Der sehr gut erhaltene mittelalterliche Gebäudebestand
und Teile der Wehranlagen können täglich außer montags
besucht und besichtigt werden. Begehbar sind das 9 Meter tiefe Verlies
im Hungerturm, das Kellergewölbe und die Burgküche sowie
der Bergfried, von dem aus sich ein wunderschöner Ausblick
auf die kleine Stadt und deren landschaftlich reizvolle Umgebung
ergibt. Auch von der Terrasse aus, an deren Stelle sich einst die
Burgkapelle befand, ist ein schöner Ausblick zu genießen.
In die Besichtigung eingeschlossen ist ebenfalls die außerhalb
der Anlage befindliche Ilsenhöhle, in der vor einigen Jahrzehnten
frühzeitliche Siedlungsreste entdeckt wurden.
Ein Gewölbekeller im teilweise zerstörten Nordflügel
der Anlage ist für die Durchführung von Veranstaltungen
nutzbar und im Keller des Südflügels, der die Hauptburg
darstellt, befindet sich die Burggaststätte.
Wie die meisten Burgen und Schlösser beherbergt die Burg Ranis
auch ein Museum. In ihm sind prähistorische Funde vom Gelände
des Burgbergs ebenso zu sehen, wie Waffen, Rüstungen und Möbel
aus den Zeiten der ehemaligen gräflichen Besitzer der Burg.
Deren Geschichte und die der Burg Ranis wird anhand von Zeitdokumenten
geschildert.
Eine Besonderheit stellt das seismologische Kabinett dar, in dem
Geräte zur Aufzeichnung von Erdbeben aus verschiedenen Epochen
zu betrachten sind. Gleichzeitig wird hier anschaulich über
die Entstehung von Erdbeben informiert. Betreut wird das Kabinett
vom Geodynamischen Observatorium Moxa.
Die Umgebung der Stadt und der Burg Ranis hält eine Vielzahl
interessanter Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten bereit.
Genannt werden sollen hier der Hohenwarte Stausee, das Schloss
Burgk mit seiner nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen
Wehranlage, die gotische
Bergkirche in Schleiz,
die über eine prächtige barocke Ausstattung verfügt
und das Besucherbergwerk
Kamsdorf mit Führungen unter Tage und einem interessanten
Montanlehrpfad.
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