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Sondershausen - zwischen Hainleite und Kyffhäuser

 

Sondershausen, als Kreisstadt des Kyffhäuserkreises, liegt nördlich der Hainleite im Tal der Wipper, die in ihrem weiteren Verlauf in die Unstrut mündet. Nordöstlich von Sondershausen befindet sich der Naturpark Kyffhäuser. Über die Autobahn A38 ist die Stadt bequem zu erreichen.
Sondershausen, eine ehemals fränkische Siedlung, erhielt um das Jahr 1300 das Stadtrecht. Über viele Jahrhunderte bestimmte der Fürstenhof derer von Schwarzburg-Sondershausen das soziale Leben der Stadt. Während ihrer Herrschaft wurde im Zeitraum des 16. bis 18. Jahrhunderts am Platz der alten Burg ein mehrflügeliges Schloss errichtet. Beschädigungen der Stadt wurden größtenteils durch das Hochwasser der Wipper hervorgerufen. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte der Kalibergbau das Leben in und um Sondershausen. Durch die übrigen Wirtschaftszweige, die stark auf die Rüstungsindustrie fixiert waren, war die Stadt im 2. Weltkrieg Ziel verstärkter Luftangriffe und erlitt dadurch enorme Zerstörungen.
Nennenswert aus der jüngeren Geschichte von Sondershausen ist, dass hier mit Gunda Niemann-Stirnemann eine der erfolgreichsten deutschen Wintersportlerin aller Zeiten geboren wurde.

Eine der Hauptattraktionen der Stadt ist ohne Zweifel das Schloss, das in mehreren Baustilen erbaut wurde. Das Schlossmuseum mit Bildern, Porzellan und der prächtigen Goldenen Kutsche, das Liebhabertheater und der barocke "Blauen Saal" zählen im Inneren der Anlage zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten, während der im Stile eines englischen Landschaftsparks großzügig angelegte Schlossgarten zu beschaulichen Spaziergängen einlädt. Der Marstall und das Achteckhaus mit dem Konzertsaal komplettieren das Schlossensemble.

Weitere historisch wertvolle Gebäude der Stadt sind das am Markt befindliche Prinzenpalais aus dem Jahr 1725, das barocke Gottschalcksche Haus sowie die Cruciskirche als ältestes Bauwerk Sondershausens.
Die Stadt im Norden Thüringens besitzt aber auch den ältesten noch befahrbaren Kalischacht der Welt. In dem ihm angeschlossenen Besucherbergwerk kann man viel interessantes über die Technik der Förderung des Kalisalzes erfahren.
Ende 2008 wurde eine moderne Skaterhalle für Skateboards, Inliner und BMX-Räder eröffnet.

In der Umgebung von Sondershausen befinden sich zahlreiche Ausflugsziele. Hierzu zählen die etwa 40 Wander- und 8 Radwanderrouten, die das Umfeld der Stadt durchziehen. Einige davon führen in die Hainleite und ihren Freizeit- und Erlebnispark Possen. Unweit davon erhebt sich auf einem Plateau der mit 42 Meter höchste Fachwerkturm Deutschlands, der Possenturm. In einer Entfernung von 20 bis 25 Kilometer von der Stadt sind das Kyffhäuser-Denkmal und der mit 176 Meter tiefste Burgbrunnen Europas zu besuchen. Ebenso wartet das Panorama-Museum in Bad Frankenhausen auf kunstinteressierte Gäste.

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