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Wie so viele Städte hat auch die Entwicklung Bürgels
im Schutz einer alten Burg, die sich auf dem südlich der Stadt
liegenden Georgenberg befand, ihren Anfang genommen. Auch ihren
Namen verdankt die Stadt der damaligen Burg "Bürgelin".
Bereits im 13. Jahrhundert erstmals als Stadt urkundlich erwähnt,
boten sich Bürgel
durch die günstige Lage in der Nähe einer Furt durch die
Saale und die damit verbundenen Verkehrswege gute Voraussetzungen
für sein Wachstum zu einer Kaufmannssiedlung, die erst mit
dem Bau einer Brücke über die Saale endeten. Schon im
15. Jahrhundert fasste das Töpfereigewerbe in Bürgel Fuß,
was zwei Jahrhunderte später zum Beinamen der Töpferstadt
führte. Diese Tradition konnte bis in die heutige Zeit bewahrt
werden.
Ihr wird die Stadt Bürgel mit ihren blau-weißen
Töpferwaren mit einem Keramikmuseum
und zehn Töpferwerkstätten mehr als gerecht. Das in Thüringen
einzigartige Keramikmuseum, das täglich außer montags
den Besuchern offen steht, gibt einen anschaulichen Einblick in
die Geschichte des Töpferhandwerks von der Mitte des 17. Jahrhunderts
bis zur Gegenwart. Neben einer großen Anzahl unterschiedlichster,
aus Keramik gefertigter Gebrauchsgegenstände finden hier auch
kunstgewerbliche Ziergefäße und Gefäßkeramiken
des experimentierfreudigen Töpfermeisters Walter Gebauer ihren
Platz. Als besondere Kostbarkeit gelten die Jugendstilentwürfe
des Architekten van der Velde.
Im Rahmen der Dauer- und Sonderausstellungen werden im Keramikmuseum
auch Führungen und Kurse sowie Kunden- und Sonderveranstaltungen
angeboten.
In den Familienbetrieben und neuen Töpferwerkstätten werden
auf traditionelle Weise Vasen, Teller, Schalen und Ziergegenstände
wie Ostereier, Lampenfüße oder die Thüringer Kloßfrau
hergestellt und zum Kauf angeboten. Oft ist es erlaubt und erwünscht,
den geschickten Händen bei der Arbeit zuzuschauen und die Entstehung
eines Produktes mit blauem Untergrund und weißen Punkten mit
zu erleben.
Als eine weitere Sehenswürdigkeit Bürgels gilt die im
Ortsteil Thalbürgel befindliche Klosterkirche. Die im 12. Jahrhundert
von den Benediktinern errichtete Pfeilerbasilika kann im Rahmen
von Führungen oder auch bei in ihr stattfindenden Veranstaltungen
besichtigt werden. Im benachbarten alten Zinsspeicher präsentiert
ein kleines Museum in anschaulicher Weise alte Handwerksberufe oder
den Alltag in einer Dorfschule.
Zahlreiche Ausflugs- und Freizeitmöglichkeiten bietet die Umgebung
der Töpferstadt. Zum einen bietet sich ein Besuch von Jena
als Stadt der sieben Wunder und der fast doppelt so vielen Museen,
der alten Gemäuer und des Zeiss-Planetariums an. Das östlich
von Bürgel liegende Eisenberg
hat dagegen eine sehenswerte historische Altstadt und die Schlossanlage
Christiansburg mit der barocken Schlosskirche
zu bieten.
Naturfreunde haben darüber hinaus die Gelegenheit, das malerische
Eisenberger Mühltal oder den romantischen Zeitzgrund im Thüringer
Holzland bei einer Wanderung oder Radtour kennen zu lernen.
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Unterkünfte in bzw. bei Bürgel
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Das Wellnesshotel ist gut 10 km
von der Glockenstadt Apolda entfernt und erfreut sich aufgrund
seiner zentralen Lage einer großen Beliebtheit. Neben
der Therme und des Kurparks befinden sich auch die Trinkhalle,
die Solequelle und das Gradierwerk in unmittelbarer Nähe
zum Hotel. |
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