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In einem Tal des südwestlichen Thüringer
Waldes, am Rande des Naturschutzgebietes Vessertal, wo die Autobahn
A73 in die A71 einmündet, liegt die kreisfreie Stadt Suhl.
Umgeben von den Städten Ilmenau,
Zella-Mehlis und Meiningen
,
liegt sie sozusagen zu Füßen einiger knapp 1.000 Meter
hoher Berge, die sich nordöstlich von Suhl erheben.
Dort verläuft auch der als Fernwanderweg bekannte und beliebte
Rennsteig.
Zu Zeiten der ersten urkundlichen Erwähnung
Suhls, im Jahr 1318, herrschte in diesem Gebiet des Thüringer
Waldes der Eisenerzbergbau vor. Nachdem die Stadt 1553 zur Bergstadt
ernannt wurde, begann im 16. Jahrhundert die Blütezeit des
Büchsenmacherhandwerks, das mit seiner Industrialisierung im
19. Jahrhundert die noch heute bekannten Dimensionen erhielt. Nach
großen Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg
kam die Zeit, als mehrere Generationen der Musikerfamilie Bach in
Suhl ihre Ausbildung erhielten oder hier zeitweise wirkten.
Wenige Jahre später kam der Bergbau zum Erliegen und nach dem
Wiener Kongress im Jahr 1815, fällt Suhl mit weiten Teilen
Sachsens an Preußen. Erst 130 Jahre später erfolgte die
Eingliederung in das Land Thüringen.
1950 begann die in den folgenden Jahrzehnten boomende Fahrzeugproduktion
der "Simson"-Krafträder und zwei Jahre darauf wurde
Suhl Bezirkshauptstadt in der damaligen DDR.
Noch heute gehören die ehemaligen Produktionsschwerpunkte
in der Stadt in Form musealer Einrichtungen zu ihren Sehenswürdigkeiten.
Dies trifft sowohl auf das Waffenmuseum und auch das Fahrzeugmuseum,
als auch auf das Besucherbergwerk "Schwarzer Crux", in
der Nähe der Stadt, zu.
Damit sind die Sehenswürdigkeiten aber nicht erschöpft.
Beim Flanieren auf dem Steinweg kann man sich an den schönen
Fassaden der Häuser und an der Kreuzkirche mit ihrer Innenausstattung
erfreuen, ehe der historisch bedeutende Marktplatz mit dem Rathaus
und dem Gerichtsgebäude erreicht wird. Hier befindet sich mit
dem Waffenschmied-Denkmal das Wahrzeichen der Stadt Suhl. Die thüringische
Stadt Suhl beherbergt mit der Hauptkirche St. Marien auch eine der
größten Rokoko-Kirchen Ostdeutschlands, eine gotische
Kreuzkapelle und in der Fußgängerzone den Dianabrunnen.
Aus den angegliederten Ortsteilen sind ein prächtiges, 1657
errichtetes Fachwerkhaus in Heinrichs und die 1711 im Fachwerkstil
erbaute Kirche in Vesser, erwähnenswert.
Vom Hausberg der Stadt, dem Domberg, ergibt
sich sowohl vom Bismarckturm als auch der Ottilienkapelle eine herrliche
Aussicht auf Suhl und seine Umgebung. Diese lässt sich zur
warmen Jahreszeit auf zahlreichen Wander- und Radwanderwegen bequem
erkunden. Im Winter bietet die einigermaßen schneesichere
Gegend um Suhl über 100 Kilometer gespurte Skiwanderwege und
Loipen und am Salzberg eine anspruchsvolle Alpin-Piste mit Liftanlage.
Schließlich kann auf dem Friedberg nach vorheriger Anmeldung
eine der modernsten Schießsportanlagen der Welt besichtigt
werden.
Mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, der
bezaubernden Landschaft des Thüringer Waldes, dem Biosphärenreservat
Vessertal vor der Tür und einer guten touristischen Infrastruktur
mit Radwegen, Wanderwegen und Loipen im Winter, ist Suhl ein ideales
Ziel für einen abwechslungsreichen und interessanten Urlaub
im Thüringer Wald.
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