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Gera im Tal der Weißen Elster
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Die kreisfreie Stadt Gera ist neben Erfurt und Jena
die bekannteste Stadt Thüringens. Darüber hinaus ist sie
mit etwa 100.000 Einwohnern auch die drittgrößte Stadt
in Thüringen. Gera liegt im Tal des Flusses Weiße Elster,
der an der Stadtgrenze zu Wünschendorf aus seinem Bett heraustritt
und sich in eine weite Tallandschaft ausbreitet. Gera liegt zwischen
den drei bekannten Landschaften Thüringer
Schiefergebirge (südöstlich), Thüringer
Vogtland (östlich) und dem Thüringer Becken im Westen.
Aufgrund Geras Lage im Nordosten Thüringens sind auch die Städte
Leipzig, Erfurt und Chemnitz in einer kurzer Zeit zu erreichen.
Aber auch Gera selbst bietet den Touristen zahlreiche Möglichkeiten,
sich in der Stadt wohl zu fühlen. So ist Gera ideal für
Menschen, die gerne Shoppen. In Gera befindet sich das größte
Shopping-Center der Region, die Gera-Arcaden; direkt an der Einkaufsmeile
"Sorge" liegt die Ampthor-Passage mit den zum Bummeln
einladenden kleinen Geschäften sowie dem großen Kaufhaus
einer deutschen Drogeriemarktkette.
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Gera trägt auch den Beinamen Otto-Dix-Stadt.
Der Maler wurde hier 1891 geboren; sein Geburtshaus, in dem sich heute
ein Museum befindet, liegt im Stadtteil Untermhaus. Gera selbst wurde
erstmals urkundlich im Jahre 995 erwähnt, als König Otto
III. der Kirche zu Zeitz das Land Ponzowa (im heutigen Umfeld der
Stadt Zeitz) mit Crossen übereignete. Es dauerte aber bis in
das Jahr 1237, als Gera erstmals in einer Urkunde als Stadt bezeichnet
wurde. Im Zuge der Kapitulation von Hitler-Deutschland zogen am 02.07.1945
die Truppen der Sowjet-Armee in die Stadt ein. Während der DDR-Zeit
wurde Gera neben Erfurt und Suhl eine der thüringischen Bezirksstädte,
ehe dann nach den Umbrüchen im politischen Herbst 1989 im Mai
1990 erstmals wieder eine freie Kommunalwahl stattfinden konnte.
Gera ist aber nicht nur ein beliebtes Einkaufsziel und wegen der
Shopping-Center eine Reise wert. Eine große Anzahl an Hotels
und Pensionen stehen Besuchern offen und laden ein, etwas länger
in der Stadt zu verweilen um diese kennen zu lernen. Sehenswert
sind die historische Altstadt mit dem Rathaus und der Stadtapotheke.
Auf dem Marktplatz findet regelmäßig der große
Wochenmarkt statt und das von privat aufwendig restauriert Haus
Schulenberg zeugt ebenso wie die über 100 Villen in Gera von
der architektonischen und industriellen Blütezeit der Stadt.
Lohnenswert ist es auch, die Geraer Kulturmeile mit der Kunstsammlung
oder dem Otto-Dix-Haus zu erkunden. Für den Abend sollte ein
Besuch des im April 2007 wieder eröffneten Jugendstil-Theaters
eingeplant werden. Oder man besucht eine der vielen traditionellen
Feste Geras, z.B. das Höhlerfest oder das Feuerwerksfestival
"Flammende Sterne".
Aufgrund der bereits erwähnten Lage zwischen drei markanten Thüringer
Landschaften ist Gera ein idealer Anlaufpunkt für Entdeckungen
im Thüringer Schiefergebirge, dem Vogtland und des Thüringer
Beckens.
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