Die Geschichte des Schlosses reicht zurück
auf eine mittelalterliche Festung, die als Wasserburg erbaut wurde.
Sie wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts abgerissen. Übrig
blieb nur der noch heute auf dem Gelände des Schlosses stehende
helmbewehrte Turm. Unmittelbar nach dem Abriss wurde an gleicher
Stelle ein Schloss errichtet, welches einige Jahrzehnte später
zu seiner heutigen Form umgebaut wurde. Dabei gab die Zeiteinteilung
des Jahres die Idee der Baugestaltung vor. 365 Fenster, 52 Innentüren,
12 Schornsteine und 4 Portale soll das Vierjahreszeitenschloss
damals gehabt haben. Bis 1945 wurde es danach als Jagdschloss und
Sommerresidenz genutzt.
Nach unterschiedlicher Nutzung in den folgenden Jahren wurde Schloss
Oppurg gründlich restauriert und dient heute als Bildungseinrichtung
für das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland e.V.
Diese Tatsache führte allerdings dazu, dass
das Schloss der Öffentlichkeit nicht mehr zugängig ist.
Nur mit ein wenig Glück ergibt sich manchmal die Möglichkeit,
von einem Mitarbeiter des Hauses in einige Räume des Schlosses
begleitet zu werden. Nur dann ergibt sich die Chance, einen Blick
in den mit einem prächtigen, stuckumrahmten Deckengemälde
geschmückten Barocksaal, in den rosarot getönten, mit
Stuckelementen verzierten Rokokosaal oder auf den prächtigen
Kamin im Kaminzimmer zu werfen.
Aber selbst wem dies nicht vergönnt ist - die stilvolle Außenansicht
der gesamte Anlage mit dem Schlosspark rechtfertigt in jedem
Fall einen Abstecher in die Gemeinde Oppurg und zu ihrem Schloss.
Zwei weitere Ausflugsziele, die von Schloss Oppurg
aus in jeweils nur 10 Kilometer Entfernung erreichbar sind, sind
die mittelalterliche Reichsburg
Ranis und das reizvolle Landschaftsgebiet um die Plothener
Teiche.
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