Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Burg
zur Sicherung der Landgrafschaft Thüringen gegen die Besitzansprüche
der Mainzer Erzbischöfe und die Überfälle durch Raubritter
errichtet. Nach mehrfachem Besitzwechsel kam es Mitte des 15. Jahrhunderts
zu einer erfolglosen Belagerung durch mehrere thüringer Städte.
Reichlich einhundert Jahre später setzte bereits der Verfall
der Burg Haineck ein, der durch eine weitere Belagerung im
Dreißigjährigen Krieg beschleunigt wurde.
Im 18. Jahrhundert dienten die Mauern und Gebäude der Burg
als Steinbruch und erst durch Schutzmaßnahmen und Restaurierungsarbeiten
ab 1840 konnten die Reste der Anlage in seiner heutigen Form erhalten
werden.
Die fünfeckige Burgruine besteht aus der bis
zu 10 Meter hohen Umfassungsmauer, durch die ein wappengeschmücktes
Portal in den nach den Abbrucharbeiten unbebauten Innenhof führt.
Die Reste des ehemaligen Bergfrieds sind mit Sträuchern bewachsen
und in östlicher Richtung schmückt die Burgruine ein knapp
20 Meter hoher, mit einem roten Spitzdach bekrönter Rundturm.
Dieser ist über eine bis in die halbe Höhe führende,
außen liegende Wendeltreppe und eine im Inneren weiterführende
zweite Treppe zu besteigen. Oben wird der Aufstieg mit einem schönen
Ausblick über die Landschaft des Hainich bis hin zum Weltkulturerbe
Wartburg belohnt.
Die Burgruine Haineck ist auf drei Seiten von einem tiefen Graben
und einer vierten, steil abfallenden Seite umgeben.
Die Besichtigung der Burgruine ist nur von außen
möglich, wobei sich einige Blicke in den Innenhof ergeben.
Wer diesen gründlicher inspizieren möchte, kann in der
Nazzaer Gastwirtschaft Buchholz den Schlüssel zum Öffnen
der Pforte erhalten.
Vor oder nach dem Besuch der Burgruine Haineck bieten sich dem Besucher
zahlreiche Möglichkeiten, weitere Sehenswürdigkeiten in
Augenschein zu nehmen. In nur je etwa 15 Kilometer Entfernung sind
die Städte Eisenach
und Mühlhausen
zu erreichen. Während in Eisenach die Wartburg, das Stadtschloss
mit dem Thüringer Museum und das nur 2,05 Meter breite Schmale
Haus einige der attraktiven Ziele bilden, besticht Mühlhausen
vor allem durch seine vielen mittelalterlichen Kirchen wie St. Marien
mit der Müntzergedenkstätte oder der Kornmarktkirche mit
dem Bauernkriegsmuseum.
Etwas weiter entfernt ist die Gartenvielfalt der Kurstadt
Bad Langensalza zu erleben und der sich an Nazza anschließende
Nationalpark Hainich, mit dem größten zusammenhängenden
Laubwaldgebiet Deutschlands, hält mit seinem 530 Meter langen
Baumkronenpfad
und dem 40 Meter hohen Baumturm eine Attraktion für Jung und
Alt bereit.
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und Burgen »
Unterkünfte im Umland der Burgruine Haineck
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Das mit 4 Sternen ausgezeichnete
Wellnesshotel befindet sich in einer zentralen Lage inmitten
der Lutherstadt Eisenach. Hier, unterhalb der Wartburg
und nördlich des Thüringer Waldes können Sie
die Seele bei vielfältigen Wellness- und Beautyanwendungen
richtig baumeln lassen. |
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