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Nationalpark Hainich

 

Im Dreieck zwischen den sehenswerten Städten Eisenach, Bad Langensalza und Mühlhausen, liegt im Westen Thüringens der Höhenrücken Hainich. Dessen zusammenhängendes Laubwaldgebiet, in dem die Buchen überwiegen, ist mit etwa 160 Quadratkilometern eines der größten Mitteleuropas. Knapp die Hälfte der Fläche, nimmt im Südraum dieses Gebietes der 1997 gegründete Nationalpark Hainich ein. Im Juni 2011 wurde der Buchenwald im Hainich sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Es ist nun Teil des grenzüberschreitenden Weltnaturerbes "Buchenwälder" und trägt den Namen "Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland".
Begrenzt wird er im Norden von Kammerforst, im Westen von Berka vor dem Hainich, im Süden von der B84 und im Osten von der Ortschaft Alterstedt.

Die zahlreichen Ortschaften und Wanderparkplätze, die den Hainich umgeben, sind von den größeren Städten der Umgebung mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln gut zu erreichen. Von Anfang Mai bis Ende Oktober verkehren zusätzlich die sogenannten Wanderbusse von Eisenach und Bad Langensalza Fotos von Bad Langensalza, mit Halt an den Wanderparkplätzen, nach Mühlhausen.

Hauptgrund für die Einrichtung des Nationalparks Hainich, war und ist die Erhaltung des heimischen Buchenwaldes mit dem Ziel der Entstehung eines Urwaldes. Voraussetzung dafür ist die freie Entfaltung der Natur ohne bewirtschaftete Flächen. Ausnahme hiervon bilden lediglich einige Weideflächen. Da in das Territorium des Nationalparks auch große Teile eines ehemaligen Truppenübungsplatzes einbezogen sind, wird dieser Prozess durch umfangreiche Wiederaufforstungen begleitet.
Begrenzt werden die riesigen Waldflächen von Flächen mit Magerrasen, Gebüschen und Gehölzgruppen. Dies alles bildet einen idealen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, von denen die Wildkatze, Waldfledermäuse, Spechte, Pilze und zahlreiche Frühlingsblüher besonders erwähnenswert scheinen.

Damit dies alles für den interessierten Touristen oder Naturfreund erlebbar wird, wird der Nationalpark, ausgehend von den schon erwähnten Wanderparkplätzen, von zur Zeit 17 Wanderwegen durchzogen. Über deren Verlauf und besondere Sehenswürdigkeiten können in den beiden Nationalparkinfos in Kammerforst und Lauterbach, Auskünfte eingeholt werden. Auch im Internet sind umfangreiche Informationen abrufbar, so zum Beispiel auf der offiziellen Internetseite der Nationalparkverwaltung.
Die meisten dieser Wege führen durch Buchenwälder, die mit Waldgerste oder Orchideen Gemeinschaften bilden. Aber auch Eichen-, Erlen- und Moorwälder sind auf diesen Pfaden zu erkunden.

Stellvertretend für alle Wanderwege sollen hier der Erlebnispfad Brunstal, der Feensteig mit seinen Gebilden von Riesen und Waldfrauen und der Naturpfad Thiemsburg genannt sein. Auf letzterem kann sich der Besucher mit dem Baumtelefon und der Baumorgel vertraut machen, ehe er vielleicht eine der großen Attraktionen des Nationalparks erklimmt. Dabei handelt es sich um einen circa 300 Meter langen Baumkronenpfad, der in Höhen zwischen 10 und 20 Metern durch die Kronen urwaldähnlicher Baumriesen führt. Von der Aussichtsplattform des in den Pfad integrierten Turmes, ergibt sich ein überwältigender Blick in die wunderbare Landschaft.

Wer gern auf dem Fahrrad unterwegs ist, der kann die Radwanderwege des Nationalparks zu seinen Erkundungstouren nutzen. Fahrten mit dem Planwagen - oder im Winter mit dem Pferdeschlitten - werden außerdem angeboten.
Und wem genügend Zeit für seinen Aufenthalt in dieser Region zur Verfügung steht, der kann mit einem Abstecher in die Rosenstadt Bad Langensalza oder nach Eisenach und auf die Wartburg, seinen Besuch des Nationalparks Hainich wunderbar komplettieren. Für einen Urlaub im Hainich bzw. im Umland des Nationalparks empfiehlt sich unter anderem die Unterbringung in einem Hotel in Eisenach.

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