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Schloss Osterstein in Gera

Wo sich heute nur noch ein stolzer Bergfried und ein Restaurant mit Biergarten und schönem Panoramablick auf die Stadt Gera befinden, thronte einst die Burg Osterstein über der ostthüringischen Stadt. Errichtet in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts zeugt der auf Bruchsteinmauern von bis zu vier Meter Stärke ruhende Bergfried noch heute von der Zeit seiner Entstehung. Die auf einem Bergsporn des Hainbergs westlich der Weißen Elster gelegene Burg verlor ab den 13. Jahrhundert an Bedeutung, bis die Burg Osterstein um 1450 wieder Regierungssitz der Herren von Gera wurde.
Um das Jahr 1600 begann eine Phase der Bautätigkeit, in deren Ergebnis ein Nord- und Ostflügel hinzukamen und die Burg sich zum Schloss Osterstein entwickelte. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte der Neubau der südlichen Schlossteile, woran sich nach der Jahrhundertwende der Bau des Westflügels anschloss. Das Schloss präsentierte sich nun in ganzer Schönheit mit einem reich geschmückten Ahnensaal, Gobelinhalle, Bibliothek und verschiedenen Repräsentations- und Wohnräumen. Um einen unteren Schlosshof gruppierten sich die Wirtschaftsgebäude und Wohnungen der Dienerschaft.

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Auch nach der politischen Entmachtung des Fürstengeschlechts der Reuß jüngere Linie blieb das Schloss deren Wohnsitz. Doch dann kam der 2. Weltkrieg und kurz vor dessen Ende, am 6. April 1945, wurde Schloss Osterstein bei einem Luftangriff fast völlig zerstört. Vorsorglich ausgelagerte und aus dem Trümmern gerettete Möbel und Inventar-Teile wurden der Stadt Gera übergeben und sind heute im Besitz des Stadtmuseums und der Kunstsammlung Gera. Seit 1957 ist der Bergfried wieder zugänglich und wird heute als Ausstellungsstätte für moderne und alternative Kunst genutzt. Fünf Jahre später wurden die letzten Ruinen um den oberen Schlosshof gesprengt und auf den nördlichen Teilen ihrer Fundamente das Terrassencafé errichtet. Zusammen mit dem Bergfried stellt es ein beliebtes Ausflugsziel der Geraer und ihrer Gäste dar, die bei ihrem Besuch auch noch einige Gebäude des unteren Schlosshofes, wie die Schlosswache und die Remisen vorfinden.

Westlich und südlich der Reste von Schloss Osterstein erstreckt sich der Geraer Stadtwald, in dessen Mitte das Naturschuzgebiet Martinsgrund den idyllisch gelegenen Waldzoo beherbergt. Rund 500 Tiere von 80 Arten zeigen sich hier den Besuchern und vor allem die Kleinsten sind auch von der hier verkehrenden 800 Meter langen und über drei Brücken führenden Parkeisenbahn sehr begeistert. Weiterhin beherbergt das große Areal des Stadtwaldes einen Mountainbike-Parcours.
Unterhalb des Ostersteins lädt das Otto-Dix-Haus zum Kennenlernen vieler Werke des bekannten Malers und Grafikers ein, der in Gera geboren wurde.
Ein weiterer Ausflugstipp gilt Schloss und Kloster Mildenfurth, das im südlich von Gera gelegenen Ortsteil Mildenfurth der Gemeinde Wünschendorf zu finden ist. Der Weg zum Kloster führt über eine überdachte Holzbrücke aus dem 18. Jahrhundert und in der Klosteranlage werden zahlreiche Skulpturen eines hier ansässigen Künstlers ausgestellt. Sehenswert ist auch die Märchenwelt Wünschendorf, eine mit Wasserkraft angetriebene 70 Jahre alte Zwergenwelt.

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