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Die Kleinstadt Treffurt liegt dicht an der Landesgrenze
Thüringens zu Hessen, südlich der Linie Mühlhausen-Eschwege.
Ähnlich, wie über dem etwa 25 Kilometer südlich von
ihr liegenden Eisenach
die Wartburg
thront, wird Treffurt von der mittelalterlichen Burg
Normannstein überragt. Eingebettet ist die Stadt in die
abwechslungsreiche Landschaft des Naturpark
Eichsfeld-Hainich-Werratal.
Eine entscheidende Phase für die weitere Entwicklung Treffurts
begann um das Jahr 1100, als zum Schutz von drei Werrafurten die
Burg Normannstein erbaut wurde. In deren Umgebung sorgten die hier
ansässigen Ritter für eine Vergrößerung ihrer
Besitztümer, wobei Anfang des 13. Jahrhunderts Treffurt das
Stadtrecht erhielt.
Über einen langen Zeitraum lebten die Bewohner der Region von
Landwirtschaft und dem Töpferhandwerk, bis zu Beginn des 19.
Jahrhunderts die Zigarrenindustrie in der Ackerbürgerstadt
Einzug hielt. Der später sich entwickelnde Tourismus wurde
in Folge der Teilung Deutschlands durch die Errichtung einer Sperrzone
abrupt unterbrochen.
Nach der Wende im Jahr 1990 lebte die Stadt in der Mitte Deutschlands
wieder auf. Viele der den mittelalterlichen Stadtkern bildenden,
im hessisch-thüringischen Stil erbauten Fachwerkhäuser
wurden renoviert. Gleiches geschah mit der Burg Normannstein, so
dass in Verbindung mit der schönen landschaftlichen Lage der
Stadt der touristische Verkehr wieder spürbar zu nahm.
Rund 250 prächtige Fachwerkhäuser bilden den denkmalgeschützten
Stadtkern. In dessen Zentrum liegt der Marktplatz, an dem sich mit
dem im 16. Jahrhundert erbauten Fachwerk-Rathaus eines der schönsten
Rathäuser Deutschlands präsentiert. Beim Gang durch die
romantischen, mit original erhaltenem Kalksteinpflaster belegten
Gassen Treffurts, entdeckt der Besucher immer wieder neue herrliche
Motive, aus denen das älteste Fachwerkhaus aus dem Jahre 1546,
die malerischen Toreinfahrten in der Hessischen Straße oder
die gut erhaltenen Reste der alten Stadtmauer auf dem Weg zur Burg
noch herausragen.
Auf dem Gelände der Burg Normannstein erwartet den Besucher
im viereckigen der drei Türme eine Ausstellung zu Burgen an
der Werra und eine Aussichtsplattform, von der aus sich ein herrlicher
Rundblick über die Stadt und die umliegenden Kalkberge mit
ihrer fast alpenländischen Flora ergibt.
An Sehenswürdigkeiten in den Stadtteilen verdienen die Klosterkirche
aus dem 10. Jahrhundert in Großburschla, das Technische Denkmal
eines Wasserkraftwerkes in Falken und der auf über 500 Meter
Höhe befindliche Aussichtspunkt auf dem Heldrastein bei Schnellmannshausen
besondere Erwähnung.
Das Gebiet um die Fachwerkstadt Treffurt wird von zahlreichen
Wander- und Radwanderwegen durchzogen. Von einigen ergeben sich
Ausblicke zur Wartburg, zum hessischen Meißner und in die
Rhön.
Der Werra-Radwanderweg führt unter anderem an der Thomas Müntzer
Kanzel, einem Felsvorsprung, von dem der legendäre Bauernführer
zu den Aufständischen gesprochen haben soll, vorüber.
Nicht weit von Treffurt lässt sich der mit prächtigen
Buchenwäldern bewachsene Nationalpark
Hainich erkunden, in dem der Baumkronenpfad
eine beliebte Attraktion darstellt.
Mit Mühlhausen,
Bad Langensalza
und Eisenach sind darüber hinaus in etwa je 25 Kilometer Entfernung
drei thüringer Städte erreichbar, die eine Menge interessanter
Sehenswürdigkeiten bereit halten.
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Unterkünfte in und bei Treffurt
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