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Namensgeber für den 2008 entstandenen Naturpark
Kyffhäuser im Süden Thüringens ist das nur etwa
130 Quadratkilometer große Kyffhäusergebirge.
Außer ihm gehören das westliche Gebiet der Goldenen
Aue, die Wind- und die Hainleite
und das Tal um Bad
Frankenhausen mit der Diamantenen Aue zum Naturpark Kyffhäuser.
Seine Lage lässt sich gut durch die nördlich von ihm verlaufende
Autobahn A38 und die daran angrenzenden Städte Sangerhausen
und Nordhausen
fixieren.
Besonders typisch für diesen kleinen Naturpark
ist seine in Deutschland wohl einzigartige Landschaft. Während
ein Großteil des Gebietes von Wald und darunter vielen Buchenwäldern,
bedeckt ist, hat die Karstlandschaft am Süd- und Westrand
des Kyffhäusers steile Gipshänge hervorgebracht, auf denen
unzählige Pflanzenarten gedeihen, die sonst oft nur in Steppenlandschaften
zu finden sind.
Große Binnensalzquellen und Feuchtwiesen befinden sich dagegen
in der Diamantenen Aue zwischen Bad Frankenhausen und Oldisleben,
während am Wipperdurchbruch nördlich von Bilzingsleben
viele Orchideenarten und andere seltene Pflanzen auf steilen
Muschelkalkhängen und Magerrasen gedeihen.
Mit der Nennung des Wipperdurchbruchs wären
wir bei den Sehenswürdigkeiten im Naturpark Kyffhäuser
angelangt. Hier hat sich das Flüsschen Wipper einen bis zu
130 Meter tiefen Canyon in den Muschelkalk gegraben, so dass ein
schmales Durchbruchstal mit vielgestaltigen Felsterrassen entstanden
ist.
Das Kyffhäusergebirge, mit dem 477 Meter hohen Kulpenberg als
höchsten Gipfel, bietet seine Attraktionen auf dem etwas niedrigeren
Burgberg mit den Ruinen der Kyffhäuser-Burg und dem majestätischen
Barbarossadenkmal
dar. Am Rande des Gebirges, in der Nähe von Rottleben, befindet
sich die sagenumwobene Barbarossahöhle,
die mit ihren herrlichen Sälen und Gebilden, die durch Gipsauslaugung
entstanden sind, die Besucher verzaubert. Tanzsaal, Neptungrotte
und die Lohgerberei, in der dünne Gipsschalen wie Felle
von der Decke hängen, sind nur einige der zu besichtigenden
Hohlräume in Mitteleuropas größter Gipshöhle.
Alt und neu begegnen sich in Bad Frankenhausen,
der größten Stadt des Naturparks. Während der schiefe
Turm der Oberkirche und der Hausmannsturm zu den Überresten
des alten Siedlungskerns der Stadt gehören, zeugen das Panorama-Museum
mit dem Monumentalgemälde Prof. Werner Tübkes über
den Deutschen Bauernkrieg und die Kyffhäusertherme mit ihrer
attraktiven Saunalandschaft zu den moderneren Objekten der Stadt.
In der Nähe von Sondershausen, das nicht zum Territorium des
Naturparks gehört, laden zwei Freizeit- und Ferienparks zum
Besuch ein. Der in Freizeitpark in Possen verfügt über
ein Jagdschloss, ein Wildgatter und den höchsten Fachwerkturm
Deutschlands. Der Ferienpark Straußberg lockt mit einer gleichnamigen
Burg, dem Affenwald, einer Sommerrodelbahn und weiteren Sport- und
Freizeitangeboten zum Besuch auf der Hainleite.
Der Naturpark Kyffhäuser ist aber auch von
weiteren interessanten Ausflugszielen umgeben. Nördlich von
ihm lädt die in das Parkgebiet hineinreichende Talsperre
Kelbra Badelustige und Wassersportler ein. Höhlenseen und
der Große Dom gehören zur spektakulären Heimkehle,
einer Gipshöhle kurz hinter Uftrungen. Und südlich von
Agnesdorf kann das geheimnisvolle Gewässer des Periodischen
Sees inspiziert werden. Umgeben von Laubwald, Karstgestein und Gipsfelsen
ist dieser See in der Lage, in Trockenzeiten auf rätselhafte
Weise fast völlig zu verschwinden.
Ein letzter Hinweis führt nochmals nach Sondershausen. Das
Baustile mehrerer Epochen repräsentierende vierflügelige
Schloss
Sondershausen verfügt über einen umfangreichen Museums-Komplex,
dessen Prunkstück die um das Jahr 1710 in Paris gefertigte
Goldene Kutsche ist.
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