In der beschaulichen Hügellandschaft Ostthüringens, umgeben
von Laub und Nadelwäldern, liegt die Kreisstadt des Saale-Holzland-Kreises,
Eisenberg. Im Süden und Norden wird die gut 10.000 Einwohner
(Stand: Anfang 2008) zählende Stadt von zwei, von Bächen
durchflossenen Tälern begrenzt. Eisenberg liegt darüber
hinaus im Mittelpunkt eines Dreiecks, das durch die Stadt
Gera, die Stadt Jena
und die Stadt Naumburg gebildet wird. Darüber hinaus ist Eisenberg
mit seiner Nähe zu den Autobahnen A9 und A4 sowie dem durch
diese Autobahnen gebildeten Hermsdorfer Kreuz sehr gut erreichbar.
Die Zeit der ersten Besiedlung des heutigen Stadtgebiets reicht
weit vor die Zeit der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1274 zurück.
Aus dem Meißner Besitz übernahmen Vertreter der ernestinischen
Linie der Wettiner später die Herrschaft über die Stadt.
Zu ihnen gehörten auch die Erbauer der barocken Schlossanlage,
die noch heute viele Touristen nach Eisenberg lockt.
Ab dem 18. Jahrhundert gehörte die Stadt mit wechselnden Besitzverhältnissen
zu Sachsen-Altenburg ehe Eisenberg im Jahr 1921 dem Land Thüringen
zugeordnet wurde.
Größte Attraktion der Stadt ist ohne Zweifel die am
Rande der Altstadt liegende Schlosskirche
St. Trinitatis als Teil der barocken Schlossanlage. Mit ihrer
prunkvollen Innenausstattung, zu der unzählige Decken- und
Wandfresken gehören, gilt sie als schönste Barockkapelle
Thüringens. Die 1692 mit einem Umbau vollendete und inzwischen
aufwendig restaurierte Kirche kann außer montags täglich
besucht werden.
In ihrer unmittelbaren Nähe befindet sich der 1829 errichtete
Schlossgarten mit einer historischen Gartenanlage und einem Kräutergarten,
der allerdings jüngeren Datums ist.
Eine weitere Sehenswürdigkeit stellt das Ensemble des Marktplatzes
mit dem Rathaus, dem im Renaissancestil erbauten Bürgerhaus
und dem Wahrzeichen von Eisenberg, dem Mohrenbrunnen
dar. Letzterer ist aus einem Sandsteinblock gearbeitet und wurde
im Jahr 1727 errichtet. Er geht auf eine mittelalterliche Sage zurück,
nach der ein "Mohr" eine goldene Kette des Herzogs gestohlen
haben soll. Seiner Hinrichtung entging er schließlich, da
sich der Diebstahl als Irrtum entpuppte.
Interessantes vermittelt auch ein Besuch im Stadtmuseum,
wo eine mittelalterliche Kelleranlage mit einem Opferschacht und
eine sogenannte Schwarze Küche aus dem 18. Jahrhundert zu erleben
sind.
Ein Tiergarten, mit etwa 50 Tierarten und einem Streichelgehege
sowie je nach Jahreszeit ein Frei- und ein Hallenbad, erwarten den
Besucher in Eisenberg ebenfalls.
Sozusagen vor den Toren der Stadt lädt das malerische Mühltal
zum Wandern und Radfahren in einer landschaftlich reizvollen Umgebung
ein. Sieben ehemalige Mahl- und Schneidmühlen reihen sich in
dem waldreichen Grund wie Perlen aneinander, wovon die Froschmühle
heute als Jugendherberge eingerichtet ist und die Pfarr- und Walkmühle
jeweils als Hotel und Restaurant ihre Gäste erwarten.
Die bereits genannten, in der Umgebung von Eisenberg liegenden Städte,
bieten ebenfalls genügend Sehenswürdigkeiten für
Tagesausflüge und sind somit eine schöne Bereicherung
für einen Kurzurlaub
in Thüringen. Dazu ist auch die Messestadt Leipzig mit
einer Entfernung von etwa 70 Kilometer ein überaus lohnenswertes
Ausflugsziel.
Zurück zur Übersicht: Städte
»
|