Mit etwas über 101.000 Einwohner (Stand: Anfang 2009), ist
Jena nach Erfurt
die zweitgrößte Stadt in Thüringen. Die "Stadt
der Wissenschaft 2008" befindet sich im Nordosten des Bundeslandes
Thüringen und ist dank der Nähe zum Hermsdorfer Autobahnkreuz
problemlos über zwei Abfahrten der Autobahn A4 erreichbar.
Seine Attraktivität als Großstadt wird durch die Lage
zwischen den Muschelkalkhügeln des Saaletals und die Nähe
zu weiteren bekannten Städten wie Weimar
oder Erfurt besonders aufgewertet.
Besiedelt war das Gebiet des heutigen Jena bereits lange Zeit vor
der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1236. Im 14. Jahrhundert
umgab die Stadt eine 12 Meter hohe Stadtmauer mit drei Stadttoren,
die später mit vier, teilweise heute noch erhaltenen Wehrtürmen,
komplettiert wurde. In der Zeit der Reformation und des Bauernkrieges
kam Jena eine bedeutende Rolle zu; kurze Zeit später erfolgte
im Jahr 1548 die Gründung der bekannten Universität.
Im 18. Jahrhundert stellte Jena eines der führenden geistigen
Zentren in Deutschland dar. Goethe erwarb sich große
Verdienste um die Entwicklung der Stadt, Schiller lebte und
wirkte über zehn Jahre in ihr. Carl Zeiss, Ernst Abbe
und Otto Schott sind die Namen der Personen, die Ende des 19. Jahrhunderts
mit der Verbindung von Wissenschaft und Industrie die Voraussetzungen
schufen, für das rasante Bevölkerungswachstum in Jena.
Nachdem auch hier im 2. Weltkrieg Teile der Stadt zerstört
wurden, überschritt die Einwohnerzahl im Jahr 1975 erstmals
die Grenze von 100.000, wodurch Jena seinerzeit zur 14. Großstadt
der DDR wurde. Zu dieser Zeit galt Jena auch als eine Hochburg des
Leistungssports.
Wird von den Sehenswürdigkeiten Jenas gesprochen, so kommen
oft die 7
Wunder von Jena zur Sprache. Von den noch fünf erhaltenen,
sind wohl die Skulptur des Siebenköpfigen Drachens, die Schnapphans-Figur
an der Rathausuhr und der Fuchsturm, ein ehemaliger Bergfried mit
einem Rittersaal und einer herrlichen Aussicht auf die Stadt, am
bekanntesten.
Als relativ geschlossen erhaltenes Ensemble in der Altstadt gilt
der Markt. Wenige Schritte entfernt befindet sich die Stadtkirche
St. Michael, eine spätgotische Hallenkirche, in der die originale
Grabplatte von Martin Luther aufbewahrt wird. Ein beeindruckendes
Motiv bieten auch die Reste der Stadtmauer mit dem Johannistor und
dem Pulverturm.
Eindrücke ganz anderer Art kann der Besucher Jenas dagegen
im dienstältesten Planetarium der Welt gewinnen. Die
mittels Lasertechnik erzeugte Ganzkuppelprojektion gestattet eine
Reise zu fernen Galaxien und wird in informativen und lehrreichen
Vorführungen eingesetzt.
Auf den Spuren zweier der bekanntesten Deutschen wandelt der Besucher,
wenn er den Botanischen Garten mit der Goethe-Gedenkstätte
und Schillers Gartenhaus, in dem der Dichter an mehreren seiner
Dramen arbeitete, besucht.
Im Umkreis von maximal 25 Kilometer hat Jena viele attraktive Sehenswürdigkeiten
zu bieten. Da wäre Weimar als Stadt des UNESCO-Weltkulturerbes
für einen Tagesausflug zu empfehlen. Wer es romantischer mag,
der sollte die drei, auf schroffen Muschelkalkfelsen thronenden
Dornburger
Schlösser und deren gepflegte Gartenanlagen besichtigen.
Nicht weniger sehenswert und interessant ist auch die "Königin
des Saaletals" - die Leuchtenburg
bei Kahla oder die gut erhaltene Wasserburg Kapellendorf.
So bieten die Stadt Jena und ihr Umland wahrlich für jeden
etwas - wobei die ausgezeichnete Thüringer Küche und die
gepflegten Unterkünfte den Erlebnisfaktor zusätzlich erhöhen.
Aufgrund der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in und um Jena
sowie dank der historischen Bedeutung der Stadt zählt Jena
zu den meistbesuchten Städten in Thüringen. Aus diesem
Grund hat sich ein umfangreiches touristisches Angebot in entwickelt.
So finden sich unter anderem zahlreiche Hotels und Wellnesshotels
in Jena sowie eine abwechslungsreiche Gastronomie und vielseitige
Freizeitmöglichkeiten.
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