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Etwa 30 Gebäude aus verschiedenen Dörfern
Mittelthüringens, die in den Jahren zwischen 1604 und 1911
entstanden sind, werden im Freilichtmuseum Hohenfelden in
einem nachempfundenen Umfeld aus Gärten, Feldern, Pflanzen
und Nutztieren präsentiert. Das bäuerliche Leben jener
Zeit zeigt das Museum an zwei Standorten. Das ist zum einen der
denkmalgeschützte Ortskern von Hohenfelden, in dem ein etwa
200 Jahre alter Pfarrhof, eine Einklassenschule und eine Dorfbrauerei
ganzjährig zu erleben sind. Die übrigen Gebäude wurden
zumeist im Laufe der zurückliegenden 20 Jahre in einem aufwendigen
Zerlege-, Transport- und Wiederaufbauverfahren aus thüringer
Dörfern auf ein 900 Meter außerhalb Hohenfeldens gelegenes
Gelände verbracht, wo der Besuch des Freilandmuseums von April
bis Oktober täglich möglich ist.
Der Ort Hohenfelden liegt etwa 15 Kilometer südöstlich
von Erfurt
und ist über die Autobahn A4, Abfahrt Erfurt-Ost in Richtung
Rudolstadt
bequem zu erreichen.
Der im Ortszentrum liegende Alte Pfarrhof ist das zentrale Museumsgebäude
und beherbergt neben wechselnden Sonderausstellungen einen Shop
und die historische Gaststätte Einkehr zur alten Pfarre.
In der Scheune des Pfarrhofs zeigt eine umfassende Ausstellung mancherlei
Wissenswertes zum Thema der Schäfergeschichte. Nicht weit ist
der Weg von hier bis zur ehemaligen Dorfschule, in der alle Schüler
in einem Raum von einem Lehrer unterrichtet wurden.
Das Brauhaus von Hohenfelden war eines von vielen in den
Dörfern Thüringens. Im Gegensatz zu den meisten seiner
Art hat es die Jahrzehnte überdauert und gestattet nach erfolgter
Restaurierung mehrmals im Jahr das Brauen des Hohenfeldener Dunklen
vor den staunenden Augen der an diesen Tagen besonders zahlreichen
Museumsbesucher.
Die Mehrzahl der seit 1979 in den Bestand des Freilichtmuseums
aufgenommenen Gebäude ist auf dem Gelände Am Eichenberg
zu besichtigen. Dort befindet sich unter den historischen Gebäuden
mit dem Utzberger Hof ein Wohnstallhaus von 1683 mit bis zu 50 Zentimeter
dicken, aus Lehm gestampften Wänden. Dagegen wird mit der Blockscheune
eine alte Bauweise demonstriert, bei der die Wände aus übereinander
liegenden Blockhölzern gefertigt wurden.
Eine Schmiede, eine Töpferei mit originalen Maschinen zur Herstellung
von Blumentöpfen und eine Schusterwerkstatt im 1805 erbauten
Tagelöhnerhaus gestatten interessante Einblicke in handwerklichen
Tätigkeiten vergangener Jahrhunderte.
Besonders eng ging es vor knapp 200 Jahren sicher in dem kleinen
Hirtenhaus zu, in dem Mensch und Tier gemeinsam untergebracht waren.
Ein besonders schönes Gebäude des Hohenfeldener Freilichtmuseums
steht im Güglebener Hof. Es ist das älteste Gebäude
am Ort und stellt einen mit Schmuckelementen versehenen Fachwerkbau
dar.
In vielen der Häuser, Scheunen und Ställe
findet der Besucher den originalen Zustand der Räume und die
zugehörige Ausstattung vor. Auf diese Weise entsteht ein glaubhafter
Eindruck von den einfachen und teilweise schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen
in den Dörfern Mittelthüringens in den zurückliegenden
Jahrhunderten.
In den Sommermonaten ist ein zusätzlicher
Besuch des nahe gelegenen Stausees
Hohenfelden mit seiner Bade- und Freizeitanlage zu empfehlen.
Ganzjährig lohnt ein Besuch im Oberschloss Kranichfeld mit
seinem 22 Meter hohen Bergfried und einer Ausstellung zur Geschichte
der ehemaligen Burg.
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