juni 2011)

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr (vom 1. April bis 31. Oktober: 10.00 – 18.00 Uhr)
Weitere Termine nach Absprache
Montag & Dienstag ist Ruhetag

Eintrittspreise:
Erwachsene: 2,50 €
ermäßigt (Rentner, Studenten, Arbeitslose): 2,00 €
Kinder & Jugendliche von 5 bis 16 Jahre sowie Schüler bis 18 Jahre: 1,00 €

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Unterkünfte im Umland des Deutschen Bienenmuseums in Weimar

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