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Werratal-Radweg - Vom Thüringer Wald zur Weser

Der rund 300 km lange Werraradweg beginnt im Thüringer Wald und quert auf seinem Weg bis ins niedersächsische Hannoversch Münden vielfach hessisches Gebiet. Der interessierte Radler kann unterwegs eine Menge über die deutsch-deutsche Geschichte erfahren und sich auf die Spurensuche nach der einstigen innerdeutschen Grenze begeben. Mehrere Grenzmuseen erlauben den Blick in die Zeit des eisernen Vorhangs, der ein ganzes Volk schmerzlich trennte.

Heute ist von der Grenze nicht mehr viel zu sehen, man muss schon gezielt danach suchen. Nicht lange suchen muss man nach Schlössern und Burgen, die in Thüringen und Hessen von den Bergen den Radler grüßen, der zumeist auf asphaltierten und oft schattigen Wegen, bisweilen auch auf wenig befahrenen Landstraße, dahinrollt. Nur gelegentlich sind leichte bis mittlere Steigungen zu bewältigen. Die gröbsten Anstiege sollen in den nächsten Jahren durch eine veränderte Wegeführung umgangen werden, so dass der Werratal-Radweg künftig noch familienfreundlicher daher kommen wird.

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Wer sich die anstrengende Klettertour ins Werraquellgebiet ersparen will, der beginnt seine Tour in Eisfeld. Denn die durch den Rennsteig verbundenen Werraquellen Fehrenbach und Siegmundsburg liegen immerhin auf fast 800 Meter Höhe. In dem Gebiet entspringen weitere Bäche, deren Wasser in Weser, Main/Rhein und Elbe fließt. Der Dreistromstein weist auf diese in Europa einzigartige Gegebenheit hin.

Eisfeld ist mit der Bahn gut zu erreichen. Die Stadt gilt als Eingangspforte zum Thüringer Wald, liegt an einer alten Handelsstraße und ist heute der Verkehrsknotenpunkt der Region. Eisfeld bildet außerdem den südlichen Anfang der "Thüringer Porzellanstrasse" und präsentiert im Museum eine umfangreiche Porzellansammlung. Das Stadtbild wird vom Schloss und der Dreifaltigkeitskirche geprägt.
Nächster Höhepunkt ist das etwa 15 km entfernte Hildburghausen. Die Stadt im Heldburger Land bietet einen Stadtkern im Stil der Renaissance und einen idyllischen Marktplatz. Hier lohnt sich das Übernachten, denn in der Stadt gibt es viel zu entdecken wie etwa das Türmerstübchen im Rathaus.

Der Weg zum mehr als 825 Jahre alten Ort Grimmelshausen fordert einen kräftigen Tritt in die Pedale. Kurz darauf kommt das Hennebergische Museum Kloster Veßra in Sicht, dem man unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Nun folgt ein idyllisches Stück Werratal-Radweg. In Themar hat der Heimatdichter und Tüftler Heinrich Mylius im Jahre 1848 die Tretkurbel erfunden, wie die Inschrift an einem Fachwerkhaus verrät. Auch findet sich hier mit der Stadtkirche St. Bertholomäus eine der schönsten Kirchen im Oberen Werratal.
Über die Theaterstadt Meiningen mit dem besuchenswerten Schloss Elisabethenburg radelt es sich flussnah trotz einiger Steigungen ganz passabel. Nur die Waldpassage gen Wernshausen fordert den Radler (noch) gehörig. Hier soll der Radweg demnächst ins Tal verlegt werden, wenn die Umgehungsstraße Schwallungen fertig gestellt ist (geplant ist 2012). Bei Breitungen waren die Arbeiten im Mai 2010 schon in vollem Gange.

Auf einer wenig befahrenen Straße erreicht der Radler bald die Kur- und Kreisstadt Bad Salzungen. Die Kuranlagen neben dem Gradierwerk sind einen Abstecher wert. Bei Merkers mit seinem Erlebnisbergwerk beginnt die Region des Kalibergbaus, die sich bis ins hessische Heringen hinzieht. Nach langer Fahrt durch Hessen (ab Vacha/Philippsthal) gelangt der Radler bei Wartha wieder auf thüringisches Gebiet. Hier schlägt die Landesgrenze gehörige Haken wie ein flüchtender Hase.

Unter der imposanten Autobahnbrücke, am Beginn des Rennsteigs in Hörschel, wendet sich der Werratal-Radweg gen Norden. Empfehlenswert ist ein Abstecher nach Eisenach. Der Weg durch den Wald zur Stadt unter der Wartburg führt auf und ab. Er ist Teil des Radwegs Thüringer Städtekette.

Zurück auf dem Werratal-Radweg, wartet die alte Werrabrücke in Creuzburg ein weiteres Highlight auf den Radler. Nun folgt einer der besonders naturnahen Abschnitte dieses Flussradweges, der bis Treffurt mit seinem beeindruckenden Fachwerkrathaus, der Burg Normannstein und einem historischen Stadtkern führt. In Altenburschla beginnt wieder Hessen und über Eschwege und die Kur- und Fachwerkstadt Bad Sooden-Allendorf führt die Tour über die Kirschenstadt Witzenhausen ans Ziel des Werratal-Radweges: nach Hannoversch Münden. Hier vereinen sich Werra und Fulda zur Weser.

Ausführlicher Bericht zum Werratal-Radweg auf www.radtouren.net

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