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Im Jahr 2007 waren die Zuschauer im Programm des
Fernsehens MDR aufgefordert, aus 40 Vorschlägen das schönste
Tal Mitteldeutschlands auszuwählen. Als Sieger ging das
Vessertal im Thüringer Wald hervor, das bereits seit etwa dreißig
Jahren als Biosphärenreservat existiert.
Bereits Ende der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts,
wurde ein kleiner Teil des Tals zum Naturschutzgebiet erklärt.
In diesem Gebiet entstand 1959 eine sogenannte Naturwaldzelle, die
als die Kernzone des heutigen Reservats gilt. Schließlich
wurden im Jahr 1979 die beiden Naturschutzgebiete Vessertal und
Steckby-Lödderitzer Forst als erstes deutsches Biosphärenreservat
anerkannt. Nach mehreren Erweiterungen der Gesamtfläche und
der Kernzone, erhielt das Gebiet im Jahr 2001 seine endgültige
Größe von rund 17.000 Hektar.
Unter der offiziellen Bezeichnung Biosphärenreservat
Vessertal-Thüringer Wald liegt es im Dreieck der Städte
Suhl, Ilmenau und Schleusingen. Die Verwaltung
des Biosphärenreservats Vessertal befindet sich in der
Gemeinde Schmiedefeld am Rennsteig. Hier im Herzen des Reservats
befindet sich auch ein Infogarten, in dem man viel wissenswertes
über die Natur erfahren und auf einem Barfußweg die Natur
sogar hautnah erleben kann.
Blütenreiche Wiesen, urwaldartiger Bergmischwald
und Hochmoore charakterisieren die Landschaft des Vessertals, in
der Flora und Fauna unter strengen Schutzbestimmungen ihre Lebensräume
haben. Als herausragende Artvorkommen gelten unter anderem das Holunder-Knabenkraut,
die Rosmarinheide sowie das Birkhuhn und der Schwarzstorch.
Im gesamten Biosphärenreservat, das in Höhenlagen zwischen
420 und knapp 1000 Meter liegt, findet ein schonender, sanfter Tourismus
statt. Wander- und Skiwanderwege durchziehen das gesamte Gebiet
einschließlich der Kernzonen. Dadurch ist es dem Naturfreund
möglich, neben den bekannten Ausflugszielen auch relativ verborgene
Winkel aufzusuchen, um dort seine Beobachtungen zu machen.
Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten zählt
sicher der das Gebiet querende Rennsteig und mit dem Schneekopf
bei Gehlberg, der zweithöchste Berg im Thüringer Wald,
von dem der Wanderer einen herrlichen Rundblick hat.
Sehr bekannt und ein beliebtes Ausflugsziel einen Urlaub
im Thüringer Wald ist auch der Kickelhahn in der Nähe
von Ilmenau, der nicht nur durch Goethes Gedicht "Über
allen Gipfeln ist Ruh,.." ein viel besuchtes Ausflugsziel geworden
ist. Im Ort Vesser lohnt ein Besuch der Dorfkirche; vom in der Nähe
gelegenen Stutenhaus ergibt sich ein herrlicher Panoramablick auf
das Vessertal und in Frauenwald befindet sich das Informations-
und Bildungszentrum des Biosphärenreservats.
Vom oberen Vessertal mit dem Vesserquellgebiet empfiehlt sich ein
Abstecher zum Bergbaumuseum "Schwarze Crux" an, um von
dort seine Reise zum nicht weit entfernten Salzbergblick in Richtung
Suhl fortzusetzen.
Wenn es die Zeit erlaubt, ist ein Besuch der umliegenden
Städte unbedingt zu empfehlen. In Schleusingen lohnen
die Bertholdsburg, der idyllische Johanniskirchplatz und der mit
historisch wertvollen Gebäuden umsäumte Markt einen Besuch.
In Suhl, dem
Tor zum Thüringer Wald, bieten das Fahrzeug- und das Waffenmuseum
interessante Informationen, während ein Stadtbummel unbedingt
zur Hauptkirche "St. Marien" und dem Dianabrunnen in der
Fußgängerzone führen sollte.
Bliebe noch der Hochschulstandort Ilmenau
- eine liebenswerte Kleinstadt, in der mit dem Liquid-Chronometer,
der Thermometersäule und der Bergmannskapelle einige nicht
alltägliche Sehenswürdigkeiten auf Besucher warten.
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