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Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale

 

Im äußersten Osten Thüringens befindet sich ein Gebiet unterschiedlicher Naturräume und gegensätzlicher Landschaftsbilder. Es handelt sich dabei um den Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. Diese, mit fließenden Übergängen zwischen dem Thüringer Wald und dem Frankenwald liegende Region, wird in Osten von der Autobahn A9, Abfahrten Dittersdorf bis Saaldorf und im Norden von einer Linie zwischen den Städten Saalfeld und Pößneck begrenzt.

Die Landschaft dieses Naturparks, dessen Ziel die Verbindung von intakter Natur, gesundem wirtschaftlichem Leben und guter Lebensqualität ist, wirkt fast wie ein Flachland mit gutem Fernblick und tief eingeschnittenen Tälern und ist geologisch überwiegend von Quarziten, Grauwacken, Tonschiefer und den vulkanisch entstandenen Diabasen geprägt.
Für die Namensgebung waren vor allem die vielen schroffen Schieferfelsen und Schieferbrüche sowie die imposante Kulisse von Fels, Wasser und Wald am Saalelauf und um die beiden großen Stauseen verantwortlich. Bei ihnen handelt es sich um den Hohenwarte Stausee und den Bleiloch Stausee, der mit einem Fassungsvermögen von 215 Millionen Kubikmeter und einer Fläche von 9,2 Quadratkilometer Deutschlands größter Stausee ist.

Wie die Bezeichnung als Naturpark bereits andeutet, bietet die Natur die Highlights des Thüringer Schiefergebirges. Der Süden wird beherrscht von den bis an den Rennsteig reichenden bewaldeten Bergen mit eingefügten idyllischen Bachtälern. Auf den leicht welligen Flächen des zentralen Oberlandes befinden sich die traditionellen Abbaugebiete des Schiefers und viele kleine Dörfer mit liebevoll gepflegten Häusern mit Schieferdächern und -fassaden. Das beliebteste Ausflugsgebiet bildet ohne Zweifel das Tal der Oberen Saale mit den beiden Stauseen und den damit verbundenen vielfältigen Freizeitaktivitäten aber auch den schönen Wäldern und einigen imposanten Burgen.
Im Naturparkhaus in Leutenberg kann man sich über alle Details der Region ausführlich informieren.

Viel Interessantes haben auch die größeren Orte im Naturpark zu bieten. In Lehesten vermittelt das technische Denkmal "Schieferpark" viel Wissenswertes über den bis ins 13. Jahrhundert zurückreichenden Schieferbergbau in der Region. Das Städtchen Lobenstein besitzt einen sehenswerten historischen Marktplatz, und eine Burganlage mit dem "Alten Turm". Ein besonderer Touristenmagnet ist in der Nähe von Saalburg das Schloss Burgk. Diese mächtige Festung besitzt noch heute eine gut erhaltene mittelalterliche Wehranlage aus dem 16. Jahrhundert und eine Silbermannorgel in der Schlosskapelle.
Saalburg selbst überrascht vor allem die Kinder mit seinem Märchenwald und einer Sommerrodelbahn.
Zwei technische Attraktionen halten dagegen Wurzbach mit Europas größter Dampfmaschine und Ziegenrück mit dem Wasserkraftmuseum und dessen zu besichtigender Turbinenkammer bereit.

Besondere Erwähnung verdienen weiterhin die Plothener Teiche in der Umgebung des Ortes Plothen.
In diesem Landschafts- und Naturschutzgebiet mit hunderten von Teichen, die ihren Ursprung bereits im späten Mittelalter hatten, als sie von Mönchen zur Fischzucht angelegt wurden, ist eine äußerst artenreiche Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten. Dazu zählen vor allem viele, teils selten gewordene, Vogelarten.
Zwei letzte Hinweise sollen den Orchideenwiesen in der Orlasenke sowie der Steinrose bei Saalburg gelten. Bei letzterer handelt es sich um ein Steingebilde aus Diabas, das vor etwa 380 Millionen Jahren aus erstarrtem Magma entstanden ist.

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