An dieser Stelle sind ein paar Bemerkungen
zur Entstehungsgeschichte und Vergangenheit der Königspfalz Tilleda
auf dem Pfingstberg sicher angebracht. Erste Spuren von Befestigungsanlagen
an diesem Ort datieren aus dem frühen 10. Jahrhundert.
Von den damaligen Herrschern ausgestellte Urkunden belegen deren meist
nur kurzzeitige Aufenthalte in der Pfalz zwischen 974 bis ins 12.
Jahrhundert. Danach verfällt die Pfalz und verschwindet allmählich,
ohne dass eine Überbauung dieser Fläche stattfindet. Dieser
Umstand führt auch zu ihrer Wiederentdeckung und der zwischen
1935 und 1979 erfolgten Ausgrabung des gesamten Geländes der
ehemaligen Königspfalz.
1983 begann deren Einrichtung als Freilichtmuseum, das seit dem Jahr
2001 den Charakter eines abenteuerlichen Erlebnismuseums angenommen
hat.
Seine Fläche erstreckt sich über etwa 6
Hektar und besteht aus dem Verteidigungsbereich, der weiträumigen
Vorburg und der Hauptburg. Bereits kurz hinter dem Eingangsbereich,
am Beginn der Umfassungsmauer mit einem langen Zangentor und einem
begehbaren Turm, erwarten den Besucher verschiedene Ausstellungshäuser.
Weiterhin sind auf dem Gelände der Vorburg unter anderem
ein Grubenhaus, eine Schmiede und ein Wohnhaus aus dem 11. Jahrhundert
zu sehen. Hier wurden Eisen verhüttet, eine Töpferei betrieben
sowie Tuche und Eisenwaren hergestellt. Alles war so organisiert,
dass die Bewohner der Pfalz sich zu jeder Zeit selbst versorgen
konnten.
Die wesentlich kleinere Hauptburg war durch weitere Wälle,
Gräben, Tore und Palisaden geschützt und beherbergte eine
Kirche, eine Fest- und eine Säulenhalle und den repräsentativen
Palas, der bereits über die Frühform einer Fußbodenheizung
verfügte.
Dadurch, dass viele Teile der Anlage begehbar und unmittelbar aktiv
erlebbar sind, übt das Freilichtmuseum der Königspfalz
Tilleda auf Alt und Jung einen ganz besonderen Reiz aus.
Mit dem Besuch der Königspfalz bzw. einem Urlaub
im Harz oder im Kyffhäuser kann ein Aufenthalt an der nahegelegenen
Talsperre Kelbra mit ihrem Campingplatz, dem Strandbad und den idealen
Möglichkeiten für Segler und Surfer gut kombiniert werden.
Weiterhin sind die Sehenswürdigkeiten des Kyffhäuser-Gebiets,
wie das Kyffhäuserdenkmal
mit seinen Burgruinen, die Barbarossahöhle
bei Rottleben oder die Einrichtungen der Stadt Bad
Frankenhausen mit dem dort befindlichen Panorama
Museum in kurzer Zeit erreichbar.
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