Bismarckturm Auleben in Thüringen
Einer der kleinsten unter den noch in Deutschland erhaltenen 146 Exemplaren ist der nur 7,90 Meter hohe Bismarckturm in Auleben. Klein wie der Turm ist auch der nur etwa 1000 Einwohner zählende Ort Auleben an den westlichen Ausläufern des Kyffhäuser im Landkreis Nordhausen.
Unabhängig von seiner Größe wurde Auleben im Jahr 1993 zum "Europadorf" Thüringens gekürt, verfügt es doch über einen denkmalgeschützten historischen Ortskern mit Bergarbeiter- und Herrenhäusern, Rittergütern, einer durchaus stattlichen Kirche und einem kleinen Schloss, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch einige Zeit von Wilhelm von Humboldt mit seiner von hier stammenden Gemahlin bewohnt wurde.
Weiterhin wurde Auleben über seine Grenzen hinaus durch ein am Ortsrand befindliches großes Hügelgräberfeld mit circa 200 Gräbern aus der Jungstein- und Bronzezeit bekannt.
In diesem Ensemble hat es der etwas klein geratene Bismarckturm schwer, sich zu behaupten, ragt er doch auf einem privaten Flurstück kaum noch über die ihn teilweise umgebenden Bäume hinaus, die den Berg über dem sogenannten Fürstenholze bewachsen.
Seine Entstehung hat der Turm dem Amtsvorsteher und Gutsbesitzer Schlieckmann zu verdanken, der im Jahr 1904 den Bau dieses Bismarckturms anregte, nachdem im gleichen Jahr an Hang dieses Berges bereits ein Platz mit dem Namen "Kaiser Wilhelmsblick" angelegt worden war.
Nur ein Jahr später, am 1. September 1905, wurde der auf einer quadratischen Grundfläche mit 3,8 Meter Seitenlänge aus weißen Sandsteinquadern erbaute Bismarckturm eingeweiht.
Die mit einem Geländer umzäunte Aussichtsplattform ist über die 41 Stufen einer Sandsteintreppe zu erreichen; auf das Anbringen einer Feuerschale war verzichtet worden.
Anlässlich des 100-jährigen Turm-Jubiläums im September 2005 wurde über dem Eingang des Bismarckturms ein neu angefertigtes Medaillon des Namensgebers angebracht, nachdem das ursprüngliche vor Jahren verschwunden war.
Auleben als Standort dieses Bismarckturms liegt nur wenige Kilometer entfernt von der Talsperre Kelbra, die über ein schönes, von Mai bis September geöffnetes Strandbad verfügt, ein beliebtes Revier für Surfer und Segler darstellt und an deren Ufer ein gut eingerichteter Campingplatz mit einigen Bungalows und Hütten auf Bade- und Wassersportfreunde wartet.
Weitere überregional bekannte Ausflugsziele sind das Kyffhäuserdenkmal, die Barbarossahöhle, die Königspfalz Tilleda und die Schauhöhle Heimkehle Uftrungen.
Als Vertreter sehenswerter benachbarter Städte sollen der Kurort Bad Frankenhausen mit dem Panoramamuseum und der Kyffhäuser-Therme und Sondershausen mit seinem Erlebnisbergwerk hier genannt sein.
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