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Unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die Thüringens
Landeshauptstadt Erfurt zu bieten hat, nimmt die Zitadelle
auf dem Petersberg sicher keine herausragende Stellung ein.
Ob zu Recht oder Unrecht sollte derjenige selbst entscheiden, der
sich zur Besichtigung dieser gut erhaltenen Stadtfestung entschlossen
hat, die zu den größten in Deutschland gehört.
Als der Bau der Zitadelle im Jahr 1665 begann, existierte an dieser
Stelle, hoch über der Stadt Erfurt, bereits ein 600 Jahre altes
Benediktinerkloster mit der Mitte des 12. Jahrhunderts errichteten
größten romanischen Basilika Thüringens. So entstand
im Laufe der folgenden Jahrzehnte auf dem Petersberg die eher seltene
Kombination von Kloster und Festung. Während das Kloster nach
der Besetzung des Petersbergs durch die Preußen am Beginn
des 19. Jahrhunderts bis auf die Kirche zerstört wurde, wurde
der Ausbau der Festung fortgesetzt und diese schließlich bis
ins Jahr 1964 auf unterschiedlichste Weise militärisch genutzt.
Heute ist die Zitadelle, die vom Domplatz oder
der unweit davon verlaufenden Bundesstraße B4 bequem zu Fuß
zu erreichen ist, im gesamten Außenbereich jederzeit kostenfrei
zugänglich. Am Fuß und auf der Krone der zwischen 8 und
23 Meter hohen und bis zu 6,5 Meter dicken Festungsmauer führt
ein Rundweg über das Gelände und bietet zugleich an einigen
Stellen einen schönen Rundblick auf Erfurt. Der Hauptzugang
in die sternförmig angelegte Stadtfestung erfolgt durch das
mit einer barocken Fassade geschmückte Peterstor. Acht Bastionen
umgeben die circa 12 Hektar große Kernfestung, in der die
verschiedensten Gebäude wie Kasernen, Pulvermagazine und Arrestanstalt
zu finden sind.
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