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Das Keramikmuseum in Bürgel ist seit
2004 in dem jetzigen Gebäude untergebracht. Saniert und museumsgerecht
gestaltet verfügt es über einen behindertengerechten Zugang
und ist täglich außer montags zu besichtigen. Neben den
Räumen für die ständige Ausstellung sowie interessante
Wechselausstellungen besitzt es eine Museumswerkstatt, einen Vortragsraum
und einen Museumsshop.
Museumsführungen sind für alle Altersgruppen möglich
und können auf Wunsch mit dem Besuch einer der in Bürgel
ansässigen Töpferwerkstätten verbunden werden.
Groß und vielgestaltig ist die Palette der in der übersichtlichen
Ausstellung präsentierten Erzeugnisse. Vom salzglasierten Steinzeug
mit der blauen Schürze über die blau-weiße und bunte
Töpferware bis hin zu kunstkeramischen Ziergefäßen
kann der Besucher auf anschauliche Weise die Perioden des Töpferhandwerks
in Bürgel nachvollziehen.
Futternäpfe, Krüge, Teller und Tassen, kleine und große
Vorratsbehälter, Puppengeschirr und Prunkgefäße
- selbst Nachbildungen prähistorischer Gefäße -
alles hat hier seinen Platz gefunden. Herausragend sind dabei die
vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammenden Jugendstilgefäße
nach Entwürfen des belgischen Designers Hanry van de Veldes
und eine Keramik-Orgel, auf der sogar Konzerte geboten werden. Bereits
vergessene Gefäßformen und traditionelle Verfahren ergänzen
die Ausstellung über das Töpferhandwerk im Wandel der
Zeit.
Das Modell eines sogenannten Kasseler Ofens, eines langen, tunnelförmigen
beheizbaren Raumes, der nach dem Befüllen mit Tongut zugemauert
wurde und vor allem die Museumswerkstatt bieten zusätzlich
Gelegenheit, sich mit der Entstehung der gezeigten Exponate vertraut
zu machen. In letzterer haben Gruppen und Schulklassen die Möglichkeit,
sich halb- oder ganztags unter Anleitung beim Töpfern, Bemalen,
Glasieren und Brennen zu versuchen.
In den Sonderausstellungen des Keramikmuseums zeigen Vertreter moderner
Keramik ihr Können. Darüber hinaus wird hier der Bogen
geschlagen zum jährlich stattfindenden Bürgeler Töpfermarkt
und einzelne Werkstätten erhalten Gelegenheit, sich und ihre
Erzeugnisse vorzustellen.
Der Besuch des Keramikmuseums in der Töpferstadt
Bürgel lässt sich gut kombinieren mit dem der nur
wenige Kilometer entfernten Thüringer Landessternwarte Tautenburg,
die nach Voranmeldung oder an jedem ersten Mittwoch im Monat zu
besichtigen ist. Sie besitzt unter anderem das größte
Teleskop auf deutschem Boden und kann mit interessanten Entdeckungen
und Beobachtungen aufwarten. Ganz in deren Nähe befinden sich
über dem Tal der Saale die drei Dornburger
Schlösser, von denen das Rokokoschloss und das Renaissanceschloss
für die Besucher offen stehen.
Wer nach dem Museumsbesuch gern eine kleine Wanderung durchführen
möchte, der könnte diese auf einem der Höhen- oder
Rundwanderwege um die thüringische Kleinstadt Stadtroda, südlich
von Bürgel tun.
Kontaktdaten
Keramik-Museum Bürgel
Am Kirchplatz 2
07616 Bürgel
Tel: 036 692 - 37 3331
Öffnungszeiten & Eintrittspreise des Keramik-Museums
(Stand Mai 2010)
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 11.00 17.00 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Eintrittspreise:
Normal: 3,00 €
ermäßigt: 2,00 €
Kinder unter 6 Jahre haben freien Eintritt.
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Unterkünfte im Umland des Keramikmuseums in Bürgel
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Das Wellnesshotel ist gut 10 km
von der Glockenstadt Apolda entfernt und erfreut sich aufgrund
seiner zentralen Lage einer großen Beliebtheit. Neben
der Therme und des Kurparks befinden sich auch die Trinkhalle,
die Solequelle und das Gradierwerk in unmittelbarer Nähe
zum Hotel. |
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