Die Stadt Bad Salzungen liegt in einer waldreichen Gegend
zwischen Thüringer
Wald und dem Biosphärenreservat der Rhön. Die anerkannte
Kurstadt ist gleichzeitig Kreisstadt des Wartburgkreises.
Südwestlich der Wartburgstadt Eisenach
gelegen, wird Bad Salzungen vom Flusslauf der Werra durchquert und
ist sowohl von der Autobahn A38 als auch über die Bundesstraßen
B19 und B62 gut zu erreichen.
Das Gebiet des Werratals war schon vor unserer Zeitrechnung durch
keltische Stämme besiedelt. Unter fränkischem Einfluss
entwickelte sich im Raum des heutigen Bad Salzungen eine Siedlung,
die erstmalig im Jahr 775 im Zusammenhang mit dem Kloster Hersfeld
Erwähnung fand. Die folgenden Jahrhunderte waren wie so oft
in dieser Zeit, durch wechselnde Herrschaftsverhältnisse geprägt,
bis die Stadt im 17. Jahrhundert zu Sachsen-Gotha und später
zu Sachsen-Meiningen gehörte. Aber bereits wesentlich früher,
nämlich ab dem 14. Jahrhundert, begann die Gewinnung von Salz,
die ab dem Jahr 1590 im Gradierverfahren erfolgte. Erst drei Jahrhunderte
später wurde die Heilwirkung der Sole gezielt genutzt. Der
Titel Bad wurde Salzungen 1923 zuerkannt.
Aus der geschichtlichen Entwicklung Bad Salzungens lässt sich
seine heutige Bedeutung nahtlos herleiten. Mit der modernen Kureinrichtung
des Keltenbads wird auf die bereits erwähnte Besiedlung
durch keltische Stämme und deren Nutzung der Sole-Quellen
zur Salzgewinnung Bezug genommen. Auf einem parkähnlichen Gelände
befinden sich drei neue Rundbauten, die das historische Gradierwerk,
welches als eines der schönsten in Deutschland gilt, in das
Ensemble einbinden. In ihm werden verschiedene Rauminhalationen
angeboten, während eine ausgedehnte Badelandschaft verschiedene
Anlagen mit unterschiedlichem Solegehalt zur Nutzung bereithält.
Vom Planschtrog für die Kleinsten bis zu einem Salztopf von
sechs Meter Durchmesser, in dem ähnlich dem Toten Meer ein
Salzgehalt von etwa 15% vorherrscht, kann der Kurgast sich von Massagedüsen
und Duschkanonen ebenso verwöhnen lassen, wie beim Besuch der
Wassergrotte.
Jedoch hat Bad Salzungen außer den mit Salz und Sole verbundenen
Einrichtungen auch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten und
Erholungsmöglichkeiten zu bieten. Das trifft auf die Burgruine
Frankenstein im Ortsteil Kloster ebenso zu wie auf den Haunscher
Hof, der im Renaissance-Stil erbaut wurde und einen attraktiven
Treppenturm besitzt. Mitten im Stadtzentrum lädt der Rathenaupark
mit dem beachtlich großen Burgsee zum Spazieren und Verweilen
ein.
Wer es etwas aktiver mag, dem kann eine Tour auf dem von Bad Salzungen
nach Eisenach führenden Pummpälz-Wanderweg empfohlen werden,
auf dem Schautafeln und Skulpturen interessante Einblicke in die
kultur-historische Geschichte der Region gestatten. Fahrrad und
Mountainbike lassen sich auch auf dem Rhönradweg und dem Werratal-Radweg
zu sehenswerten Zielen bewegen.
Eine Attraktion in der Nähe Bad Salzungens soll noch besonders
hervorgehoben werden. Es ist das Erlebnis
Bergwerk Merkers - ein ehemaliges Kalibergwerk, in das Grubenfahrten
in mehrere hundert Meter Tiefe unter anderem zu einer herrlichen
Kristallgrotte und dem größten unter Tage befindlichen
Schaufelradbagger der Welt führen.
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