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Das beschauliche Städtchen Ronneburg
liegt nur wenige Kilometer östlich von Gera im Südosten
des Freistaates Thüringen.
Unmittelbar an der Autobahn A4 gelegen, ist es über die Abfahrt
Ronneburg/Schmölln und die weiterführende Bundesstraße
B7 gut zu erreichen.
Bereits im Jahr 1304 erhielt Ronneburg das Stadtrecht.
Nach einer Zeit als Lehen der Wettiner, gehörte die Kleinstadt
vom 16. bis ins beginnende 19. Jahrhundert den Herzögen von
Sachsen, später denen von Sachsen-Altenburg. In diesen Zeitraum
fällt die Entwicklung Ronneburgs zu einem bekannten Kurort.
Mehrere hier gefundene Heilquellen und ein dadurch entstandenes
Mineralbad schufen dafür die Voraussetzungen. Mit einer vor
allem auf dem Gebiet der Textilindustrie einsetzenden Industrialisierung
ging die Bedeutung als Kurort zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück.
1953 begann die Epoche des Uranbergbaus durch die SDAG Wismut, in
deren Verlauf zeitweise im Ronneburger Revier bis zu 11% des weltweit
abgebauten Urans gefördert wurde.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands begann nach 1990 die Rekultivierung
der Tagebaue und Flutung der Stollen. Schließlich fand im
Jahr 2007 auf einem Teil dieser Flächen die Bundesgartenschau
statt.
Aus diesem Jahr ist die Holzbrücke Drachenschwanz
als eine der Sehenswürdigkeiten auf dem Gelände der Schau
erhalten geblieben, während das Wismut-Museum und das
Bergbaumuseum in Ronneburg an die davor liegende Zeit erinnern.
Die terrassenförmig angelegte Stadt erstreckt sich von Unterm
Schloss über den Schlossfelsen mit der Steinernen Rose
hinauf zum Markt- und Kirchplatz. An letzterem befindet sich die
1666 wieder aufgebaute Marienkirche mit einer Ladegast Orgel und
dem weithin sichtbaren Turm als Wahrzeichen der Stadt. Weiterhin
besitzt die Stadt einige sehenswerte Bürgerhäuser, ein
1896 umgebautes Schloss mit dem für Veranstaltungen genutzten
Rittersaal und mit der Bergkellergasse eine früher als Lagerstätte
für Bier und Lebensmittel genutzte Örtlichkeit. Sehenswert
ist auch die sanierte Fachwerkstruktur in der Altstadtpassage.
Mit dem Stadtpark Am neuen Teich mit einem
integrierten Bolzplatz und einem Spielplatz sowie mit dem hübschen
Freibad hat Ronneburg neben Teilen des Geländes der Bundesgartenschau
mehrere Naherholungs Möglichkeiten zu bieten. Historischen
Wert besitzt der Ende des 18. Jahrhunderts angelegte Kurpark
des damaligen Mineralbades.
Unter einigen Technischen Denkmalen in der Stadt befinden sich die
Stahlbetonkonstruktion der Bogenbinderhalle und das 1864 erbaute
Eisenbahnviadukt.
Wer seinen Urlaub
im Vogtland verbringt oder sogar direkt in Ronneburg, habt die
Möglichkeit, weitere Sehenswürdigkeiten in der näheren
Umgebung kennen zu lernen. Dazu bietet sich das Städtchen Weida
mit der mächtigen Osterburg,
der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Peterskirche und der attraktiven
Brauhausgasse am Flüsschen Weida an.
Nicht weit von Ronneburg ist in der Gemeinde Posterstein die gleichnamige
Höhenburg
Posterstein aus dem Jahr 1191 und eine mit barockem Schnitzwerk
ausgestattete Burgkirche zu besichtigen.
Schließlich hält die Stadt Gera
neben den für eine Großstadt typischen Geschäften,
Restaurants und Straßenzügen einen beachtlichen Waldzoo,
das Schloss Osterstein und die unter der historischen Altstadt begehbaren
Geraer Höhler für ihre Besucher bereit.
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