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Kloster Hülfensberg in Nordthüringen

Südwestlich der Gemeinde Geismar ragt nur wenige hundert Meter vor der Grenze zum Bundesland Hessen der knapp 450 Meter hohe bewaldete Hülfensberg in die Höhe.
Bei Ausgrabungsarbeiten gefundene Begräbnisstätten und Urnen deuten darauf hin, dass auf dem Berg bereits vor Beginn unserer Zeitrechnung bestimmte Rituale stattfanden. Belegt ist außerdem, dass der damals noch als "Stuffenberg" bekannte Berg bereits im Mittelalter zu den berühmtesten deutschen Wallfahrtsorten zählte. Etwa im 12. Jahrhundert dürfte das Hülfenskreuz entstanden sein, das noch heute den Gnadenaltar der zwischen 1360 und 1367 erbauten Erlöserkirche St. Salvator schmückt.
Die Kirche wurde an ein kleines Betkirchlein angebaut, dass noch aus der Zeit vor dem 11. Jahrhundert stammte.

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Im Jahr 1357 erging das Patronat über die Wallfahrtskirche an das Zisterzienserkloster Anrode.
Die Erlöserkirche St. Salvator selbst wurde mehrfach umgebaut und dabei im 17. Jahrhundert an einen barocken Stil angepasst und später auch neugotisch erweitert. Durch die Auflösung des Klosters Anrode zu Beginn des 19. Jahrhunderts und seinen Verkauf an eine Privatperson kam auch der Hülfensberg in Privatbesitz und kurz darauf als Schenkung in den Besitz der bischöflichen Behörde.

Die Niederlassung der Franziskaner auf dem Hülfensberg wurde 1860 gegründet. Heute bilden vier Franziskanermönche den letzten aktiven Konvent in Thüringen (Stand 04/2012).
1903 erfolgte direkt neben der Kirche die Weihe der neu errichteten Bonifatiuskapelle.
Im Jahr 1991 wurde ein 1933 aufgestelltes, später abgerissenes Stahlkreuz als Dr.-Konrad-Martin-Kreuz an der Nordseite des Berges wieder aufgestellt. Es erinnert an einen Paderborner Bischof gleichen Namens.

Bis in die heutige Zeit führen mehrmals im Jahr Wallfahrten zu dieser römisch-katholischen Stätte auf dem Hülfensberg. Eingeschränkt waren diese lediglich durch das während des Bestehens der DDR hier vorherrschende Sperrgebiet.
Ein von Kreuzwegstationen gesäumter Prozessionsweg führt von Geismar auf den Hülfensberg. Dort ist das hochverehrte romanische Hülfenskreuz aus dem 12. Jahrhundert das Ziel der Wallfahrer. Auf ihm ist Christus als ein huldvoll blickender König dargestellt, der den Tod besiegt hat. Umgeben ist das Kreuz von vier neugotischen Reliefs in den Seitenflügeln, die Stationen des Leidenswegs Christis wiedergeben.
Fußwege führen auch von den Ortsteilen Bebendorf und Döringsdorf auf das Gipfelplateau.

Im benachbarten, zur Gemeinde Südeichsfeld gehörenden Lengenfeld unterm Stein überspannt ein als Denkmal der Verkehrsgeschichte ausgewiesener stählerner Eisenbahnviadukt den Ort, auf dessen ungenutzten Gleisen eine Fahrrad-Draisinen-Strecke verläuft.
In etwa 20 bis 25 Kilometer Entfernung vom Kloster Hülfensberg befinden sich die Stadt Mühlhausen und das Heilbad Heiligenstadt. Ersteres ist vor allem durch seine Kirchen, zu denen die im Spätmittelalter entstandene Marienkirche, die St.-Petri-Kirche und die Jakobikirche gehören, bekannt.
Ähnliches gilt für Heiligenstadt, das außerdem noch ein Theodor Storm-Museum und den Kurpark beherbergt.

Kontaktdaten

Gemeinschaft der Franziskaner
Hülfensberg 1
37308 Geismar OT Bebendorf

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